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LBM 15 – Aller Anfang ist schwer.

Ihr Lieben!
Schon über eine Woche ist es her, dass ich mit meinem lila Reisetäschchen, meiner gerissenen Handtasche und dem dicken Mantel in der Hand wieder das erste Mal durch die kleine Seitentür vom Presseparkplatz in den Akkreditierungsbereich gewatschelt bin. Auch wenn ich in diesem Jahr schon wesentlich cooler mit der ganzen Presse-Prozedur umgehen konnte – aufregend war es dennoch. Aber irgendwie war auch ein bisschen der Wurm drin…
DONNERSTAG 
Der Tag begann für mich schon halb sechs Uhr morgens. Nochmal in Zahlen? 5:30 Uhr. Korrekt. Mit anderen Worten: Arschfrüh. Ausgesucht hatte ich mir das nicht – aber mein Unterbewusstsein meinte, dass es cool wäre, doch schon ein bisschen Adrenalin in die Adern zu pumpen, bevor der Wecker auch nur ansatzweise eine christliche Uhrzeit erreicht hatte. 
Immerhin verlief der restliche Morgen dann nach Plan – bis ich die Wohnungstür zuschloss und mir in diesem Moment der Riemen meiner Handtasche riss. Einen Kreischanfall später rumpelte ich mit Sack und Pack sowie einer zweiten Handtasche die Treppe runter, um im Auto (natürlich als Beifahrer!) schnell den Schultergurt auszutauschen. Das hielt sogar – auch wenn ich die komplette Messe mit einer gewissen Taschenparanoia zubringen würde. 
Ich wechselte mehrfach meine Transportmittel und traf endlich meine Kollegin Nicole, mit deren Mann wir zu Dritt die Messe am ersten Tag unsicher machen wollten. Eine entspannte Autofahrt und eine problemlose Aktivierung des Presseausweises später begannen Nicky und ich uns durch das umfangreiche Programm zu wühlen. Was mir dabei bereits auffiel: In Sachen Comics, Graphic Novel oder Mangas war am ersten Messetag nichts zu holen. Schade, aber so blieb mehr Zeit für den Rest. Nachdem der Terminplan also stand, ging es ab ins Getümmel.

Ohne hier jeden einzelnen Punkt meiner Liste genauer beschreiben zu wollen, möchte ich nur kurz sagen, dass ich in diesem Jahr leider etwas enttäuscht von meiner Auswahl war. Bestes Beispiel: Die Disskussionsrunde zu Social Media Strategien. Neben dem Moderator saß eine junge Frau und ein junger Mann, beide für verschiedene Verlage bzw. Agenturen als Social Media Manager tätig. Und anstatt so wirklich Strategien zu erklären oder zu vergleichen, war nach der Vorstellungsrunde und der bedauernden Feststellung, dass die Verlage ihr Potential in den Social Media nicht nutzen würden, schon alles wieder vorbei. Nach 20 Minuten – obwohl eine komplette Stunde dafür angesetzt war. Angeblich wäre die Zeit ja schon überschritten. Ging meine Uhr falsch? Hatten die sich im Programm verdruckt? Aber nein, meine Sitznachbarn waren auch irritiert. Okay, also war dieser Punkt einfach nur doof – nicht ich. Immerhin was. 
Nach dieser Klatsche ging es erstmal Mittagessen. Vegetarische Tortellini in Käsesauce? Ich war auf der kullinarischen Wolke 7 – denn mein Magen hing bis dato in den Kniekehlen. Das Frühstück war mit 6:30 Uhr ja doch schon etwas her…. So frisch gestärkt tingelte ich wieder los, um die liebe Lisa Laudanum endlich zu treffen. Wie immer ist das Verabreden auf Messen so eine Sache. Aber diese kleine Irrfahrt war ja noch gar nichts im Vergleich zu meiner Odyssee am Samstag… 
Um noch ein gutes Beispiel dieses Tages anzuführen: Die Lesung von „Ewiglich… Dornröschen? Kiss my ass!“ war äußerst amüsant. Leider war der entsprechende Verlagsmensch danach nicht mehr zu sprechen, weswegen der Plan, nach einem Rezensionsexemplar zu fragen, auf Email verschoben werden musste. Dass das erneut ein Omen für die komplette Messe war, hätte ich im Übrigen nie gedacht.

Olga A. Krouk liest aus ihrem Kurzroman.
Nach ein bisschen Bummeln zum Ausklang durch Halle 3 verabschiedete ich mich von meinen Begleitern und machte mich auf nach Halle, wo meine liebe Iv schon auf mich wartete. Ich sage euch, selten schmeckt ein simples Brot so gut wie nach einem Messetag. Noch später am Abend konnten wir auch noch die liebe Jen vom Hallenser Hbf einsammeln – und so war das Messe-Dream-Team endlich komplett! Der Freitag konnte kommen…

Hier geht’s weiter mit dem Messebericht … 

6 Gedanken zu „LBM 15 – Aller Anfang ist schwer.

  1. Goldkind

    Huch, jetzt war ich ob dem plötzlichen Ende ein bisschen irritiert. ^^
    Aber schön, auch noch mal deinen Donnerstag ein bisschen zu sehen.
    Schon da hat sich ja ein bisschen was abgezeichnet, vor allem das mit der Tasche direkt zu Beginn ist super ärgerlich und trotzdem so klassisch. ^^°
    Ich bin gespannt, wies weitergeht!

    Antworten
    1. palandurwen Artikelautor

      *gg ich hatte erst alles in einem Post und war von der Länger mächtig erschlagen. Ergo wurde es eben gesplittet ^^
      Morgen geht's weiter 😉

      Und definitiv – das mit der Tasche war schon das Omen für den Rest XD

      Antworten
  2. Jen

    Ich kenn deine aufregende Taschenstory ja schon, aber jetzt, da ich euer Heim kenne, kann ich mir noch viel besser vorstellen, wie du auf der Holztreppe stehst und vor dich hinzeterst. (Die arme Flora, ich hoffe, die hatte sich schon wieder verkrümelt.)

    Aber ist ja auch voll bitter mit der Diskussionsrunde. O__o Dabei möchte eins ja meinen, dass die Verlage zumindest das Thema Public Relations im Offline-Bereich verstanden haben. Aber offenbar auch nicht so recht.

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    1. palandurwen Artikelautor

      *thihi die hatte sich schon die Treppe mit Sebastian runtergeflauscht und verkrümmelt, ja. Keine Sorge. ^^;

      Ich weiß man auch nich, was da bei der disskussion schief gelaufen ist und wer da was verbockt hat. Aber das war wirklich schade. Ulkiger Weise passiert mir das aber öfter, wenn ich versuche irgendwas in Sachen Social Media mitzunehmen – vllt. liegts am Thema. Oder an mir…

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