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7 Sachen #26

Ihr Lieben!

Heute habe ich wieder 7 Sachen für euch, für die ich an diesem Sonntag meine Hände gebraucht habe, egal ob für 5 Minuten oder 5 Stunden. Alle 7 Sachen findet ihr bei GrinseStern.

Heute habe ich…

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…mir genüsslich eine Scheibe Bärlauchkäse aufs Brot gelegt.IMG_2585

…fleißig geblättert, getippt und rezensiert.IMG_2587

…dabei gesund gesnackt.IMG_2589

…einen riesigen Berg Wäsche weggepackt, um dann einen kleineren wieder aufzuhängen.IMG_2590

…weiter die Aufholjagd im Project Life betrieben.IMG_2591

…noch schnell die nächste Woche geplant.IMG_2593…mit dem Abendessen vor der Nase den Fernseher angeschaltet.

Dass ich es nicht so mit Temperaturen jenseits der 25-Grad-Marke habe, habe ich ja schon mehrfach angemerkt. Entsprechend eklig war für mich Freitag und vor allem auch gestern. Denn zusätzlich zur Hitze kam auch noch diese drückende Schwüle. Bah! Gar nicht mein Wetter!

Darum habe ich mich mit möglichst kleinen Aufgaben betan – den Schreibtisch aufräumen (der blitzt jetzt richtig und ich hab wieder Plaaatz!) und ein bisschen am Project Life werkeln. Momentan mache ich eigentlich fast nichts anderes. Ich überlege schon, wie ich euch das am besten im Blog zeigen kann. Monatlich? Wöchentlich? Gar nicht? *kicher

Heute waren die Temperaturen zum Glück wieder angenehm. Das hat man gleich an meinem Arbeitseifer gemerkt, denn ich habe für einen Sonntag erstaunlich viel geschafft. Immer noch nicht so viel, wie erst vorgenommen – aber noch ist ja ein bisschen was vom Tag übrig. Und nachdem die Deutschen sich gerade schon ins Viertelfinale geschossen haben und meine Katze mir vor die Füße gekotzt hat (jaja, wenn die Augen größer als der Magen sind…), könnte ich doch jetzt nochmal was produktives tun…

Euch wünsche ich so oder so auf jeden Fall einen schönen Wochenstart! Bei mir sind es nur noch genau 14 Tage bis ich eine Woche Urlaub bei meiner Schwester antrete. Yay. ^^

Aquarellblumen Karte

Aquarellblumen zum Geburtstag

Ihr Lieben!

Schon ein bisschen länger her ist es, dass ich den Pinsel für eine Glückwunschkarte geschwungen habe. Aber dieses kleine Schmuckstück habe ich noch gar nicht mit euch geteilt. Das muss ich doch endlich mal nachholen! Voila: Aquarellblumen zum Geburtstag!

Aquarellblumen Karte

Der Werdegang ist tatsächlich ganz simpel gewesen: Ein Stückchen Aquarellpapier etwas kleiner als A6 geschnitten, darauf dann die Blumen mit meinen Schmincke-Farben gemalt, einen Gruß mit dem Klartext-Stempelset „Alles Liebe“ von danipeuss.de gestempelt und das Ganze dann auf einen Kartenrohling geklebt – fertig.

Aquarellblumen Karte

Die Blumen habe ich allerdings – so ehrlich möchte ich doch sein – nicht einfach aus dem Handgelenk geschüttelt. Ursprünglich gesehen hatte ich diese Art und Weise, Blumen mit Wasserfarben zu malen, bei der lieben Frau Hölle auf YouTube. Sie hat dazu ein tolles Tutorial gedreht, welches ich einfach nur mit meinen Mitteln nachgestellt hab. Das Ergebnis kann sich aber sehen lassen, wie ich hoffe. ^^

Aquarellblumen Karte Aquarellblumen Karte

Wenn ich das hier so sehe, habe ich direkt wieder Lust, ein bisschen zu malen. Seit Juni gibt es ja den Hobonichi Techo von Juli bis Dezember zu kaufen. Das reizt mich ja schon sehr, zumal das gute Stück nur etwa 11 Euro kostet. Dazu kämen aber nochmal 22 Euro Versand etwa – und da ist es mir dann doch vergangen. Super schade – ich würde wirklich gerne mit einem Art Journal anfangen… aber naja… vllt. irgendwann mal ^^

Verlinkt beim Creadienstag.

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7 Sachen #25

Ihr Lieben!

Heute habe ich wieder 7 Sachen für euch, für die ich an diesem Sonntag meine Hände gebraucht habe, egal ob für 5 Minuten oder 5 Stunden. Alle 7 Sachen findet ihr bei GrinseStern.

Heute habe ich…

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…mir schnell eine kleine Enttäuschung vor dem Sport einverleibt. (Die Banane war matschig…)IMG_2576

…mich nach dem unmotivierten Sportintermezzo mit leckerem Frühstück getröstet.IMG_2577

…die nächste Woche in für mich ungewöhnliche Farben gehüllt.IMG_2578

…ein bisschen Material für den Blog geshootet.IMG_2580

…mit einer Hand Melönchen gefuttert, mit der anderen getippt.IMG_2581

…die Abendbeschäftigung – Journaling im Project Life – bereit gelegt.IMG_2583…und vorher noch schnell Abendbrot gegessen. Nomnomnom.

Es wirkt nicht so – aber ich war dieses Wochenende verhältnismäßig fleißig. Ich habe den kompletten Januar und auch schon ein Stück vom Februar in meinem Project Life fertig gemacht. Außerdem bemuttere ich ein bisschen unsere Katze, denn die hat einen neuen Kratzbaum und eine neue XXL-Katzentoilette samt coolem neuen Streu gekriegt… und verschmäht beides mehr oder weniger sträflich. Katzen. *seuftz

Aber irgendwie habe ich dennoch das Gefühl, dass das Wochenende schon wieder mit einem Blinzeln vorbei war. Ich brauche langsam echt Urlaub. Wie gut, dass mein Plan, im Juli ein paar Tage zu meiner Schwester zu fahren, so langsam wahr zu werden scheint. Jetzt muss ich nur noch schauen, ob ich eine günstige Fahrt finde und dann nochmal bei der Kollegin absichern, dass ich zu der Wunschzeit auch wirklich abtrünnig sein darf. *__*

Mit diesem Gedanken lässt es sich doch fast gelassen den Montag ansteuern 😉 Ich wünsche euch auch einen guten Wochenstart und schaue morgen dann in Ruhe bei euren 7 Sachen vorbei ^^

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Project Life 2015 – Ergebnisse & Erfahrungen

Ihr Lieben!

Es ist schon ziemlich lange her, dass ich euch von meinem Project Life berichtet habe. Das hat genau 2 Gründe: Der erste – ich habe ewig gebraucht, bis ich mal losgelegt habe. Und zweitens: Der Dezember hat irgendwie auch nochmal Wochen gebraucht, um fertig zu werden. Das Resultat davon war, dass ich ständig hinterher gehangen habe und zwischenzeitlich schon befürchtet hatte, gar nicht mehr fertig zu werden. Und für 2016 sieht es gerade fast ähnlich aus – aaaaber, der Reihe nach. Wie war das also 2015 so mit dem Project Life?

Project Life – Ergebnisse

Zunächst einmal ein paar harte Fakten: Ich habe ein Sn@p Album von Simple Stories in 6×8“ benutzt sowie die dazugehörigen Page Protectors in eigentlich fast allen Formaten, die die Firma so anbietet. Als Karten habe ich mir einige Project Life Sampler von verschiedenen Core Kits bei danipeuss.de gekauft, ergänzt durch einige getauschte oder geschenkte Karten. Die Fotos waren hauptsächlich jene aus meinem Instagram Feed, nur wenige stammen nicht von dort.

Während viele wochenweise ihr Project Life betreiben, hielt ich das zunächst für utopisch (ich habe ja auch Recht behalten), weswegen ich von Anfang an das ganze monatlich führen wollte. Hierbei hatte ich aber stets die Sorge, nicht genug Platz für alles zu haben, weswegen ich versucht habe, so viel wie möglich, so wenig wir nötig auf eine Doppelseite, maximal 3 Seiten zu quetschen, um den Monat möglichst platzsparend abschließen zu können.

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Oh, was hab ich mich gestresst. Und eigentlich total umsonst. Denn nun ist das Album nur mehr oder minder halbvoll, die Seiten total vollgestopft und das Layout super chaotisch, da es ständig in den Formaten und Farben springt.

Auch die Verzierungen sind nicht wirklich üppig oder kreativ ausgefallen. Klar, muss es eigentlich auch nicht bei PL – aber so ein bisschen Chichi brauch ich doch zum Glücklichsein. Einfach nur ein Streifen Washi oder ein Wood Veneer Herzchen irgendwo hinzukleben erscheint mir da nicht ausreichend… Wobei manchmal schon – aber eben nicht immer. Und genauso sind solche interaktiven Dinge wie Tickets auf die Folien zu kleben nicht sonderlich schön für Project Life.

ProjectLife2015_3 ProjectLife2015_4 ProjectLife2015_5Project Life – Erkenntnisse

Für die Zukunft habe ich nun folgenden Plan geschmiedet: Das Albumformat bleibt erst einmal bei 6×8, denn so habe ich zumindest eine Chance, die Seiten auch voll zu bekommen. Die Fotos werden nicht mehr nur aus dem Insta-Feed genommen, sondern auch mal größere entwickelt. Die Folien werden nur noch 2-3 verschiedene Anordnungen haben, dabei vor allem das Format vier mal 3×4“. Ebenfalls für mehr Ruhe wird das Everyday Core Kit sorgen, mit dem ich dieses Jahr ausschließlich arbeiten will.

Als Embellishments werde ich mir Phrase Sticker zulegen, ein bisschen Wood Veneer und Kork Sticker hamstern, wenn ich mal etwas günstiges finde und Enamle Dots. Außerdem werde ich mir wohl ein, zwei StazOn Stempelkissen gönnen, da diese Farbe sehr gut auf Fotos halten soll. Ich habe auch schon spezielle Fineliner besorgt, mit denen ich auf Fotos schreiben kann. So wird das Journaling auch etwas abwechslungsreicher.

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Hier einmal meine Lieblingsseite von 2015 – das ist für mich der Orientierungswert für 2016!

Ihr seht also – ich gebe noch nicht auf. Und auch, wenn ich mal wieder spät starte mit dem Project Life für 2016, so hoffe ich doch, dass ich dieses Jahr zügiger voran komme und meine Pläne mir helfen, das effizient und dennoch schön zu gestalten :)

Wenn alles klappt, lesen wir uns demnächst mit den nächsten Zwischenständen wieder 😉

Verlinkt beim Creadienstag.

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7 Sachen #24

Ihr Lieben!

Heute habe ich wieder 7 Sachen für euch, für die ich an diesem Sonntag meine Hände gebraucht habe, egal ob für 5 Minuten oder 5 Stunden. Alle 7 Sachen findet ihr bei GrinseStern.

Heute habe ich…

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…bis zur letzten Seite geblättert.IMG_2567

…schwarz-weißen Pelz durchgekrault.IMG_2568

…alte Freundschaften wieder aufleben lassen – und sie dann verspeist ^^IMG_2571

…Beute ent-etikettiert und lieb gehabt.IMG_2572

…mit neuem Material gespielt – endlich!IMG_2573

…ein bisschen Farbe in die kommende Woche gebracht.IMG_2574

…den Sommerurlaub geplant.

Jaaa… wie war das? Mir steckt die Geburtstagsfeier vom Deep Ground Magazin noch etwas in den Knochen? Dass sie mir *so sehr* in den Knochen stecken würde, dass ich nicht mal einen Blogpost seit letztem Sonntag fabrizieren würde, hatte ich tatsächlich nicht geahnt. Asche über meinen Kopf. Aber naja – es waren auch ein paar andere Dinge noch dran Schuld. Ich gelobe aber Besserung!

Gestern war ich aber nochmal ganz unverfroren nicht am Schreibtisch fleißig, sondern mit dem Liebsten im Kino (X-Men: Apocalyse. Hat ihn wer gesehen? Wie fandet ihr ihn?) und danach noch kurz shoppen. Meine eigentlich anvisierte Beute wollte nicht so wie ich –  dafür sind mir ein paar andere schöne Schätzchen in den Schoß gefallen. ^^

Mit dem heutigen Sonntag habe ich aber immerhin ein bisschen was nachgeholt. Denn das neue Project Life wurde angefangen – Zeit das alte endlich mal mit euch zu teilen, oder? 😉 Ich muss glaub ich mal so langsam wirklich richtig Urlaub machen, damit ich alles schaffe, was ich so im Sinn hab. Aber auch das wird werden ^^ Wie ihr seht – ich plane nämlich ein paar Tage bei meiner Schwester zu verbringen. Und je nachdem kann ich dort sicherlich auch ein bisschen was werkeln 😉

Davor steht aber noch ein bisschen was an. Vor allem viiiiel Arbeit. Aber das ist nichts neues und das geht den Menschen wie den Leuten. ^^ Ich wünsche euch also einen guten, entspannten Wochenstart und bin zuversichtlich, nächste Woche euch wieder mit mehr Inhalten zu versorgen/beglücken/nerven 😉

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7 Sachen #23

Ihr Lieben!

Heute habe ich wieder 7 Sachen für euch, für die ich an diesem Sonntag meine Hände gebraucht habe, egal ob für 5 Minuten oder 5 Stunden. Alle 7 Sachen findet ihr bei GrinseStern.

Heute habe ich…

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…ein spätes, leckeres Frühstück in lieber Gesellschaft genossen.IMG_2669

…die Lieblingsohrringe betrauert.IMG_2671

…Gepäck zusammengerafft, verladen und wieder ausgeladen.IMG_2673

…vor lauter Vorfreude ein verwackeltes Foto vom Geschenk-Auspacken geschossen.IMG_2674

…das zittrige Händchen (und den knurrenden Magen) mit einem Sandwich beruhigt.IMG_2676

…ein bisschen Wochenendergebnisse gesichtet und am PC rumgedaddelt.IMG_2678…und hier die weitere Abendbeschäftigung schon einmal bereit gelegt.

Oh man, ich bin eeeecht müde und erschöpft. Aber auch glücklich! Wir waren das Wochenende ja in Berlin, denn das DeepGround Magazin hat seinen 2. Geburtstag gefeiert. Wir Redakteure sind also von nah und fern in die Hauptstadt gereist und haben dort mit einer lustigen Band und Berliner Publikum in uriger Location gestern eine fette Geburtstagsparty gefeiert.

Es gab Kuchen, nette Worte, Geschenke, ein Konzert und viele tolle Gespräche und Erlebnisse. (u.a. für mich wohl eine der lustigsten Dinge: Mein Liebster war ebenfalls da und hat in dem Bassisten der Band einen Bekannten, den er schon seit 14 Jahren etwa nicht mehr gesehen hat wiedererkannt. Die Welt ist ein Dorf!) Besonders schön war es natürlich meine liebe Iv + ihren Liebsten, mein liebes elenchen und dann auch ein ganz liebes befreundetes Pärchen an diesem WE wiedersehen zu können. Besonders Iv und ihr Liebster hatten es ja mit sehr widrigen Umständen bei der Anreise zu tun (garstige Drecksstaus!) – das tat mir total leid. Aber ich habe mich sehr gefreut, dass sie sich dann davon nicht die Feierstimmung vermiesen lassen haben 😀

Insgesamt habe ich gestern also so viele liebe Menschen getroffen, dass ich nachts – um … 3 Uhr? 3:30 Uhr? auf jeden Fall mega spät sehr glücklich aber auch total fertig ins Bett gefallen bin. Heute war dann entsprechend wenig los. Wir haben den Tag so weit es ging gemütlich beginnen lassen und dann die Heimreise angetreten. Seit wir zur Tür hinein gekommen sind, gähnen wir beide aber mächtig um die Wette. Wir sind vielleicht doch zu alt für solche Sachen *kicher

Darum werde ich mich jetzt auch auf die Couch verkrümmeln. Ich hoffe, euer WE war auch toll und ihr habt einen schönen Wochenstart :)

Marie-Sabine Roger – Die Küche ist zum Tanzen da

Ihr Lieben!

Ich war ihr bei „Das Labyrinth der Wörter“ schon sehr zugeneigt. Mit „Der Poet der kleinen Dinge“ zeigte sie mir eine andere Seite von sich, die mich ebenfalls umfing. Und spätestens seit „Das Leben ist ein listiger Kater“ bin ich ihr verfallen. Die Rede ist von Marie-Sabine Roger. Kein Wunder also, dass ich auch den neuesten Titel aus ihrer Feder haben musste: Die Küche ist zum Tanzen da. Aber ob einem hier wirklich zum Tanzen zumute ist?

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Die Handlung.

Der Klappentext verspricht einfühlsame und berührende Geschichten über die Wunderlichkeiten des Lebens, in dem immer alles anders kommt, als man denkt: Eine Rollstuhlfahrerin begegnet zwei ziemlich bodenständigen Engeln und lernt mit ihrer Hilfe fliegen. Eine alte Dame wird abgöttisch von ihrem Papagei geliebt, der misstrauisch ihre Sorge um die undankbaren erwachsenen Kinder beobachtet. Eine schüchterne Sekretärin adoptiert ein Kätzchen, ohne zu ahnen, dass sich dadurch alles ändern wird. Vierzehn humorvoll erzählte Geschichten von der Suche nach dem Glück, von Erinnerungen und Sehnsüchten – ein Buch, das tröstet und befreit.

Éliette und Léonard.

Sie hat noch nie ein Händchen für Blumensträuße gehabt. Sie macht Blumenbüschel. Kuddelmuddel in Vasen. Auch wenn sie einen Schritt zurücktritt, wiederkommt, korrigiert, bleibt es unansehnlich, windschief. Das ist eine ihrer Unfähigkeiten. Sie hat noch andere. Dafür liebe ich sie. 
Ich mache mich nicht lustig: Ich kenne sie eben, das ist alles. Ich kenne sie schon lange.
(…)
Sie bemüht sich, ein Gesteck zustande zu bringen, etwas Hübsches. Oh, und wie sie sich bemüht! Seit zwei Tagen schon ist sie ganz hektisch. Seit sie angerufen haben. 
(…)
Sie sind lange nicht mehr da gewesen… Ja, wie lange eigentlich?
Die Schweinehunde.

Die Küche ist zum Tanzen da, S. 7.

Die Kritik.

Bei diesem Klappentext erwartete man doch eigentlich eine amüsante Unterhaltung – mal etwas bissig, so ist Roger nun einmal, dann aber auch schnell wieder charmant und weise. Was einem in diesen Erzählungen dann aber begegnet, ist alles andere als das.

Zwar ist der Schreibstil schon ganz typisch Marie-Sabine Roger. Die Französin nimmt nie ein Blatt vor den Mund, sondern wählt eine klare, deutliche Sprache, die mit ihrer Direktheit dem inneren  Ästheten gelegentlich vor den Kopf stößt, zum Glück aber nie das Maß überschreitet und ins Vulgäre abdriftet. Allerdings kann sich nie von vornherein auf soetwas eingestellt werden, denn die Zusammenstellung der Erzählungen wechselt beständig zwischen solch direkten Texten und ganz zarten, poetischen Geweben, die sich sanft anschmiegen. Und wenn man gerade noch in der einen Sprache hängt, fällt es manchmal schwer, sich so ruckartig auf die neue einzulassen.

Auch inhaltlich ist die Bandbreite groß und dabei doch ganz anders als gedacht. Die unterschiedlichen Geschichten ranken sich alle eher melancholisch um die Welt und die Suche nach dem Glück. Die Autorin kreiert Charaktere, die einen seltsamen Blick auf das Leben haben. Und während einige Geschichten wunderschön mit der Erwartungshaltung der Leser spielen – beispielsweise in „Das Brautpaar“ oder bei „Wie macht sie das nur?“ – schlagen einem andere Erzählungen nahezu ins Gesicht und hinterlassen tiefe Furchen, wie „Vic“ oder „Eine Nachtwache“.  Hier bleibt einem das Lächeln im Halse stecken, das Gesicht friert ein und man fragt sich, ähnlich wie früher zu Schulzeiten: Was will der Dichter uns damit wohl sagen?

Vielleicht, dass ein Happy End eben nicht immer möglich ist. Oder vielleicht auch, dass das, was gemein hin als ‚Happy End‘ anzusehen ist, nicht für jeden auch wirklich so funktioniert. Gerade die letzte Erzählung „Die Theorie vom Hund auf dem Baum“ führt diesen Gedanken perfekt aus. Und während die Geschichte ihre unterschiedlichen, teilweise unappettitlichen Wendungen nimmt, so ist da am Ende trotzdem dieser Mensch, der glücklich ist. Und man denkt sich nur – ich wäre auch gern glücklich!

Das Fazit.

„Die Küche ist zum Tanzen da“ ist schwierig einzuschätzen. Die einzelnen Geschichten sind zu unterschiedlichen Zeitpunkten von der Autorin veröffentlicht und erst im Nachhinein zusammengestellt worden. Darum erscheinen sie nicht so sehr aus einem Guss, wie die Romane von Roger. Dennoch ist fast jede Geschichte für sich genommen eine kleine Perle. Man sollte ihr nur Raum geben, sich zu entfalten. „Die Küche ist zum Tanzen da“ ist kein Fast Food, sondern sollte bewusst gekaut und erschmeckt werden, damit es zu keiner Magenverstimmung kommt, sondern sich der rechte Genuss einstellt. Somit gibt es von mir durchaus eine Leseempfehlung.

Die harten Fakten:

Marie-Sabine Roger – Die Küche ist zum Tanzen da.
18,00 €
erschienen im Atlantik Verlag
ISBN: 978-3-455-60028-5

Ich bedanke mich beim Atlantik Verlag für die kosten- und bedingungslose Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!