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Sieben Tage, Sieben Sketche – Tag zwei!

Ihr Lieben!

Und weiter geht’s im bunten Reigen! Heute zeige ich euch das Layout für Tag zwei der #7t7s-Challenge von der wunderbaren Mel. Es ähnelt dem ersten Tag ein bisschen – aber ist dann irgendwie doch wieder ganz anders. Und trotz einiger Schwierigkeiten und Probleme mag ich das Ergebnis doch am Ende sehr.

Nähmaschinen und ich – keine gute Mischung!

Der Sketch für den Tag zwei gefiel mir von Beginn an sehr gut. Kreise mag ich eh sehr und ich hatte direkt die Überlegung, ob man hier was mit Vellum zaubern kann. Da ich ja aber auf einem rechteckigen Format arbeite, musste das Ganze wieder etwas anders arrangiert werden. Dass am Ende alles noch ein bisschen mehr anders aussehen sollte, als ich mir das erst vorgestellt hatte, war aber irgendwie klar, oder?

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Also Vellum. Ich schnappte mir meine Bigshot und überlegte, welche Größe Kreise für ein 6×8 Layout passen könnte. Im Endeffekt denke ich mir jetzt im Nachhinein, hätte es gern noch eine Nummer größer sein dürfen – aber so ist es auch ganz nett. Die Vellum-Kreise musste aber, damit sie wirken konnten, noch eine Bühne im Hintergrund bekommen.

Ich war ja ohnehin gerade so schön dabei – also habe ich spontan drei verschiedene Farben (passend zu den Tönen auf dem Foto) Heidi Swapp Color Shine geschnappt und wieder munter losgematscht. Das Ganze wurde richtig knallig – und dann aber um das Foto herum schön vom Vellum abgemildert. Dabei stachen die runden Formen leider nicht ganz so sehr heraus, aber nun gut.

Um dem Ganzen noch einen Rahmen zu verpassen, wollte ich gerne etwas Papier oben und unten aufnähen. Ein Zickzackstich war in meinem Kopf ideal. Doch meine Maschine hat daraus irgendwas anderes gemacht. Ich habe nicht rausbekommen, woran das lag, aber ich bin seitdem wieder sehr schmollig mit ihr. Dabei gefällt mir die Optik des Genähten eigentlich wirklich gut.

Der letzte Schliff war dann mit ein bisschen grauen Faden, dem Title, etwas Journaling und schwarzen Enameldots schnell verliehen. Et voila.

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Das war also mein Ergebnis zu Tag zwei. Ich mag es ganz gerne – auch wenn ich die Farben eigentlich unwinterlich finde. (Zur Erklärung: Das Foto wurde am 18.12.2016 aufgenommen und wir trinken weißen Glühwein bzw. Kinderpunsch.) Aber wenn die Optik stimmt, ne? ^^

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Marie-Sabine Roger – Ein Himmel voller Sterne

Ihr Lieben!

Juchu! Ein neuer französicher Roman aus dem Atlantik Verlag! Und dann auch noch von Marie-Sabine Roger! Den *musste* ich einfach haben. Und just als ich „Ein Himmel voller Sterne“ endlich zwischen den Fingern hatte, konnte ich es auch fast nicht mehr weglegen. So viel sei schon jetzt verraten: Ein tolles Stückchen Literatur!

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Der Inhalt.

Jeder Autor hat seine Muse. Das ist nicht immer ein hübsches, junges Mädchen oder eine sinnlich-geheimnisvoll Frau. Manchmal ist es auch ein über Siebzig Jahre alter, grummeliger Nachbar, der einen mit Whisky vollpumpt und immer einen bissigen Spruch auf Lager hat. So zumindest erging es Merlin, seines Zeichens Illustrator und Autor. Sein Freund Laurent bildet die Vorlage für seinen Comic-Helden Wild Oregon. Doch was tut man, wenn die Muse stirbt?

Und was, wenn diese einem dann auch noch ein Testament hinterlässt, indem der letzte Wunsch lautet: Lass mich die Liebe meines Lebens finden! Nun sitzt Merlin da und weiß nicht weiter. Verzweifelt über den Tod des besten Freundes und völlig überfordert von dieser Verantwortung droht Wild Oregon für immer zu scheitern. Doch dann findet der 94-jährige Onkel von Laurent seine Liebe und plötzlich scheint alles möglich…

Die Kritik.

Allein die Handlung. Es ist ein Genuss. So herrlich bizarr, so wundervoll verschroben. Das musste aus einer französischen Feder fließen. Schon der Klappentext klang in meinen Ohren sehr viel versprechend. Und ich muss sagen – auf den knapp 300 Seiten wurde ich nicht enttäuscht.

Zum einen ist das Charakterdesign einfach nur liebevoll und detailreich. Die Figuren haben Ecken und Kanten, sind schrullig und einfach echte Typen. Doch dabei verlieren sie nie den Boden unter den Füßen. Sie sind greifbar und real – und eigentlich wünscht man, es wären die eigenen Nachbarn. Aber nein, sie leben in einem kleinen abgelegenen Ort, irgendwo in der französischen Pampa. Trotzdem scheinen sie einem direkt, nah und unfassbar sympathisch zu sein. Marie-Sabine Roger versteht es, Menschen zu formen!

Und sie versteht es, diesen Steine in den Weg zu legen, sie darüber stolpern zu lassen und ihre inneren Vorgänge mit wenig Tamtam und auf den Punkt gebracht zu vermitteln. So leidet man mit Merlin. Erst wegen des Verlustes, dann wegen der schweren Bürde. Man durchlebt all die Phasen eines Künstlerdaseins: Die Selbstzweifel, die Verzweiflung, der plötzliche Geistesblitz, die pure Euphorie und das wohlige Zurücklehen am Ende. Doch bis dahin ist es ein weiter Weg.

Diesen hat die Autorin aber auf ganz besondere Weise gestaltet. Denn da man stets aus Merlins Perspektive erzählt bekommt und dieser nun mal ein Illustrator ist, werden zwischendurch viele Gedankenspiele, emotionale Situationen und auch einfach witzige Ideen des Malers in einer Art kleinen Bildbeschreibung fast skizzenhaft eingefangen. Diese Erzählweise ist neu und ungewohnt, aber nicht sperrig. Im Gegenteil – sie verleiht dem Ganzen einen noch persönlicheren Touch und bringt die Künstlerseele wundervoll zum Ausdruck.

Das Fazit.

„Ein Himmel voller Sterne“ ist ein wirklich schönes Stück Literatur. Kurzweilig, unterhaltsam, dabei aber nicht unbedeutend, denn die Emotionen der Figuren vermögen es, den Weg vom Papier direkt in das eigene Herz zu finden. Aber keine Sorge, der Roman ist keine Kitschschlacht, sondern ein typischer Roger – also mit viel Wortwitz und Ironie gewürzt. Wahrscheinlich berührt er vor allem, weil er so echt ist. Somit bleibt mir an dieser Stelle nur zu sagen, dass ich dem Buch auf jeden Fall eine uneingeschränkte Kaufempfehlung ausspreche!

Die harten Fakten:

Marie-Sabine Roger – Ein Himmel voller Sterne
20,00 €
erschienen im Atlantik Verlag
ISBN: 978-3-455-60057-5

Ich bedanke mich beim Atlantik Verlag für die kosten- und bedingungslose Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!

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Sieben Tage, sieben Sketche: Tag eins – von Anfang an!

Ihr Lieben!

Inzwischen ist die Sieben Tage, Sieben Sketche Challenge von der lieben Mel ja schon längst wieder vorbei. Ich habe übrigens durchgehalten und tatsächlich alle Sketche umgesetzt. Entsprechend liegen hier gerade so einige Dinge herum, die ich euch gerne noch zeigen würde. Aber der Reihe nach. Beginnen wir doch mit Tag eins!

Mel kann Gedanken lesen!

Das dachte ich mir wirklich, als sie den ersten Sketch der Challenge veröffentlicht hatte. Denn ich hatte darauf gehofft, dass irgendwann einer mit 3 Bildoptionen kommt. Und siehe da – gleich der erste ein Treffer! Entsprechend wusste ich auch ziemlich schnell, welche Fotos und wie ich das Ganze anpacken wollte.

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Da ich zudem mir auch extra Mixed Media Papier gekauft hatte, war ich wild entschlossen, die sogenannte Packaging Technik endlich einmal auszuprobieren. Da ich das Oktober-Kit der Scrapbook-Werkstatt nutzen wollte, suchte ich mir dort Papier aus einer Farbfamilie aus – blau – und wählte dann dementsprechend die Heidi Swapp Color Shine Farb-Sprays in 2 Blautönen aus.

Das Ganze nun also nur noch auf ein Stück Folie sprühen und dann nach Herzenslust auf das Papier matschen, schieben, drücken, stupsen, patschen – oder wie Adele immer so hübsch sagt: „smuuuuuush!“ Das habe ich an allen drei prominenten Stellen, wo später die Fotos hinkommen sollten getan. Danach drei Streifen zugeschnitten, die Fotos mit etwas Vellum hinterlegt und dann noch hell- und dunkelblauen Faden geknüddelt hinter die Fotos gepackt – da war die eine Seite auch schon fertig.

Der Rest wurde nur noch mit dem Title, etwas Journaling und noch ein wenig Verzierung in Form eines Chip Board Stickers und einiger Enamel Dots ausbalanciert – und zack, da war das erste Layout fertig. Inspiriert wurde das Ganze übrigens von Missy Whidden, die diesen Stil perfektioniert hat.

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Insgesamt mag ich das Gematsche im Hintergrund total gerne und bin somit mit dem Erstlingswerk der Challenge auch wirklich zufrieden. Das hat sich denk ich positiv auch auf den Rest ausgewirkt. Dazu aber demnächst mehr.

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Meine Top 3: Wenn der Film das Buch schlägt…

Ihr Lieben!

Ganz ehrlich? Ich bin ja eigentlich ein Mensch, der es nicht hören kann, wenn immer gesagt wird: „Im Buch war das aber anders!“ Leute! Filme und Bücher sind unterschiedliche Medien mit unterschiedlichen Möglichkeiten, Vorteilen und Nachteilen. Was in einem Buch ausufernd und detailliert auf acht Seiten beschrieben werden kann, muss zu Gunsten der Dynamik in einem Film vielleicht in wenigen Sekunden eingefangen oder ganz weggelassen werden. Es sind beides eigene Kunstwerke. Und somit bin ich eigentlich ein Freund davon zu sagen: „Der Film war anders, aber dennoch gut.“

Manchmal muss aber auch ich einräumen, dass die Kluft zwischen Buch und Film einfach zu groß ist und die Interpretationen doch ein bisschen sehr seltsam sind. Aber – und nun kommen wir zum Kern dieses Posts – ab und an verhält es sich auch umgedreht und die Verfilmungen sind für mich einfach stimmiger, runder, spannender. Diesem Phänomen bin ich einmal nachgegangen und zeige euch heute meine Top 3: Wenn der Film das Buch schlägt!

Top3-Film-vor-Buch-ChocolatPlatz 3 – „Chocolat“

Kennt ihr den Film? Es geht um die alleinerziehende Vianne, die mit ihrer Tochter Anouk in ein kleines verschlafenes französisches Nest zieht und dort eine Schokolaterie eröffnet. Damit fällt sie insbesondere dem Bürgermeister unangenehm auf, beginnt doch die christliche Fastenzeit. Es entbrennt ein unterschwelliger Machtkampf zwischen ihm und Vianne, der das Dorf immer mehr zu spalten scheint. Als auch noch Fluss-Vagabunden auftauchen und sie sich mit diesen zu verbrüdern scheint, reißt dem Stadtoberhaupt der Geduldsfaden.

Ich habe zuerst den Film gesehen, in welchem Vianne von Juliette Binoche gespielt wird, die sich natürlich in den Flusspiraten Roux vergucken muss – wie kann sie auch nicht, wird er doch von Johnny Depp gespielt. Die ganze Szenerie, die Atmosphäre und Erzählweise des Films sowie auch die Musik dazu strahlen diese unglaublich schöne, vielleicht ein wenig melancholische Leichtigkeit aus. Ich hatte gehofft, dass das Buch von Joanne Harris diesen Zug ebenfalls in sich trägt. Aber ich muss sagen – so sehr ich es auch mochte, an den Film kommt es leider nicht ganz heran. Selten bevorzuge ich bewusst eines der Medien vor dem anderen – hier war es aber der Fall. 

Es gibt inzwischen sogar eine Fortsetzung, welche mir vom Klappentext her schon etwas wirr erscheint, weswegen ich sie noch nicht gelesen habe. Lieber greife ich dann doch zur DVD und schwelge nochmal mit den Akteuren im Schokoladenfieber.  

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Platz 2 – „Harry Potter und der Phoenixorden“

Den Jungen, der überlebt hat, kennen wohl inzwischen alle. Wenn schon nicht aus den Büchern, dann ist er doch wohl durch die Verfilmungen schon den meisten begegnet. Ich bin, wie wohl die meisten meiner Generation, mit dieser Geschichte aufgewachsen und so wie ich reifer wurde, wurde
auch Harry … naja, er kam in die Pubertät. Zumindest ist das immer so mein Eindruck, den ich von Band 5 habe.

Denn innerlich rebelliert in mir alles, wenn ich an das Leseerlebnis von damals zurückdenke. Irgendwie habe ich nur im Gefühl, dass er ständig am Rumheulen und Jammern war und allen vor den Kopf gestoßen hat, die ihm helfen oder ihn verstehen wollten. Nerviger Junge (oder besser: armer, hormongeplagter Junge?) Wie auch immer. Dieser Teil hat mir Harry Potter auf jeden Fall lange Zeit mies gemacht und ich habe mich tatsächlich mehrere Jahre geweigert, Band 6 und 7 zu lesen, geschweige denn die Filme zu schauen. (Inzwischen bin ich damit wieder versöhnt, keine Sorge ^^) 

Mit sehr gemischten Gefühlen habe ich mir also noch den fünften Teil im Kino angesehen und meine Reaktion danach war tatsächlich ein völlig irritierter und gleichzeitig erleichterter Aufschrei, dass dieser Film ja so viel besser war, als das Buch. Und sowas aus meinem Munde! Ich war selbst ein bisschen erschüttert. Aber er hatte für meinen Geschmack längst nicht all diese nervigen und zähen Züge, die mir das Buch irgendwie verleidet haben. Er war flotter, direkter und ohne zu viel emotionalen Balast (und sowas auch aus meinem Mund – wo ich doch sonst die emotionale Obernudel schlechthin bin… ^^).

Während ich also die Bücher 1-4 alle etwa drei bis fünf Mal gelesen habe und Teil 5-7 nur einmal, habe ich die Filme hingegen wohl insgesamt schon sehr sehr häufig gesehen und muss eben sagen, dass mir „Harry Potter und der Phoenixorden“ immer besser gefallen wird, als die Vorlage. Ähnliches hat sich ja auch bei Band 7 wiederholt, da allerdings nicht ganz so drastisch. ^^

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Platz 1 – „Der Teufel trägt Prada“

Also selbst, wenn man keine Fashionikone ist, kam man wohl an diesem Film nicht vorbei. Die Besetzung ist mit Merryl Streep und Anne Hathaway ohnehin schon einfach grandios, die Story macht ihn umso besser. Der Plot ist schnell erzählt: Junges Mädchen will Journalistin werden und landet als Assistentin des größten Drachens in der Medienbranche bei einer Modezeitschrift, wo sie eine harte Schule durchlaufen muss, sich fast selbst verliert und zum Schluss aber doch die Notbremse zieht und eine lebensumstellende Entscheidung trifft. Doch auch schon das Tempo, die Musik und dazu die – seien wir ehrlich – zum Großteil einfach echt tollen Klamotten machen diesen Film sehenswert und amüsant!

Sehr begeistert nahm ich also eines Tages die Romanvorlage von Lauren Weisberger von einem Buchausverkauft mit und begann zu lesen. Und quälte mich von da an durch die Seiten des Romans. Wo war der Witz, die Leichtigkeit und der Charme der Geschichte hin – oder besser noch: Wo war die Geschichte hin? Denn hier verlief alles ganz anders. Andy war nicht in einer Wohnung mit ihrem Freund, sondern in einer winzigen WG mit ihrer Freundin Lilly, die nebenbei bemerkt ein Alkoholproblem hat und zum Ende hin noch einen Unfall baut, der Andy erst zum Schluss in das Bewusstsein holt, dass menschliche Beziehungen wichtiger als die Karriere sind. 

Der Roman ist sicherlich nicht schlecht, aber der Film ist in meinen Augen spezieller und bissiger. Leute, die zu erst das Buch in den Händen hielten, werden wohl die gleichen Gefühle nur umgekehrt verspüren, wenn sie sehen, was aus der Vorlage gemacht wurde. Ich hingegen bin mit diesem Werk wesentlich glücklicher als mit dem Buch.  

Kennt ihr dieses Problem auch? Was sind denn für euch solche Fälle? Schreibt mir gerne ein Kommentar und berichtet mir von euren schockierenden Film-schlägt-Buch-Momenten 🙂 

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#7t7s vol.6: Tag vier

Ihr Lieben!

Ich bin ja ein bisschen baff, dass das wirklich passiert, aber tatsächlich nehme ich gerade – recht erfolgreich – an der grandiosen 7 Tage, 7 Sketche Challenge von der lieben Mel teil. Die Regeln? Jeden Tag veröffentlicht Mel auf ihrem Blog einen Sketch, für den wir 3 Tage Zeit haben, um ihn kreativ umzusetzen. Ob als Layout, als Karte, als Mixed Media Seite oder was gänzlich anderes. Wer sich bei ihr verlinkt, hat außerdem noch die Chance, einen Tagespreis zu gewinnen.

Kopfzerbrechen an Tag 4

Nachdem ich also für die Sketche eins, zwei und drei recht schnell eine Idee hatte, musste ich bei diesem hier echt eine Weile grübeln. So abstrakt-schräge Geschichten liegen mir, glaub ich, nicht ganz so gut. Aber siehe da – nach ein bisschen Rumgrübeln und etwas sinnlosem Surfen auf Instagram hatte ich plötzlich DIE Idee…

Sketch für Tag 4

Sketch für Tag 4

Ich wollte gerne ein Foto aus dem Hochzeitsshooting vom vergangenen Oktober verarbeiten. Da diese ja ohnehin sehr herbstlich waren, sollte auch das restliche Layout entsprechend werden. Vor einigen Monaten hatte ich mir u.a. dafür extra das Oktober-Kit der Scrapbook Werkstatt gegönnt, weil die Farben perfekt passten und auch ein Holz-Papier dabei war.

Auf Instagram hatte ich irgendwo beiläufig etwas gesehen, wo ein Mädel Papierstreifen für ein Hintergrundelement verwoben hat. Und weil ich diese Technik schon lange mal anwenden wollte, dachte ich mir: Das sieht mit Holzmuster sicher cool aus! Gesagt getan (allerdings habe ich dafür 2 Papier aus dem 6×6 Sn@p Basics Wood & Notebook Paper Pad von Simple Stories genommen)!

Das Ganze hat echt eine Weile gedauert – aber es hat wirklich Spaß gemacht! Wird sicherlich nicht das letzte gewebte Element bei mir gewesen sein. Als es fertig war, habe ich es auf der Rückseite komplett einmal mit Schmierpapier beklebt, damit es beim Zuschneiden nicht direkt wieder in seine Einzelnteile zerfällt. Der Rast war dann mit dem Oktober-Kit wirklich einfach und super schnell gemacht. So mag ich das!

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Die Ergbnisse der übrigen Tage werde ich euch natürlich auch bald hier auf dem Blog zeigen. Wer schon mal ein bisschen was sehen will, kann aber auch gerne bei mir auf Instagram vorbeischauen. Da poste ich zunächst die fertigen Layouts.

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Hobonichi – kann man das essen?!

Ihr Lieben!

Im Dschungel der kreativen Auslebungsoptionen gibt es wirklich viel zu entdecken: Art Journal, Junk Journal, Travelers Notebook, Mixed Media Journal… Ein ganz besonderes Schätzchen möchte ich euch aber heute vorstellen. Er schlägt nämlich eine interessante Brücke zwischen Planner, Tagbuch und Art Journal und ist darum für viele verschiedene Menschen eine prima Plattform. Die Rede ist vom Hobonichi.

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Was ist ein Hobonich?

Ursprünglich stammt dieser kleine Freund – sein voller Name lautet Hobonichi Techo – aus Japan. Dort wurde dieser Kalender entwickelt, um eine möglichst große Spanne an Individualisierungs-Möglichkeiten zuzulassen, sodass jeder Kunde aus seinem Hobonichi das machen konnte, was er wollte.

Es gibt ihn in verschiedenen Ausführungen. Der klassische ist im Format A6, hat zunächst Monatsübersichten und danach folgt die Aufteilung Ein Tag pro Seite. Eine ähnlich Variante ist in A5 zu erhalten – dort gibt es jedoch zusätzlich noch eine vertikale Wochenübersicht. Die dritte Variante ist schließlich der Weeks, der ein schmales, längliches Aussehen hat und auf der linken Seite eine Wochenübersicht und rechts Platz für Notizen anbietet. Die Kalender gibt es in A6 auch noch in Englisch und sogar in einer geteilten Variante (das heißt, das Jahr kommt in 2 Büchern).

Japaner und ihr Design: die Cover

Natürlich kann der Hobonichi einfach so verwendet werden. Jedoch sieht das Konzept noch eine Hülle vor, welches den an und für sich schmalen, leichten Kalender schützen soll. Die sogenannten Cover bestehen meist aus Kunstfasern, einige aber auch aus echtem Leder oder Stoff. Sie gibt es in allen möglichen Farben und Designs. Als zusätzlicher Schutz kommt noch ein Cover-on-Cover darüber, also eine durchsichtige, stabile Kunststoff-Hülle.

Die Hobonichis werden in diese Hüllen wie in Buchumschläge hineingesteckt, es gibt noch kleine Lesezeichen und extra Taschen. Ganz typisch ist außerdem der Verschluss: Sowohl rechts, als auch links ist eine Schlaufe, die übereinander liegen, wenn man den Kalender zuschlägt. Dies sind die Stiftschlaufen, die mit einem Stift als Verschluss fungieren. Einige Cover funktionieren auch mit einem rundherum verlaufenden Reißverschluss.

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Der Sinn und Zweck des Hobonichi

Langer Rede, noch kein Punkt. Die Frage ist doch nun – was macht man mit diesem Teil? Die Antwort: Alles was man will! Es gibt Menschen, die den Hobonichi tatsächlich als Kalender benutzen. Meiner Meinung nach verwendet die große Mehrheit seiner Fangemeinde das gute Stück jedoch als eine Art illustriertes und dekoriertes Tagebuch!

Denn das besondere am Hobonichi ist das Tomoe River Paper. Die Seiten des Kalenders sind also sehr sehr dünn, fast wie in einer Bibel – aber wenn man auf ihnen schreibt oder sogar mit Aquarellfarben darauf malt – blutet nichts durch. Das Papier ist unglaublich widerstandsfähig und einfach grandios!

Darum verwenden viele Menschen – so auch ich – ihren Hobonichi als ein Art Journal, ein gemaltes Tagebuch. Und falls mal nicht ganz so viel passiert ist: Auch als Skizzenbuch ist der Hobonichi ideal. Und international gibt es viele Zeichen-Challenges, denen sich die Hobonichi-Besitzer stellen und mit den täglichen vorgegebenen Themen dann kleine Kunstwerke erschaffen.

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links: ein Tagebucheintrag, rechts: ein Thema der Hobonichichallenge auf Instagram

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Das Papier wellt sich zwar etwas, aber man sieht nahezu nichts von der bemalten und beschrieben Vorderseite durch!

Mein Hobonichi und ich

Im Juli 2016 habe ich meinen ersten Hobonichi erhalten. Zunächst sehr ambitioniert und begeistert losgelegt, musste ich dann doch bald feststellen, dass mir auf täglicher Basis schnell die Puste ausging. Es wurde für mich immer mehr Pflicht als Freude – und irgendwann blieb er dann liegen. Halb leer, mit unzählich vielen Notizen von Tagen, die ich vorsorglich mit Bleistift vermerkt hatte, um im Nachhinein noch rekonstruieren zu können, was wann passiert war.

Darum dachte ich eigentlich, 2017 würde ich wieder passen. Aber es zuckte mir doch sehr im Finger. Und nach einigem Hin und Her und vielen Diskussionen mit mir selbst habe ich mich dann doch durchgerungen und mir einen (gebrauchten) Hobonichi geleistet. Sogar mit einem neuen Cover – der kleine Polarbär war zwar nicht meine erste Wahl, aber inzwischen mag ich ihn ganz gerne.

Ich habe mir selbst auch nicht auferlegt, das Ganze wieder als striktes Tagebuch anzugehen. Der Hobonichi soll dieses mal sehr viel freier eingesetzt werden. Ein Mix aus Memorykeeping, Challenges und einfach ungefiltertem Herumkritzeln. Ein bisschen was von allem also. die ersten Wochen haben schon gut geklappt. Durch meine dann leider etwas holperige Gesundheit kam die ganze Sache erstmal zum Stehen. Aber jetzt will ich wieder anfangen.

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Habt ihr vielleicht Lust auf regelmäßige Einblicke in den Hobonichi? Was habe ich so gemalt? Welche Challenges habe ich umgesetzt? Wäre das was für euch? Schreibt mir gern in die Kommentare! 🙂

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Wildblumen-Karte

Ihr Lieben!

Wenn man neue Spielsachen hat, muss man die so schnell wie möglich ausprobieren! Natürlich nur, um sicher sein zu können, dass wirklich alles funktioniert. Und damit man nicht 100 einzelne Projekte fertigstellen muss, bis man alles einmal angetestet hat, braucht es etwas Gehirnschmalz: Wie kann ich möglichst viel Neues in einem Projekt zum Einsatz bringen? Meine Lösung dieser Frage seht ihr hier: In der Wildblumen-Karte!

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Thinlits & Karten-Kit

Zunächst einmal ein paar Worte zu den Zutaten: Ich hatte mir selbst zum Geburtstag unter anderem das Februar Karten-Kit von danipeuss.de gegönnt, weil ich das einfach unfassbar schön finde! Daraus stammen also der Karten-Rohling (von Bazzille), das verwendete Stempelkissen (Distress Ink von Tim Holtz in der Farbe Victoria Velvet), der Dubber und das schöne Mixed Media Papier, das ich entsprechend zugeschnitten habe, sodass es auf die Karte passt.

Ergänzt habe ich alles durch ein weiteres Geburtstagsgeschenk meiner Schwiegereltern: die Sizzix Thinlits „Wildflowers“ von der Tim Holtz Alterations Edition. Die sind waaaahnsinnig schön! Als letzte Zutat für die Karte habe ich noch das zweite Stempelkissen aus dem Karten-Kit (Distress Ink in Iced Spruce) und die ebenfalls darin enthaltenen goldenen Pailletten benutzt. Der Spruch stammt aus dem Klartext Stempelset „So viele Kerzen“ – das ich mir ebenfalls gegönnt hatte ^^ (Ja, das war eine etwas größere Bestellung…)

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Wischen und Wildblumen

Zunächst habe ich also mit dem Dubber die rosane Stempelfarbe auf das Mixed Media Papier aufgetragen. In kreisenden Bewegungen vom Rand immer mehr zur Mitte hin, bis ein leichter Gradient entstand, den ich nach oben hin auslaufen ließ. Danach wollte ich unbedingt austesten, ob die Farbe wirklich so toll wasserlöslich ist. Ein paar Wasserspritzer später und es war um mich geschehen. Ich muss jetzt ganz viel sparen und mir dann leider alle ganz viele Farben davon kaufen!

Auf diesen Untergrund habe ich dann die Thinlits arrangiert und das Ganze etwas mit Washi fixiert. Dann alles zusammen durch die Big Shot gekurbelt (ich finde das Geräusch immer noch eklig und dass die Platten so leiden, irritiert meinen inneren Perfektionisten sehr!). Jetzt habe ich nur noch den Spruch gestempelt, diesen am Rand auch noch etwas distressed und alles zusammen auf der Karte platziert und festgeklebt. Damit die süße Borte am Rand mehr auffällt, wurde die auch noch mit dem Rosa bearbeitet, ein paar Pailletten drauf – et voila.

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Das gute Stück ist als Geburtstagskarte zum Freund meiner Schwester auf Reisen gegangen. Ich ignoriere das gekonnt, dass das Ding nicht ins gegenderten Farbkonzept passt und hoffe einfach mal, dass sie dem Empfänger gefallen hat. Das gestanzte Negativ will ich auch noch irgendwie verwursten – mal schauen, wie. Und dann hab ich noch sooo viele andere schöne Dinge hier liegen zum Spielen…

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