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Zu Besuch im Rheinland…

Ihr Lieben!

Heute möchte ich euch die erste Etappe meines Urlaubs zeigen: Burg Eltz und Maria Laach.

Fangen wir mit der Burg Eltz an:

Die Burg liegt in Rheinland-Pfalz, im Tal Elz und trennt das Maifeld von der Vordereifel. Sie konnte niemals erobert werden und befindet sich seit über 800 Jahren ununterbrochen im Familienbesitz der Familie Eltz. (Niedliche Anekdote: Die Bewohner der Burg wollten sich eigentlich nach dem Tal benennen – aber durch einen Schreibfehler auf einer Urkunde mussten sie das zusätzliche T in Eltz hinnehmen ^^)
In der Burg lebten drei Familienzweige in einem friedlichen Miteinander: die Eltz vom goldenen Löwen (Kempenich), die Eltz vom silbernen Löwen (Rübenach) und die Eltz von den Büffelhörnern (Rodendorf). Dadurch, dass immer mehr Menschen hinzukamen, wurde die Burg auch im Laufe der Jahre immer weiter ausgebaut und ergänzt, was man bereits von außen sehen kann. Inzwischen ist nur noch die Linie des goldenen Löwen vertreten.

Ich persönlich fand großartig, dass man die Burg erst gar nicht sieht und sie dann plötzlich in einem Tal – auch eher ungewöhnlich – vor einem auftaucht. Richtig majästätisch zwischen jeder Menge saftig grüner Baumwipfeln erhebt sie sich neben dem kleinen Flüßchen Elz.
Wir haben eine Führung mitgemacht, die wirklich hübsch gemacht war und einen guten Überblick über die Geschichte der Burg gegeben hat. Schade fand ich nur, dass man nicht fotografieren konnte – aber gut, manche Exponate sind schließlich mehrere hundert Jahre alt – da ist es nachvollziehbar.

Von außen kann ich leider auch nicht so viele Bilder beisteuern, da zu diesem Zeitpunkt meine kleine Kamera mal wieder gezickt hat. Darum nur noch dieses hier:

hübsche Himmelaufnahme aus dem Vorhof der Burg

… und gleich mal weiter gemacht mit der Benediktinerabtei Maria Laach.

Das Kloster von vorne, wie man es zuerst in voller Pracht sieht.

Die im 11. Jh. erbaute Abtei befindet sich direkt am Laacher See in der Eifel, der zwar immer als Maar bezeichnet wird, aber wohl „nur“ ein mit Wasser gefüllter Einbruchskrater eines Vulkans ist. Tut der Schönheit der Gegend keinen Abbruch – aber zurück zum Kloster.
Die Benediktinerabtei ist eine der besterhaltensten deutschen romanischen Bauten, da sie weitgehend von Umbauten verschont geblieben ist und die wenigen Veränderungen während der Gotik und des Barocks im 20. Jahrhundert wieder rückgängig gemacht wurden. Das Kloster ist heute nach wie vor in Betrieb und bietet neben der wunderschönen Abtei selbst auch eine hübsche Klostergärtnerei, einen Buchladen, einen Kunstverlag und mehrere Handwerksbetriebe an. Dazu kommen noch zahlreiche Angebote rund um Musik und natürlich die Gottesdienste.

Mein erster Eindruck war, dass das Gelände unglaublich ordentlich und gepflegt wirkte. Man geht aus Richtung des Laacher Sees einen kleinen gewundenen Weg empor und trifft schließlich zunächst auf die Buchhandlung, das Hotel und eine Art Informationshäuschen, bevor man mit wenigen Schritten weiter schließlich vor dem Kloster selbst steht. man kommt direkt darauf zu und es ist wirklich ein ehrwürdiges Gefühl, dieses Bauwerk vor sich zu sehen. Ich bevorzuge zwar barocke und gotische Kirchen, aber vielleicht nur deswegen, weil man einfach selten so schöne romanische Gebäude findet. Durch einen wunderschön gestalteten Torbogen gelangt man in einen Gang, der um einen kleinen Innenhof führt. in der Mitte steht der sogenannte Löwenbrunnen. Zu beiden Seiten kann man die Kirche selbst (oder das Kloster? Bitte entschuldigt, hier mangelt es mir einfach am richtigen Vokabular ^^; ) betreten, die recht schlicht und schummerig wirkt, aber wunderschöne Glasfenster hat und einen wirklich schönen Altar. Ich mag Kirchen, Döme, Klöster usw. wirklich gerne besuchen – mir wird dabei so erhaben zu Mute 🙂

Wir haben uns im Anschluss daran auch noch die Klostergärtnerei angesehen – ein wirklich großartiges buntes Treiben. Man hat irgendwie alles gefunden – Orchideen, Schokoladenblumen, Rosen, Obstbäume, Kräuter und weiß Gott noch mehr – toll! Dazu noch eine reiche Auswahl an Literatur, Pflegemittel, Blumentöpfen usw. Alles was das Gärtnerherz begehrt.

 Hier ein paar Eindrücke:

Der Blick aus dem Gang auf den kleinen Innenhof
mit Löwenbrunnen

Die Klostergärtnereiaußenanlage…
… innen hab ich mich nicht getraut zu fotografieren

Beide Orte haben mir sehr gut gefallen. Ich hab gar nicht gewusst, wie sehr es mir gefehlt hat, im Urlaub auch mal ein bisschen Geschichte und Kultur zu tanken – das macht echt Spaß 🙂

Mehr Infos zur Burg und zur Abtei findet ihr bei diesen Links.
Und das nächste Mal geht’s weiter mit Koblenz. ^^

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Nach dem Urlaub – das Fotochaos regiert!

Ihr Lieben!

Ich bin jetzt endgültig gesund und leicht gebräunt / verbrannt wieder aus meinem Urlaub da und muss nun eigentlich nahtlos mit schreiben starten, um meine drei Hausarbeiten noch rechtzeitig fertig zu bekommen. ABER am ersten Tag will man sich ja auch nicht gleich überanstrengen und so denke ich, mein Arbeitspensum auch noch schaffen zu können, wenn ich noch diesen ersten Nach-Urlaubs-Post für euch verfasse. Es wird einer von vielen werden, denn ich habe in diesen zwei Wochen Urlaub einiges Schönes machen können *hach 
Kurz zusammengefasst:

  • eine Woche im Rheinland bei den Eltern meines Liebsten – wir haben viiiiiel besucht und uns angeschaut (Trier, Saarburg, Koblenz, Burg Eltz, Maria Laach) – es wird also einige Posts mit Bildern davon geben – die müssen aber erstmal gesichtet und sortiert werden – das wird noch etwas dauern und so peu-a-peu passieren ^^ ich habe mir aber von allen Sehenswürdigkeiten eine Postkarte nur für mich mitgenommen, als Erinnerung, denn sonstiges Shoppen war eher mau (Bilder siehe unten)
  • dann direkt im Anschluss war mein liebes elenchen einige Tage bei uns – viiiel zu kurz, aber immerhin ^^ Und sie hat mir wunderschöne Mitbringsel mitgebracht – so schön *-* (siehe unten)
  • darauf folgten zwei eher ruhige Tage mit spazieren gehen, Fensterputzen, lesen und viel Zeit miteinander verbringen.
  • Und am Wochenende hat es nochmal geknallt: Samstag war spontan eine ganz liebe Freundin aus Nürnberg in DD. Da wir uns schon eeewig nicht mehr gesehen hatten, habe ich die Gelegenheit genutzt und mit ihr und einer Freundin zu dritt einen schönen Tag in DD verbracht – bisschen Kultur, lecker Eisbecher und dann noch bisschen bummeln – perfekt. Nur die Füße waren danach mächtig aua! ^^; 
  • aber gestern durften sie sich auch nicht ausruhen, denn da ging es zu Kruschti, da mein Mann an seinem PC rumbasteln wollte und Kruschtis Mann da ja Profi ist. Wir Mädels haben dann also die beiden spielen lassen und sind zusammen nochmal aufs Dresdner Stadtfest gegangen, in der Hoffnung eine schöne Holzforke für mich zu finden – aber leider war nirgends auch nur ansatzweise etwas aufzutreiben ;( Dafür hab ich nun einen leichten Sonnenbrand und meine Beine Muskelkater *lach aber schön war’s trotzdem – da hatte ich meine Kruschti mal wieder ganz für mich alleine ^^
So. Zwei Wochen Urlaub so knapp es nur ging komprimiert. Wie gesagt, alles im Detail gibt’s dann so peu-a-peu die nächsten Tage – ich muss aber jetzt echt ranklotzen mit dem Uni-Kram. ^^;
Heute soll es also nur die neuen Errungenschaften zu sehen geben. Viel Spaß beim Fotochaos Nummer 1:
Postkarten – ein Vorgeschmack auf die kommenden Posts ^^
vlnr: Saarburg – Trier (Palastgarten) – Trier (Porta Nigar) –
Burg Eltz an der Mosel – Benediktinerabtei Maria Laach.
wunderschöne Sammeltassen –
ein Überbleibsel aus dem Haushalt der einen Großmutter meines Mannes
ich habe sie geschenkt bekommen, weil keiner sie sonst gebrauchen konnte
wahre Schätze – ich bin so dankbar *_*
Eifrig das Bücherregal aufgestockt.
Oscar Wilde und Who’s Who im Märchen sind von einem Flohmarkt, je 1 € *-*
Ziemlich beste Freunde ist das Originalbuch, von dem der Film inspiriert wurde –
sehr interessant und ergreifend, Rezension folgt ^^
Mitbringsel elen:
anspruchsvolle Lektüre von Sartre ^^ und dazu einen Armreif und … 
… einen Haarstab aus Prag – wunderschön *-*
leider muss ich die Handhabung des Haarstabs noch etwas üben –
er hat durch den Stein schnell Schlagseite ^^;
Depot-Einkäufe:
zwei wunderschöne selbstklebende Bänder *_*
und ein lila-Geschenkband, recht günstig ^^
nicht auf dem Bild: der lila Tischläufer für’s Wohnzimmer, der ist gerade in der Wäsche. ^^
Während ich weg war, erreichte mich eine Sendung der lieben Miss Blogger
sie hat mir 4 Nagellacke (das war eigentlich nicht abgesprochen aber sehr süß von ihr ^^)
… und das essence stamping-set geschenkt, da sie damit wohl nicht klar kam …
ich bin gespannt, wie es mir ergehen wird…
(sorry Iv, da war jetzt doch Nagellack dabei ^^; )
Und schließlich:
Im Ausverkauf am Samstag bei Kiko ergattert, je 1,50€
links: 300 Pearly Malachite Green (Meerjungfrauenblau-grün)
rechts: 374 Pearly Chocolate Noir (flüssige Schokolade *_*)

So. Das war soweit die Beute. Im nächsten Post kann ich euch dann hoffentlich die ersten wirklich interessanten Urlaubsbilder zeigen 🙂

Bis dahin wünsche ich euch einen guten Start in die neue Woche, schmelzt nicht weg! 😉

Das Labyrinth der Wörter

Marie-Sabine Roger – Das Labyrinth der Wörter

Ihr Lieben!

Frisch aus dem Urlaub gekommen habe ich natürlich auch viel gelesen. Deswegen wird es mal wieder Zeit für eine Rezension. Es wird mal wieder französisch, die Literaturnation für mich persönlich, wenn es um moderne Romane geht. Inspiriert zu diesem hier hat mich meine Schwester, danke dafür! Thema ist also Marie-Sabine Roges „Das Labyrinth der Wörter“

via

Germain ist das, was der flüchtige Blick als gescheiterte Existenz bezeichnen würde. Er lebt in einem Wohnwagen im Garten seiner Mutter, er hat keinen Abschluss, keine Ausbildung und wirkt eher dümmlich und grob. Doch in ihm schlummert eine Art naive Weisheit und Liebe zum Leben, die die alte, zierliche Dame Margueritte, welche Germain zufällig im Park beim Taubenzählen trifft, schnell erkennt. Sie beschließt dem bisher unterschätzten Mann mit seinen Feinden – Wörtern und Büchern – zu versöhnen und gestaltet so sein Leben unbewusst völlig neu, da er somit endlich lernt sein Innerstes nach außen zu tragen.

Der Roman besticht durch eine Leichtigkeit im Erzählen, durch wunderschöne Vergleiche und Bilder, die das Leben in einem ganz besonders sanften Licht zeichnen. Roger hat Einblicke in die Welt aus einer ungewohnten Perspektive ermöglicht: Ein Mann mit einem schlichten Gemüt, der aber die Probleme genau da erkennt, wo sie entstehen. 

Binnen weniger Stunden hatte ich das Buch ausgelesen und war wirklich traurig, dass es nur etwas mehr als 220 Seiten zählt. Ich kann es aber auf jeden Fall all denen empfehlen, die etwas  für’s Herz brauchen, ohne dass es trieft und tropft vor Kitsch. 

Hier also die harten Fakten:

Marie-Sabine Roger: Das Labyrinth der Wörter.
8,95 €
erschienen im dtv
ISBN: 978-3-423-21284-7

Das Buch ist übrigens auch verfilmt worden – Gérald Depardieu spielt hier den Germain Chaze – eine meiner Meinung nach gute Besetzung, ich stelle ihn mir großartig in dieser Rolle vor und hoffe, den Film bald schauen zu können 🙂

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Liebe Schwester!

Ihr Lieben!

Samstag ist meine Schwester weggezogen. So richtig weg, weg in den Ruhrpott. Ich fand mich ja schon weit weg – aber sie ist jetzt so richtig weit weit weg. Zumindest für’s Erste.
Ich weiß das seit einigen Monaten und habe es immer mal wieder verdrängt und runtergeschluckt. Denn ich hänge an meiner Familie, an meiner Schwester. Wir hatten uns einige Zeit aus den Augen verloren und ich glaube, manchmal zeig ich ihr einfach nicht genug, dass ich sie lieb hab – aber liebes Schwesterlein, so ist es. 
Weil ich meine Gefühle so aber schwer ausdrücken kann, habe ich mich entschieden, sie ihr mit auf den Weg zu geben.

Erinnert ihr euch noch an das wunderschöne Leporello, dass ich zu Weihnachten bei Miss Blogger gewonnen habe? Lange wusste ich ja nicht, was ich damit anfangen sollte, hatte mich nicht getraut, es fertig zu stellen, aus Angst, es zu verschandeln. Und ich dachte dann irgendwann, es wird schon ein Anlass, eine Idee kommen, die genau dafür gemacht ist. Ja – und das war nun also der Umzug meiner Schwester.
Ich wollte ihr gerne etwas mit in den kalten ollen Ruhrpott (der sicherlich auch schön sein kann – nur weckt er gerade meine Aversion – er hat meine Schwester geklaut, ihr versteht?) geben, das sie immer an die Heimat, an Zuhause, an uns erinnert – ein Leporello ist dafür doch wirklich gut geeignet – das stellt man hin, es nimmt nicht viel Platz weg und ist trotzdem noch schön 🙂 

Also habe ich ein paar Bilder von uns ausgedruckt – auch eins von ihren Katzen, die leider hier bleiben mussten 🙁 
Und dann ging alles wirklich sehr schnell – angeordnet, sparsam beschriftet, beklebt – fertig. 

das ganze Leporello in seiner vollen Pracht 🙂
links ist eine Seite noch frei, für eine Freundin oder so – wusste nicht,
ob sie da noch wen vermissen würde ^^;
Ein Versprechen – immer auf mich aufzupassen.
immer für mich da zu sein.
Dito!
Den Tag hab ich selbst gebastelt – extra mit einer tollen Barock-Zickzack-Schere
und mit so Goldzeugs angemalt am Rand … bin ich recht zufrieden mit ^^

Ich denke und hoffe, sie hat sich darüber gefreut – zumindest Tränchen sind gekullert.
Ich war übrigens total taff – ich hab brav nicht geheult und schön meine Mama und meine Schwester getröstet beim Abschied. 
Dafür fühl ich mich seit dem … irgendwie komisch. Irgendwie … alleine. Aber ich denke, auch das gibt sich und sie ist ja nicht aus der Welt – wahrscheinlich seh ich sie ohnehin in 2 Wochen wieder, wenn wir in den Urlaub fahren, weil wir noch ein, zwei Sachen, die nicht mehr in den Umzugswagen gepasst haben, mitbringen müssen ^^; 

So. Ich bin ein großes Pony. *schnüff.
Ich hoffe, ihr hattet ein schöneres WE – ohne viel Herzschmerz und Abschiede 😉

Das stille Kind

Asta Scheib – Das stille Kind

Ihr Lieben!

Man merkt ja immer, dass ich keine Vorlesungen mehr habe auch daran, dass ich endlich mal wieder Zeit und Lust auf privates Lesen habe. Damit auch im Blog davon Notiz genommen wird, hier nun also die erste Kritik zu Asta Scheibs „Das stille Kind“.

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Den Roman habe ich bereits zu meinem Geburtstag geschenkt bekommen, nachdem er mich im Bücherregal so angelächelt hat und der Klappentext so vielversprechend klang. Lest selbst:

„Paulina und Lukas können ihr Glück nicht fassen. Endlich soll ihr Traum vom Haus mit Garten in München wahr werden, endlich können sie mit ihren drei kleinen Kindern Cosima, David und Mavie aus der engen Wohnung an der lauten Donnersbergerstraße ausziehen. Das freut Paulina besonders für den vierjährigen David. Er ist anders als seine Geschwister, anders als die Kinder im Kindergarten. Er spricht wenig, hat vor allem Fremden Angst, kann kaum Kontakt aufbauen, braucht zwanghaft eine strenge Ordnung um sich herum. Als schließlich die ärztliche Diagnose Asperger-Syndrom gestellt wird, eine Art von Autismus, sind die Eltern zunächst verzweifelt. Doch dann beschließen Paulina und Lukas, ihren Sohn aus seinem seelischen Gefängnis zu befreien. Und damit beginnt das Leben jeden Tag neu.“

Klingt gut, hn? Klingt nach einem Roman, der sich um das Kind dreht, um die Welt aus den Augen eines Autisten und wie man sich als Eltern auf einen so kleinen Menschen einlassen kann, ihm helfen kann in einer unordentlichen, lauten Welt sich zurecht zu finden. Es klingt nach Details, die man lernt als Erwachsener durch die Augen des Kindes zu sehen – nach Leben und Liebe, auf ungewöhnliche Weise.

Aber leider ist das mehr Schein als Sein. Denn ich muss sagen, dass ich von dem Buch unglaublich enttäuscht bin. Die Geschichte um den Sohn scheint nur Randstück und Aufhänger zu sein, damit der Leser sich durch die oberflächliche und zähe Geschichte der Eltern quälen: Die ach-so-bösen Familie der Paulina mit dem obligatorischen Missachten der Eltern, weil angeblich unterhalb des sozialen Standes geheiratet wurde – und der Vater ist natürlich in Wahrheit auch ein kleines Arschloch, der sich halb an der kleinen Tochter vergangen hat. Diese nun erwachsen und Ehefrau, ist sich nicht über ihre Identität sicher und findet natürlich nur in den Armen des älteren Pierres wahre Anerkennung – Affäre Nummer eins. 
Lukas hingegen – armes kleines Waisenkind, bei der Oma aufgewachsen – ist nur Landschaftsgärtner, der aber dennoch ein Jahr nach Kanada gegangen war und nun recht  erfolgreich in München ist. Nun kommt seine ehemalige Kanada-Geliebte zufällig wieder und natürlich treiben die beiden es. Super, olé olé, Affäre Nummer zwei. 
Das gibt natürlich großen Gefühlsknatsch und Streit und als Pierre – der Typ von ihr – dann sein Haus halb an sie verschenkt und halb an die Großmutter verkauft, ist Polen offen.
Die Diagnose Asperger wird gar nicht gestellt, Autismus fällt tatsächlich erst auf den letzten hundert Seiten als Diagnose und die erwähnte Absicht der Eltern, ihrem Sohn zu helfen im Leben zurechtzukommen wird auf den letzten 20 Seiten angedeutet und dann ist Schluss.

Beschiss. Und dann nicht mal gut geschriebener Beschiss. Die Sprache ist hölzern, die Sätze nur so halb fließend, halb stolpernd. Viele Details sollen helfen, es authentischer wirken zu lassen – stören mich persönlich aber eher dabei. Und die Darstellungen bezüglich des Autismus wirkten alles andere als „eindringlich und mit viel Liebe und Respekt für die Menschen“ erzählt (wie es auf dem Buchdeckel heißt) – sondern wie aus dem medizinischen Fachbuch abgeschrieben.

Ich bin von diesem Buch wirklich enttäuscht und zweifle langsam aber wirklich daran, dass es deutsche Schriftsteller gibt, die noch mit der Sprache wirklich faszinieren können. Gibt es eigentlich Autoren, die ein Thema wie Autismus wirklich begreifen und so wiedergeben können, dass es emotional tatsächlich berührt und die schwierige Lage, die ein Mensch mit dieser Diagnose – denn Krankheit will und kann ich das nicht nennen – jeden Tag durchmachen muss, authentisch und fassbar gemacht wird. Das ist schwer, das ist mir klar – und wahrscheinlich ist es ohnehin nur Interpretation – aber dann sollte sich ein Autor, der dazu nur aus Fachbüchern Informationen hat, vielleicht doch ein anderes Thema zum Schreiben suchen. 

Für alle Interessenten dennoch hier mal die harten Fakten:

Asta Scheib: Das Stille Kind.
14,90 €
erschienen im dtv
ISBN: 978-3-423-24854-9


Und ich verspreche, das nächste Buch wird besser – das ist wieder ein französisches ^^
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7 Sontagssachen

Ihr Lieben!

Diesen Sonntag hab ich mal wieder Zeit gehabt, um ein bisschen meine Tätigkeiten zu dokumentieren. Es gibt also endlich auch von mir mal wieder ein paar Sonntagssachen. ^^

7 Bilder von
Sachen, für die ich an diesem Tag meine Hände gebraucht habe. Ob für 5
Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig. Nach einer Idee von Frau Liebe

Uli der Knecht ENDLICH fertig gelesen.
Ich hab glaub ich das ganze WE fast nichts anderes gemacht T_T
Eisdealer ausprobiert und Eis geschleckt.
Als Belohnung hat mein Liebster mich auf ein Eis eingeladen.
Es gab: Kirsch-Sahne, Stracciatella, Cookies. Lecker!
„Neue“ Bücher ausgepackt und angeschaut.
Ich konnte beim Bücherbasar der langen Nacht der Wissenschaft doch nicht widerstehen ^^;
Es gab:
Märchen deutscher Dichter
Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull (Th. Mann)
Schulzenhofer Kramkalender (E. Strittmatter)
Geflügelte Worte.
Sandwich XXL gebaut als Mittag.
Fladenbrot – Remoulade – Gurken – Salat – Grillkäse – Tomaten.
*yummy*
(leider hatte ich danach massive Bauchschmerzen – wieso auch immer oO)
Als der Mann dann weg war:
Versucht das erste Nageldesign meines Lebens zu machen.
Mit so kleinen Ringloch-Verstärker-Klebchen.
War wie man sieht nicht sonderlich erfolgreich –
obwohl ich die Farben zusammen und die Idee immer noch toll finde
Aber ich bin eben untalentiert ^^;;
Deswegen wieder ablackiert und nur Nagelhärter aufgetragen.
Natürlich sind sie ja auch ganz nett … ^^
Und weil ich dann abends nicht so gut drauf war (Nägel doof, Schatzi weg):
Erdbeeren geschnitten und damit ins Bett vor den Fernseher gesetzt.
mit aufs Bild geschlichen: meine aus Knatsch noch rotlackierten Fußnägel.
Wenigstens DAS hatte mit Lack geklappt XD

Wie ihr also sehen könnt, war ich am Freitag mit Mann, Iv + Freund und Bella noch bei der Langen Nacht der Wissenschaft in Halle. Wir haben uns als Highlight den Märchen Moot Coart angeschaut – für Nicht-Juristen war das glaub ich schon gut lustig – für Juristen an einigen Stellen glaub ich einfach „bitterer“ Ernst ^^; Aber naja, es war auf jeden Fall spaßig, Hänsel und Gretel mal juristisch interpretiert zu sehen *kicher 🙂 
Ansonsten war Samstag nicht viel los bei mir – ich habe „Uli der Knecht“ gelesen. So ziemlich den ganzen Tag lang T_T
Und mein Sonntag war abgesehen von den bereits erwähnten schönen Sachen geprägt von viel viel Zeit mit meinem Mann verbringen (wir haben ein bisschen über unsere Zukunft und Arbeitssituationen usw uns ausgetauscht… ich mag so ernste Gespräche immer nicht so sehr, aber nötig sind sie ja doch ^^; ) 

Ich hoffe, ihr hattet einen schönen Sonntag bzw. ein schönes WE?

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Picknicken im Grünen

Ihr Lieben!

Vergangenen Sonntag war wieder ein Lolitatreffen angesetzt. Dieses Mal wollten wir ganz entspannt im Grünen picknicken und uns einfach die Sonne auf die Nase scheinen lassen. 
Das Wetter hat morgens noch nicht so gut zu werden versprochen, sich dann aber mittags brav eines Besseren besonnen, so dass Iv und ich zusammen uns aufmachten zum Treffpunkt, wo wir mit 7 weiteren hallenser Lolitas in eine süße kleine Parkanlage (Haltestelle Volkspark) spazierten. Dort warteten wir uns gegenseitig mit allerlei Köstlichkeiten auf: Erdbeeren, Melone, Kirschen, Käsekuchen, Muffins, Macarons, Sandwichs, Waffeln und noch einiges mehr! Ein wahres kleines Schlaraffenland!

 
 
 

Wir waren eine super schöne Runde, hatten tolle Gespräche und haben viel gelacht 🙂 
Wie immer eigentlich ^^
Iv hat sogar noch Handarbeitsmaterial mitgebracht und einige von uns haben sich darin geübt, wunderschöne ribbon work Rosen zu machen. Der Rest hat geplaudert, gestickt und gefuttert. 

 
 
 

Und zu guter Letzt hier noch ein paar Bilder von Iv, mir und Oliver, einem netten Mädel, das dieses Mal neu in unserer Runde war. 

 
 

Ich habe das Gefühl wirklich gut in unserer lokalen Gruppe angekommen zu sein und fühle mich da wirklich sehr wohl mit den Mädels. Deswegen stimmt es mich natürlich etwas traurig, dass zwei von ihnen bald in die weite Welt aufbrechen, um dort zu arbeiten oder zu studieren. Sie versprechen aber hoch und heilig, wieder zu kommen, das tröstet mich natürlich 😉 Und bis dahin wünsch ich Ihnen ganz viel Spaß und Erfolg und freue mich auf unser großes Abschiedstreffen *hihi

Und euch wünsch ich morgen ein schönes Bergfest der Woche ^^