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Zu Besuch im Rheinland…

Ihr Lieben!

Heute möchte ich euch die erste Etappe meines Urlaubs zeigen: Burg Eltz und Maria Laach.

Fangen wir mit der Burg Eltz an:

Die Burg liegt in Rheinland-Pfalz, im Tal Elz und trennt das Maifeld von der Vordereifel. Sie konnte niemals erobert werden und befindet sich seit über 800 Jahren ununterbrochen im Familienbesitz der Familie Eltz. (Niedliche Anekdote: Die Bewohner der Burg wollten sich eigentlich nach dem Tal benennen – aber durch einen Schreibfehler auf einer Urkunde mussten sie das zusätzliche T in Eltz hinnehmen ^^)
In der Burg lebten drei Familienzweige in einem friedlichen Miteinander: die Eltz vom goldenen Löwen (Kempenich), die Eltz vom silbernen Löwen (Rübenach) und die Eltz von den Büffelhörnern (Rodendorf). Dadurch, dass immer mehr Menschen hinzukamen, wurde die Burg auch im Laufe der Jahre immer weiter ausgebaut und ergänzt, was man bereits von außen sehen kann. Inzwischen ist nur noch die Linie des goldenen Löwen vertreten.

Ich persönlich fand großartig, dass man die Burg erst gar nicht sieht und sie dann plötzlich in einem Tal – auch eher ungewöhnlich – vor einem auftaucht. Richtig majästätisch zwischen jeder Menge saftig grüner Baumwipfeln erhebt sie sich neben dem kleinen Flüßchen Elz.
Wir haben eine Führung mitgemacht, die wirklich hübsch gemacht war und einen guten Überblick über die Geschichte der Burg gegeben hat. Schade fand ich nur, dass man nicht fotografieren konnte – aber gut, manche Exponate sind schließlich mehrere hundert Jahre alt – da ist es nachvollziehbar.

Von außen kann ich leider auch nicht so viele Bilder beisteuern, da zu diesem Zeitpunkt meine kleine Kamera mal wieder gezickt hat. Darum nur noch dieses hier:

hübsche Himmelaufnahme aus dem Vorhof der Burg

… und gleich mal weiter gemacht mit der Benediktinerabtei Maria Laach.

Das Kloster von vorne, wie man es zuerst in voller Pracht sieht.

Die im 11. Jh. erbaute Abtei befindet sich direkt am Laacher See in der Eifel, der zwar immer als Maar bezeichnet wird, aber wohl „nur“ ein mit Wasser gefüllter Einbruchskrater eines Vulkans ist. Tut der Schönheit der Gegend keinen Abbruch – aber zurück zum Kloster.
Die Benediktinerabtei ist eine der besterhaltensten deutschen romanischen Bauten, da sie weitgehend von Umbauten verschont geblieben ist und die wenigen Veränderungen während der Gotik und des Barocks im 20. Jahrhundert wieder rückgängig gemacht wurden. Das Kloster ist heute nach wie vor in Betrieb und bietet neben der wunderschönen Abtei selbst auch eine hübsche Klostergärtnerei, einen Buchladen, einen Kunstverlag und mehrere Handwerksbetriebe an. Dazu kommen noch zahlreiche Angebote rund um Musik und natürlich die Gottesdienste.

Mein erster Eindruck war, dass das Gelände unglaublich ordentlich und gepflegt wirkte. Man geht aus Richtung des Laacher Sees einen kleinen gewundenen Weg empor und trifft schließlich zunächst auf die Buchhandlung, das Hotel und eine Art Informationshäuschen, bevor man mit wenigen Schritten weiter schließlich vor dem Kloster selbst steht. man kommt direkt darauf zu und es ist wirklich ein ehrwürdiges Gefühl, dieses Bauwerk vor sich zu sehen. Ich bevorzuge zwar barocke und gotische Kirchen, aber vielleicht nur deswegen, weil man einfach selten so schöne romanische Gebäude findet. Durch einen wunderschön gestalteten Torbogen gelangt man in einen Gang, der um einen kleinen Innenhof führt. in der Mitte steht der sogenannte Löwenbrunnen. Zu beiden Seiten kann man die Kirche selbst (oder das Kloster? Bitte entschuldigt, hier mangelt es mir einfach am richtigen Vokabular ^^; ) betreten, die recht schlicht und schummerig wirkt, aber wunderschöne Glasfenster hat und einen wirklich schönen Altar. Ich mag Kirchen, Döme, Klöster usw. wirklich gerne besuchen – mir wird dabei so erhaben zu Mute 🙂

Wir haben uns im Anschluss daran auch noch die Klostergärtnerei angesehen – ein wirklich großartiges buntes Treiben. Man hat irgendwie alles gefunden – Orchideen, Schokoladenblumen, Rosen, Obstbäume, Kräuter und weiß Gott noch mehr – toll! Dazu noch eine reiche Auswahl an Literatur, Pflegemittel, Blumentöpfen usw. Alles was das Gärtnerherz begehrt.

 Hier ein paar Eindrücke:

Der Blick aus dem Gang auf den kleinen Innenhof
mit Löwenbrunnen

Die Klostergärtnereiaußenanlage…
… innen hab ich mich nicht getraut zu fotografieren

Beide Orte haben mir sehr gut gefallen. Ich hab gar nicht gewusst, wie sehr es mir gefehlt hat, im Urlaub auch mal ein bisschen Geschichte und Kultur zu tanken – das macht echt Spaß 🙂

Mehr Infos zur Burg und zur Abtei findet ihr bei diesen Links.
Und das nächste Mal geht’s weiter mit Koblenz. ^^

7 Gedanken zu „Zu Besuch im Rheinland…

  1. BlueBacardi

    Ich finds super, dass du nicht nur Bilder zeigst sondern auch so viel dazu schreibst 🙂 Ich habe die beiden Orte auch schon besucht, allerdings war ich da erst 10 oder 11. Müsste da mal wieder vorbeischauen

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    1. palandurwen Artikelautor

      oh, das ist ja lustig, dass du da auch schon warst – schön da, oder? ^^
      Ja, ich dachte mir, dass es ruhig auch ein paar Infos dazu geben darf, vllt inspiriert es ja jemanden, auch mal da vorbeizuschauen. Zumal ich von diesen beiden Orten eben auch nicht sooo viele Bilder gemacht hab. Es wird auch einen Post geben (wahrscheinlich der nächste), der doch etwas fotolastiger sein wird, da ich darüber nicht so viel sagen kann – aber lass dich überraschen ^^

      Antworten
  2. Kiyhuri

    Sehr schön! Ich steh ja auch auf kulturell bereicherten Urlaub. 🙂 Sehr lustig, dass wir beide in einem Kloster waren – meins war allerdings überwiegend Ruine, aber auch sehr schön anzusehen. Ich bin gespannt auf die nächste Berichterstattung!

    (Und das eine Foto auf den Löwenbrunnen erinnert mich total an Harry Potter bzw. den Drehort in Oxford *g)

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