Kategorie-Archiv: Lebensnah

Von 7 Sachen über Berichte, von Gedanken und Gefühlen bis hin zu Organisatorischem – das alles findet sich bei palandurwen.de in der Kategorie Lebensnah.

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Der kleine Arbeitsluxus

Ihr Lieben!
Schnell mal eben in die Stadt noch etwas einkaufen. Schnell mal eben ins Lieblingscafé sich mit Kaffee und Kuchen verwöhnen lassen. Schnell mal eben um die Ecke zu den Freunden und da einige lustige Stunden verleben. Das alles kann ich momentan leider nicht.
Ich liebe mein Zuhause und bin froh, wieder hier zu sein. Aber so einige Aspekte des zentralen Stadtlebens meiner Studentenzeit vermisse ich doch. Luxusproblemchen, aber man gönnt sich ja sonst nichts. 
Was ich allerdings hellauf begeistert heute festgestellt habe, ist, dass ich ja nun wieder einen Garten habe! Und dank kürzlich erworbenen neuen Akkus für das Netbook und der herrlichen Erfindung namens W-LAN, ist es mir ja möglich, eben dieses grüne Fleckchen Erde aufzusuchen und zu genießen – ohne auf meine Spielereien am PC zu verzichten. Und selbst wenn die Arbeit ruft, kann ich diese ja mit in die Sonne nehmen. Genial!

Nun sitze ich also hier und tippe gemütlich meinen nächsten Artikel – von dem ich aber leider noch gar nicht weiß, ob er was wird, geschweige denn, ob es sich zeitlich und stilistisch wirklich anbietet, ihn zu veröffentlichen, mal schauen – und lasse mir gleichzeitig meine kalkweißen Beine von der Sonne bestrahlen. 
Pigmente haschen. Den Vögeln zuhören. Das Brummen und Rascheln der zahllosen Insekten mit halbem Ohr verfolgen. Und klingt mein Tippen auf der Tastatur zunächst wie ein Fremdkörper in dieser Geräuschkulisse, so fügt es sich mit der Zeit immer besser in sie ein. Ein rhythmischer Tanz, ein melodisches Klappern, das mich bald motiviert, bald einlullt. 
Eine kühle Brise wickelt sich meine kleinen Haare um ihre Finger und spielt mit ihnen. Und um mich herum steigen Pollen empor. Dicke flauschige Bällchen, die Leben in sich tragen, gut gepolstert, auf dem Weg zu ihrer noch unbekannten Keimstätte. Fast unsichtbar und doch von ihnen umgeben, sitze ich und glaube fast, es sind Gedanken, die mich so zart umkreisen, mal an meiner Haut entlang schweben, kitzelnd, zart, unwirklich und schon verschwunden, davon geweht, in den blauen Himmel empor. Und diesen kleinen Geistern folgen meine eigenen Gedanken. Vergessen sind Arbeit und Pflicht, vergessen die Suche nach der perfekten Formulierung – alles einen Moment egal und unwichtig.
Meine Augen sind geschlossen. Ich spüre, wie die Sonne meine Beine bestrahlt. Schon fast brennend, versengend, aber doch gerade noch angenehm wärmend. Unterbewusst fällt mir ein, dass ich wieder vergessen habe, mich mit Sonnencreme einzureiben. Meine arme Haut. Aber wann gebe ich sie schon mal in der Form der Sonne preis? Es ist selten, ich kann es eigentlich an einer Hand abzählen, ich alter Stubenhocker. 
Lange werde ich es auch heute nicht mehr aushalten. Die ersten mikroskopischen Schweißperlen kriechen aus den Poren und ich weiß, es reicht schon wieder. Noch einen Moment genüsslich die Nase in den Himmel gereckt und dann geht’s wieder rein. 
Die Arbeit hat sich fast wie von selbst erledigt. Kein Wunder, bei diesem Luxus.
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Hamburg meine Perle – Ein Sachse in der Hansestadt…

Ihr Lieben!
Erinnert ihr euch noch an meinen Post zum Thema Arbeitsproben? Ich hatte mich im Zuge einer Bewerbung ja damit auseinander gesetzt. Und ob nun wegen dieser vier Artikelchen oder aus gewissen anderen, hier nicht weiter erwähnten Gründen (*hihi) weiß ich natürlich nicht – aber ich denke, es hat viel Gutes zusammengespielt und somit kann ich also stolz und glücklich verkünden, dass eben jene Bewerbung von Erfolg gekrönt war und ich nun ab dem 1.6. diesen Jahres beruflich endlich einen Schritt weiter komme. 
Zwar ist es „nur“ ein Praktikum und mir wurde auch schon von einigen gesagt, dass die Bezahlung ja doch gar nicht weiter gut wäre (obwohl es sogar sozialversicherungspflichtig ist – wann passiert das schon mal im Praktikumsrahmen? Ich finde das eigentlich richtig toll!) aber dennoch freue ich mir ein Loch in mein kugelrundes Bäuchlein. Denn auch wenn es zunächst eben finanziell kein Topf voll Gold und zeitlich nur befristet ist, so bin ich doch mit der Tätigkeit als solcher sehr glücklich. Und das zählt doch oder? 
Ich darf mich nämlich im Rahmen dieses Praktikums in einem Feld weiter bilden, welches mich inzwischen sehr stark reizt: Online-Journalismus. Ich glaube fest daran, dass mir das für meinen weiteren Weg sehr viele Vorteile bringen kann und wird und freue mich demzufolge schon wahnsinnig darauf 🙂
Hat jemand Literaturtipps? Ich bin ja fast versucht, mir noch ein gutes Handbuch dazu zu besorgen *hihi Meine alten geben nämlich zu diesem Thema nicht so wahnsinnig viel her – leider!

Für allgemeine Fragen sehr brauchbar – aber in Sachen Onlinejournalismus hoffnungslos veraltet. :/

Warum aber schreibt die Tante dann etwas von Hamburg? Tja, natürlich gibt es einen kleinen Haken an der Sache, den ich aber eigentlich gar nicht weiter problematisch finde: Die Redaktion befindet sich in Hamburg. Und auch wenn ich das Praktikum als Fernarbeit ableisten darf und somit nicht extra umziehen muss, so tut es anfangs dennoch Not, dass ich mal einige Tage (oder besser: 2 Wochen) am Stück vor Ort bin, um entsprechend eingearbeitet zu werden. 
Dank der lieben Jenni (der ich in dieser Sache noch so viel mehr verdanke 😉 ), ist das Problem der Unterkunft gar keines gewesen und ich darf mich gemütlich diese 14 Tage bei ihr einnisten. Und um nicht ganz verpeilt dazustehen, welze ich nebenbei auch noch meinen Marco-Polo-Reiseführer für Hamburg. Ich hoffe ja sehr, dass ich neben dem Arbeiten auch noch Zeit haben werde, um so ein bisschen die Stadt zu erkunden. Schließlich war ich da ja noch nie, habe mich sogar lange Zeit geweigert, überhaupt mal daran zu denken, einen Trip dahin zu machen. Warum? Ich weiß es nich. Momentan fühlt sich das insgesamt einfach richtig an und ich bin sehr gespannt. Es gibt so viel zu sehen – meine Kamera wird glühen! ^^
Hat der Hamster in mir irgendwann im Ausverkauf mal für 2,99 € geschossen. Zahlt sich jetzt aus. ^^

Leider gibt es aber noch einen kleinen Wehrmutstropfen. Denn mein Aufenthalt überschneidet sich mit dem WGT in Leipzig und somit muss ich alle angedachten Termine dort und die schon halb angeleierten Shootings wohl wieder absagen. Eine Fahrt von HH nach L dauert einfach zu lange und/oder ist zu teuer. Das wäre mehr Stress als Spaß. Und mit all den neuen Eindrücken im Gepäck denke ich, wird es besser sein, das lange Wochenende einmal durchzuatmen und diese zu verdauen. Na, mal schauen. 
Euch hoffe ich erfolgreich mit nach Hamburg nehmen zu können. Denn ähnlich wie zur Leipziger Buchmesse würde ich gerne anlässlich dieser Erfahrung eine kleine neue Reihe starten, mit eben dem Namen „Hamburg, meine Perle“ 😉 
Wie oft ich oben wirklich bloggen kann und werde, wird sich zeigen. Aber ganz still bleibt es hier sicherlich nicht, denn einige Dinge habe ich noch in der Hinterhand für den Notfall.
Jetzt heißt es aber erstmal weiter planen und schlau machen, es gibt noch viel zu tun 🙂    
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7 Sachen – 20/52

Ihr Lieben!
Es gibt wieder 7 Sachen, für die ich diesen Sonntag meine
Hände gebraucht habe, egal ob für 5 Minuten oder 5 Stunden. Die neue Sammelstelle dafür findet ihr bei GrinseStern.
 
Heute habe ich …
… den Tag blumig begonnen.
Die Schatzis mussten getaucht und die anderen Blumen gegossen werden.
Dabei festgestellt: Orchideen gedeihen prima, die eine Gerbera ist dafür wohl endgültig hinüber ._.
… einen Ordnerrücken aufgehübscht.
Vielleicht hätte ich das Orange drunter noch abkratzen sollen – aber so ist auch ok. ^^
Das Gelbe an den Seiten ist noch unter einfarbigem schwarzen Tape verschwunden.
… Platz für neues Chaos geschaffen.
Mein Schreibtisch war so vollgekramt – Hilfe! Nun ist wieder besser. 🙂
… ganz unspektakulär eine Verbindung rausgesucht & notiert.
Heute Abend gehts noch raus…
… Erinnerungen abgeheftet.
Endlich fliegen die Postkarten nicht mehr lose herum, sondern sind ordentlich gebündelt.
Demnächst werden sie noch etwas dekorativer verpackt 🙂
… ein Sonntagssüß vernascht.
Mein Liebster hat Tiramisu gemacht. Myam.

… Termine eingetragen.
Dabei inzwischen obligatorisch: die nächsten Wochen mit Klebchen, Tape usw. aufrüschen. ^^
Für meine Verhältnisse bin ich heute ja wirklich wahnsinnig früh dran! Das hat aber auch seinen Grund, denn ganz atypisch gehen mein Liebster und ich heute Abend nochmal aus – und zwar ins Theater. (Das hat schon seine Vorteile für die Presse zu arbeiten ^^). Da wir uns dafür noch aufhübschen und dann auch zeitnah los müssen, habe ich mich extra beeilt schöne Dinge zusammen zu bekommen. Ich hatte schon Angst, dass ich es nicht schaffe, aber ich finde, es sind sogar verhältnismäßig hübsche 7 Sachen geworden. ^^
Ansonsten war das WE mittelprächtig. Das Wetter ist erbärmlich (grau, nass, kalt) und das Unterfangen eine neue Hose kaufen zu wollen, ist auch kläglich gescheitert. Dafür ist klein-Palan nun mal wieder einen Schritt weiter im multimedialen Kommunikationskosmos angekommen und hat tatsächlich funktionierendes Skype & Twitter (beide Nick: Palandurwen). Skype ist sicher praktisch – bei Twitter zweifle ich noch. Mal schauen. abmelden kann man sich immer wieder. ^^
Für die neue Woche stehen hauptsächlich Vorbereitungen für gewisse, anstehende Dinge an (dazu im Laufe der nächsten Tage mehr 😉 ) und ansonsten will ich nochmal richtig Pause machen und die Seele baumeln lassen. Mal schauen.
Euch wünsche ich einen wunderschönen Start – und allen Regengeplagten auch besseres Wetter! 😉 
ps.: ich will so kleine niedliche social media icons! Das wird das nächste Blogprojekt ^^
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7 Sachen – 19/52

Ihr Lieben!
Es gibt wieder 7 Sachen, für die ich diesen Sonntag meine
Hände gebraucht habe, egal ob für 5 Minuten oder 5 Stunden. Die neue Sammelstelle dafür findet ihr bei GrinseStern.
 
Heute habe ich … 
… die Victory-Geste gemacht.
Ich war letztenendes doch Sieger über das html. Mensch 1, Computer 0! XD
… super fluffige Brötchen, von Schatzi gebacken, gegessen.
Er hat den Dreh jetzt echt raus – tolle Sache! ^^

… entspannt in einer Zeitschrift geblättert.
Ich suche gerade aus alten Heften interessante Dinge raus, die dann archiviert werden und der Rest darf weg.
… ein paar Blätter abgezupft.
In der Hoffnung, dass die letzten drei jungen dadurch mehr Luft und Licht kriegen.
Wieso auch immer diese Gerbera so von jetzt auf gleich aufgegeben hat –
ich hab sie bestimmt auf dem Gewissen ;(
… zu harten Chemikalien gegriffen.
Irgendein Witzbold hat heute Nacht unseren (aber auch nur unseren) neuen Briefkasten mit Farbe besprüht.
Wenn ich den kleinen 4#!&%!! in die Finger kriege….!!!
… als Trost und Nervennahrung leckere Erdbeeren mit Vanilleeis gefuttert.
… und hier noch als Ausblick auf meine restliche Tagesbeschäftigung: Wolle schubsen.
Zu mehr kreativen Dingen habe ich nach *dem* Ärgernis keine Lust mehr …
Ja, wenn der Tag mal so gut anfängt, war ja klar, dass dann so ein dickes Ding auf einen wartet. Das hat mir echt ein bisschen die Laune verdorben – wer macht denn sowas? Und wieso? Und warum *nur* auf dem Briefkasten – hier gibt es viele freie Flächen (auch neue und saubere … aber nein, nur unser Briefkasten. Ob da was Persönliches mit reinspielt? …)
Nun ja. Ansonsten war das WE aber herrlich entspannt. Ich habe ein paar Naturbilder gemacht, die Sonne nochmal genossen, soweit sie da war und ansonsten viel vor dem PC gesessen und geschraubt und gebastelt. Das Ergebnis … seht ihr wohl schon – mehr dazu morgen! 

Euch nun erstmal einen guten Wochenanfang! 🙂 

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Illustres Lustwandeln – Schloss Pillnitz

Ihr Lieben!
Vor einigen Wochen (Gott, die Zeit rennt) waren meine liebe Iv und ihr Freund bei uns zu Besuch. Wir wollten gerne unsere Hintern hochbekommen und etwas schönes zusammen erleben, weswegen ich mich hingesetzt habe und die Sehenswürdigkeiten mal ausgespäht habe. Nach einer kurzen Absprache war klar: Wir möchten uns Schloss Pillnitz anschauen.
Für all diejenigen, denen das kein Begriff ist (weil sie vielleicht noch nie in Dresden waren): Die bereits im 14. Jarhundert erstmalig erwähnte Anlage wurde von August dem Starken (18. Jh.) an seine Mätresse Gräfin Kosel verschenkt. Sie bildet eine architektonische Meisterleistung, welche im chinosen Stil gehalten ist und bis heute die größte ihrer Art in ganz Europa darstellt.
Das Schloss diente mit seiner unmittelbaren Nähe zur Elbe als Lust- und Feierstätte sowie als Sommerresidenz des sächsischen Königshauses. Der Schlosspark ist dabei mindestens genauso sehenswert wie das Schloss selbst, bietet er doch eine reiche Fülle an botanischen Besonderheiten. Im Fokus des allgemeinen Interesses steht dabei wohl die schon über 200 Jahre alte Kamelie, welche inszwischen ein riesiger Baum mit vielen rosanen und pinken Blüten geworden ist. Sie wird von einem imposanten, fahrbaren Haus aus Stahl und Glas vor Kälte und Unwetter geschützt. Außerdem befindet sich im Schlosspark noch das Palmenhaus – ein kleiner botanischer Garten -, die Orangerie und innerhalb der Schlossmauern eine kleine Kapelle, zahlreiche historische Stücke, eine Chocolaterie, einige Läden und der Fliedergarten. 
Decke des Festsaals.
Fliedergarten mit besonderer Züchtung: rechtsdrehende Fliederbäumchen.
Ein Mahjong-Spiel aus der Ausstellung.

Das war der touristische Überblick – nun kommen meine persönlichen Eindrücke davon, war ich doch selbst zum ersten Mal dort. Wir haben das volle Programm mitgemacht, das heißt eine Führung durchs Schloss, den Schlosspark, das Palmen- und Kamelienhaus. Wir hatten Glück, das wir Anfang April dort waren, denn dann ist der Eintritt in den Park noch kostenfrei, man muss nur für die Häuser zahlen. Die genauen Preise und Daten könnt ihr euch ja hier anschauen. Ich fand es insgesamt auf jeden Fall sehr günstig – und lohnenswert! Denn auch wenn wir von der Schlossführung nur eine eher abgespeckte Variante bekommen haben (es wurde noch von der letzten Flut saniert bzw. die Vorbereitung für die große Sommersaisoneröffnung waren im vollen Gange), waren schon viele interessante Informationen und Eindrücke enthalten. 
In drei Abteilungen gliedert sich das Palmhaus und hat dabei auch
unterschiedlich warme Klimazonen nachgebildet. Es ist erst seit
2009 wieder eröffnet und strahlt in hellem weiß und sattem Grün.
Diese niedliche Treppe ist im mittleren Teil zu finden.
Zahlreiche Skulpturen sind überall im Palmenhaus verteilt.
„Kiwis“
Mein Highlight war aber wohl das anschließende Wandeln durch die herrliche Parkanlage. So zauberhaft und verträumt. Kleine Teiche, uralte Bäume, ein schier nicht enden wollender Teppich aus Buschwindröschen. Ich schwebte wirklich auf der botanischen Wolke 7. 
Das Palmenhaus war zwar sehr klein, aber dennoch wirklich niedlich – zumal da lauter kleine Zwergwachteln (von einer anderen Besucherin in felsenfester Überzeugung als „Kiwis“ betitelt) rumliefen. Gott, waren die niedlich! ^^ 
Blütenteppich – sind das Buschwindröschen? Egal, sie sind schön!
Ein hübscher kleiner Pavillon, direkt an einem kleinen Teich.
Da würde ich gerne wohnen. ^^
Kamelienhaus (geradeaus) und Orangerie (rechts).

Ganz und gar nicht niedlich war hingegen die Kamelie. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass die Pflanze *so* riesig sein würde. Ahnungslos wie ich war. Wirklich beeindruckend – vor allem, wenn sie gerade in voller Blüte steht. Einfach schön. Da würde ich gerne mal shooten … das geht aber sicherlich nicht ^^; Aber man kann kleine (oder auch schon größere) Ableger dort kaufen und versuchen, sich sein eigenes Kamelienmonster zu züchten. Auch eine schöne Idee. 
Ich würde jederzeit wieder nach Pillnitz fahren und kann es allen Dresdenbesuchern nur empfehlen. Es sollte allerdings schönes Wetter sein, sonst hat man nicht ganz so viel davon. Wir hatten da wirklich Glück und somit einen tollen Tag. Mal schauen, was wir machen, wenn Iv und ihr Liebster uns das nächste Mal besuchen kommen. Ich freu mich schon drauf 🙂 
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7 Sachen – 18/52

Ihr Lieben!

Es gibt wieder 7 Sachen, für die ich diesen Sonntag meine
Hände gebraucht habe, egal ob für 5 Minuten oder 5 Stunden. Die neue Sammelstelle dafür findet ihr bei GrinseStern.
 
Heute habe ich … 

… zum Frühstück einen Teebeutel im heißen Wasser versenkt.
Ich trinke sonst immer White Cappuccino – aber der ist grad alle ~.~
Aber Chai ist ne leckere Alternative ^^
… Reperaturarbeiten zusammengetragen und soweit es ging behoben.
Mal sehen, wie lange das alles hält … leider ist der eine Knopf an der Chiffonbluse kaputt.
Der wird also sicher schnell wieder abfallen. 🙁

… ein neues Geschwisterchen in die Familie aufgenommen.
Dazu im Laufe der Woche mehr 😉
… auf dem Sofa eingerollt und Buchstaben aufgesogen.
Banana Yoshimoto – Sly. Schon ein älterer Roman von ihr, den ich aber erst jetzt schaffe zu lesen.

… dem Vorsatz entsprechend endlich weiter gehäkelt.
… der Blütenpracht Platz verschafft.
Die Orchidee stand erst zum Fenster gewand und hat alle Blütentriebe so gegen die Scheibe gequetscht,
dass ich Angst hatte, sie brechen ab. Ich hoffe, das Umdrehen nimmt sie mir nicht übel – soll man ja
eigentlich nicht machen …
… Sonntagssüß vom Liebsten serviert bekommen und verspeist.
Russischer Zupfkuchen – zwar mit Backmischung, aber deswegen nicht mit weniger Liebe gebacken ^^
Oh man, mein Sonntag war so faul. Ich habe die meiste Zeit auf dem Sofa eingerollt zugebracht – das Wetter lässt mich richtig durchhängen. Dabei habe ich so viele schöne Ideen gerade. Aber vielleicht dann im Laufe der nächsten Woche so peu-a-peu.
Euch wünsche ich einen guten Start in diese, ich geh jetzt noch schön in die heiße Wanne 😀

 

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Arbeitsprobe und Gedankengänge…

Ihr Lieben!
Sich selbst einzuschätzen, das ist sicherlich für die meisten nicht gerade der liebste Vorgang beim Bewerbungsverfahren. Ich musste das bisher nie so wirklich tun bzw. habe mich immer erfolgreich davor gedrückt. Nun komme ich aber wohl doch nicht drumherum und zu so einer Einschätzung des eigenen Könnens zählt irgendwie auch das Präsentieren von geeigneten Arbeitsproben. 
Arbeitsprobe. Uffz. Das ist schon so ein Wort, was mich gruseln lässt… Eine Probe meines Könnens. Kann ich denn etwas? Woher weiß ich denn, was ich kann und was nicht? Oder wann ist ein Werk von mir gut und wann stehe ich nur verklärt da, weil die Arbeit daran so schön war, das Stück selbst aber gar nicht so künstlerisch wertvoll ist, wie von mir angenommen?
Bepackt mit diesen schweren Überlegungen habe ich mich nun also in mein Kämmerchen zurückgezogen und alle meine von mir akribisch gehorteten Artikel mal zusammen getragen.

Wo fängt man an? Wo hört man auf? Die Schülerzeitung habe ich von vornherein ausgeschlossen, das war eher weniger ernst zu nehmen. In der Zeit hatte ich mit der „richtigen“ Zeitung einfach schon genug zu tun. Doch auch das wurde schließlich eingestellt und ich ging weg zum Studium. Es folgte eine Zeitspanne fernab des Journalismus. Andere haben sofort Anschluss gefunden, begannen sofort wieder zu schreiben. Ich jedoch fühlte mich fehl am Platz, wusste noch nichts von und über die neue Stadt – wie sollte ich dann darüber beichten? Der Blog wurde – wie ihr wisst – mein neues Ausdrucksmittel.
War das im Nachhinein ein Fehler? – Vielleicht. Aber ändern kann ich es nun auch nicht mehr und Reue darüber verspüre ich auch nicht. Es war in dem moment das Richtige für mich. Einige wenige neue Erfahrungen konnte ich dennoch sammeln – allerdings längst nicht auf dem Niveau, wie ich es von früher gewohnt war. „Wenn du dich hier bewiesen hast, kannst du vielleicht dann auch in dem Magazin für die Erwachsenen mitschreiben“, wurde mir in Aussicht gestellt. Nur blöd, dass ich mich in der Partykultur nicht beweisen konnte – da ich eben mehr in die schöngeistige Literatur- und Kulturszene passe. Schon immer. Schon damals. 

Ich muss ja ehrlich sagen – so pulitzerpreisverdächtig waren da einige Arbeiten von mir auch nicht. Ich habe beim Durchblättern sogar einen Artikel gefunden, in dem ich über Käsesorten geschrieben habe. Als Aufmacher der Seite. Und das war kein Sommerloch, Ladys und Gentlemen! 
Aber auch schöne Artikel fallen mir wieder in die Hand. Ein Artikel über einen besonderen Kirchenchor, bei dessen Probe ich eine Stunde lang Gänsehaut hatte. Ein Artikel über den Beruf des Tanzlehrers, für den meine Schwester herhalten musste. Ein Artikel über Jugendliche und Haustiere – übrigens auch mit meiner Schwester in der Hauptrolle, welche wir aber kackendreist umbenannt haben, damit es nicht auffällt. Jaja, so sind die Journalisten. 
Es gibt auch einen Aufmacher, für welchen ich sehr viel Lob eingestrichen habe damals. Selbst von der oberen Chefetage, die ich selbst niemals zu Gesicht bekommen hatte, wurde er positiv hervorgehoben. Lese ich ihn heute, weiß ich nicht mehr, warum. Er ist okay, aber er ist doch nicht perfekt. Da habe ich eigentlich schon bessere geschrieben. 

Dennoch kristallisiert sich langsam in meinem Unterbewusstsein wieder ein Gefühl heraus. Ein Gedanke, eine Gewissheit, die zu schwelen beginnt. Reportagen, Berichte, Schilderungen, Meinungen. Geschehnisse, die vom Leser weit entfernt passieren und durch meine Worte ihm vor Augen, mitten ins Herz geführt werden. Das ist es. 

Nach eingehender Betrachtung und Beratschlagung mit meinem Liebsten entscheide ich mich also für vier Artikel. Vier Arbeitsproben. Vier Stückchen meiner Geschichte. 
Ich bin nervös und habe Angst, dass sie mir nicht gerecht werden. Sind es die richtigen? Gefallen sie den Prüfern? Zeigen sie mich? 
Arbeitsproben. Das ist wirklich ein zweischneidiges Schwert. Hilfe zur Selbstfindung – und gleichzeitig Gefahr des Verlustes.