Archiv für den Autor: palandurwen

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UFO-Album-Beseitigung

Ihr Lieben!
Momentan fehlt mir irgendwie die Zeit, um wirklich was Schönes, Kreatives zu machen. Wenn ich nach einem Tag vor dem PC und der Masterarbeit noch zu irgendetwas Lust habe, dann ist das meistens schlafen, gammeln oder im höchsten Falle der Gefühle noch stricken. Da ich dort aber noch keine nennenswerten Fortschritte gemacht habe (ist eben immer noch ein Stricklappen ^^; ), kann ich da auch noch nichts spannendes zeigen.
Gestern beim Aufräumen fiel mir dann nun mein schon vor bestimmt zwei Jahren für ein ganz spezielles Projekt vorbereitetes Album in die Hände. Erinnert ihr euch noch?

Es liegt da schon so lange rum und wird von mir ständig von links nach rechts geschoben. Irgendwie hat mich das dann genervt und schließlich habe ich mich hingesetzt und es endlich fertig gemacht. Ich kann nun also ganz stolz präsentieren: Das Pflege-Katzen-Erinnerungs-Album!!
 
 
Es ist ganz schlicht gehalten, da ich eigentlich keine große Lust und Meinung zum richtigen Scrapbooken hatte (war ja schon spät und die vorhandenen Papiere haben auch nicht so recht gepasst …). Die Bilder sollten einfach solo wirken können. Darum gab es nur ein paar hübsch zurecht geschnippelte Schildchen (natürlich mit meiner heißgeliebten Barock-Schere!) und das war’s auch schon. Ich mag es, denn es lenkt den Fokus auf das, was zählen soll: meine kleinen Flauschbällchen! Ich vermisse sie ja schon manchmal – aber wenn ich dann wieder Zuhause wohne, kann ich sie ja wieder besuchen gehen. ^^
Und noch mehr Bilder schießen, denn unerwarteter Weise ist jetzt noch ca. ein Drittel des Albums leer geblieben und möchte noch gefüllt werden. Vielleicht ja auch mit Bildern unserer eigenen Katze – wenn wir denn dann mal eine haben … 
Naja, auf jeden Fall kann das Album nun vom Tisch, ab ins Regal und ich hab eine Sorge weniger und dazu auch noch einen Bloganlass.
Das hat sich doch gelohnt! ^^
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Du Strickstück, Du!

Ihr Lieben!
Erwähnte ich, dass ich angefixt bin in Sachen Stricken? ^^ Obwohl mein erstes Stück ja nun etwas verunglückt zum Schluss war, habe ich mich entschlossen, trotzdem weiter zu machen. Wäre doch gelacht, wenn ich das nicht irgendwie gewuppt bekomme! Also im heimischen Wollladen eine Runde beraten lassen – das auserkorene neue Projekt sind Stulpen, erstmal für die Arme – und dann überreden lassen, doch noch nicht ganz ehrgeizig zu sein und gleich mit einem Nadelspiel loszulegen, sondern besser erstmal ein Rechteck zu stricken, welches dann hübsch zusammengenäht werden soll. 
Dafür habe ich mir superweiche, kuschelige Wolle von Lana Grossa mal wieder mitgenommen, Schurwolle mit dem Namen Bingo Print, Stärke 5. Es ist zwar mal wieder nicht das günstigste Vergnügen gewesen – aber die Wolle ist es wert! Sie ist sooooo kuschelig *_* Und soweit ich es sagen kann, lässt sie sich auch herrlich einfach verstricken (nicht wie die Wolle davor, wo man Angst hatte, ständig den nur spärlich verzwirbelten Faden zu zerreißen oO).
Bisher habe ich ganz optimistisch angefangen einfach mal drauflos zu stricken und siehe da – ich habe es bereits einmal wieder komplett aufgeribbelt, da mein Plan einfach nicht geklappt hat: Ich wollte zopfen, aber ohne Hilfsnadel – dafür ist klein-Palan aber offensichtlich zu dumm. Also alles noch mal auf Anfang und genau ein Muster überlegt, einen Schaschlikspieß bereitgelegt als Hilfsnadel – Frau weiß sich ja zu helfen – und dann ab geht der Peter! Und ich muss sagen – bisher (42 Maschen angeschlagen, 16 Reihen, 2x bereits gezopft) klappt das alles sehr gut 🙂 

 

Es gibt 1 großen Zopf in der Mitte mit 6 rechten Maschen und rechts und links
2 kleine mit 4 rechten Maschen.
Momentan zopfe ich noch in die gleiche Richtung, ich überlege aber,
ob ich es nochmal drehe … mal schauen 🙂

Einziges Problem für mich sind nach wie vor diese ominösen Randmaschen. Bei einem YouTube-Video habe ich eine recht seltsame Version davon gesehen – immer links gestrickt, aber nur abgehoben oder so, keine Ahnung. Bei eliZZZA von nadelspiel sah es hingegen aus, wie eine simple rechte Masche. Dies habe ich auch dann versucht – half aber nichts, der Rand wurde dennoch wellig und irgendwie löchrig. Das muss ich nochmal eruieren. Aber naja. Erstmal bin ich stolz auf mein Ergebnis 🙂
Und es geht einfach so zauberhaft schnell *hach Wenn das weiter so gut klappt, habe ich vielleicht schon bald die erste Stulpe fertig *_* 

Das letzte Wort – Oktober.

Räumungsaktion.
Die Vorbereitungen laufen. Langsam sogar regelrecht auf Hochtouren. Ein Umzug will gut organisiert sein, es gilt 100 Sachen gleichzeitig zu erledigen und ständig tauchen neue Probleme oder Fragen auf. Welchen Fußbodenbelag (Laminat, grau, nur welches genau steht noch nicht fest)? Welche Möbel (Ikea, Hemnes, weiß + Expedit weiß + selbstgebaute Schreibtische und einige Regale) und wie stellt man sie (nach langem Rumrätseln kam uns da vor einigen Tagen die Erleuchtung)? Und: Wohin mit den alten Möbeln und dem ganzen anderen Kram?!
Vor diesem Problem stehen wir gerade. Logische Konsequenz: Ausräumen, umräumen, aufräumen – wegschmeißen. In der neuen alten Wohnung läuft dies gut an. Und mit jeder alten Zeitung, jedem ollen Erinnerungsgut, den ganzen Staubfängern und Rumsteherchen, die ich wegwerfe oder aussortiere, fühle ich mich befreiter. Weg mit dem alten Kram, her mit dem Neuen! Aber bitte nicht gleich wieder in alte Hamstermuster verfallen!
Leider kann ich damit in meiner alten Wohnung noch nicht loslegen, dabei juckt es mir in den Fingern. Insbesondere meinen Kleiderschrank endlich einmal von Grund auf durchzugehen – und wahrscheinlich 2/3 zu entsorgen – wird super werden! Aber bis dahin muss noch so viel gemacht werden. Gerade alte Möbel müssen weichen – und wenn keiner kommt und sie abnimmt (obwohl es ausgemacht war), könnte das wirklich noch haarig werden. Zudem wartet ja auch immer noch diese läppische Kleinigkeit einer Masterarbeit auf mich, die irgendwie irgendwann irgendwo noch geschrieben werden will. 
Oh, wie ist das Leben schön … 
Aber egal, ich denke an schöne Dinge, ans Aussortieren, ans Umräumen, ans Einräumen, an unser neues Arbeitszimmer, an unsere erste richtige gemeinsame Wohnung … 
Darin schwelge ich – so sehr, dass mein kleiner Dusterklumpen gar nicht weiß, wie ihm geschieht. Mit der anstehenden Arbeit drückt er mich immer wieder runter, will mir den Glauben an mich selbst nehmen – aber das Ziel, welches einfach immer greifbarer wird, stärkt mich jedes Mal aufs Neue und erlaubt mir zu träumen, Kraft zu schöpfen und weiter zu machen.
Kleiner Dusterklumpen, wenn ich eine Sache bisher mit dir gelernt habe, dann die, dass alles nicht halb so schlimm ist, wie du es immer gerne darstellst. Also, gib Ruhe, lass mich machen, ich bring uns schon nach Hause!
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Ich will Meer – Langholzer Strandgeflüster…

Ihr Lieben!
Für mich der Höhepunkt des Urlaubs waren natürlich die tagtäglichen Strandausflüge! An leider nicht jedem Tag hatte ich die Kamera mit, eigentlich sogar wie bereits festgestellt viel zu wenig. Denn die sich sofort eingestellte Entspannung beim Anblick der Kieler Bucht und der Ostsee, die hat sich inzwischen schon wieder verkrümmelt und ich hätte sie nun gerne auf noch viel viel mehr Bildern wiederfinden wollen. Aber es sind immerhin ein paar.
Auf der anderen Seite gegenüber von unserem kleinen Drof Langholz liegen quasi Kiel und Schwedeneck – ein kleiner Ort, wo Bekannte der Familie wohnen und auch eine liebe Freundin (von der man leider viel zu selten etwas hört *grummel). Die haben wir auch besucht im Urlaub. Aber eigentlich faszinierte mich der Blick auf das offene Meer viel mehr, um ehrlich zu sein. Am Horizont kein Ufer und man weiß, da ist für eine ganze Weile auch nichts. Ab und an mal ein dickes großes Schiff, mehr eine Andeutung als wirklich zu erkennen … mal ein Segelboot, mal ein Surfer – es ist herrlich…

 

Und dann die großen Steine. Das Rauschen der Wellen, die sich an ihnen brechen. Die Suche nach Muscheln, nach Steinchen, nach Hühnergöttern – irgendwie kannte kaum einer Hühnergötter – kennt ihr die? Solche Steine mit Löchern drin?

Die Pflanzen auf den Dünen, die dicken Hagebutten, die Strandkörbe – ich glaube, ich will irgendwann mal einen eigenen Strandkorb haben 🙂 
 

Und hier noch ein Eindruck aus der Dämmerung. Die Farben sind leider etwas matschig geworden – aber das kleine runde Ding da, das ist ein Vollmond. Vollmond und ein Meerspaziergang – ist das nicht eine Wucht?! *_*
Ich will Meer!!!
Das war es auch schon mit meiner kleinen Urlaubsrückschau. Ich hoffe, sie hat euch gefallen. Die restlichen Bilder sind die meines Mannes und somit möchte ich die wie gesagt nicht ohne sein Einverständnis veröffentlichen – wenn er das mal irgendwann gibt (bzw. ich es nicht immer vergesse zu erfragen), reiche ich die auch noch nach 🙂 
Ich freu mich schon auf den nächsten Urlaub ….

Francoise Dorner – Die letzte Liebe des Monsieur Armand

Ihr Lieben! 
Zum Wochenende gibt es zur Abwechslung mal wieder eine kleine Buchbesprechung. Für den Urlaub hatte ich mir ja einiges zu lesen mitgenommen. Neben dem bereits rezensierten „Metamorphose am Rande des Himmels„, wollte ich auch ein Buch unbedingt haben, welches ich einige Wochen zuvor per Zufall im Buchgeschäft gesehen hatte. Ich ließ es zwar da, weil ich noch genug anderes zu rezensieren hatte, aber so wirklich aus dem Kopf wollte es mir nicht gehen. Also kurz vor knapp nochmal Amazon strapaziert und quasi zwei Tage vor der Angst kam es dann an: Francoise Dorners „Die letzte Liebe des Monsieur Armand“:

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„Im 82er habe ich sie zum ersten Mal gesehen. Sie saß mir, im hinteren Teil des Busses, gegenüber und schaute gedankenverloren zum Fenster hinaus. Sie war nicht wie andere Mädchen ihres Alters. Während ich mich zum Aussteigen bereit machte, erlaubte ich mir einen Blick auf ihren Nacken und sah,daß sich aus ihrem Haarknoten eine kleine Strähne gelöst hatte. Da hielt der Bus mit einem Ruck, und ich wurde gegen einen Mann geschleudert, der mich anblaffte: ‚Passen Sie doch auf!‘ Ich schlug mit dem Kopf gegen die Haltestange, mir entglitt mein Stock, und er fiel dem jungen Mädchen in den dunkelblauen Faltenrock. Als sei nichts dabei, nahm sie ihn einfach, gab ihn mir, und wir stiegen zusammen aus. 
Auf dem Trottoir fragte sie mich: ‚Geht es wieder? Oder soll ich Sie nach Hause bringen?‘ Noch benommen vom Aufprall, wußte ich nichts zu sagen; daß sich jemand um mich kümmerte, war ich nicht mehr gewohnt. (…) Ich nickte dankbar, und wir gingen nebeneinanderher, langsam, nur das Klacken meines Stocks begleitete unsere Schritte. Ich suchte nach Worten, einer unverfänglichen, höflichen Frage, doch fielen mir, aus der Übung geraten, nichts als Floskeln ein.“

Während der Philosoph im Ruhestand Armand sein Leben nur noch zu ertragen scheint, hat das von der jungen Pauline noch gar nicht wirklich angefangen, und doch ähnelt sie dem alten Herrn, den sie zufällig im Bus kennenlernt, erstaunlich stark. Diese Vertrautheit erkennt auch Armand und beschließt, für einen letzten Versuch seine um sich errichtete Höhle aus Selbstschutz, Trauer um seine verstorbene Frau und Frust wegen seiner undankbaren Kinder zu verlassen. Doch Pauline ist noch zu sehr mit ihrer nüchternen und berechnenden Art durchs Leben zu gehen beschäftigt, so dass sie die Gefühle ihrer neuen Bekanntschaft nicht wahrnimmt und ihn damit unbeabsichtigt zutiefst kränkt. Vom Leben in seinen Augen also erneut vor den Kopf gestoßen zieht Armand die einzige für ihn logische Konsequenz: Wenn die Welt ihn nicht mehr braucht, brauch er sie auch nicht mehr! 
Doch sein Selbstmordversuch missglückt und sowohl sein Sohn als auch Pauline beginnen sich ernsthaft Sorgen um den alten Herrn zu machen. Und während Armands leibliches Kind noch im vorwurfsvollen und verständnislosen Grollen erstarrt ist, fasst Pauline den Entschluss, dass dieser Mann der erste Teil ihrer neuen, selbst zusammengestellten Familie werden soll: Sie adoptiert ihn als ihren Großvater. Gemeinsam geht das ungewöhnliche Paar nun einen Weg, den sich beide wohl nie erträumt hatten – zurück ins Leben… 

Natürlich ist es wieder ein moderner, französischer Roman, der mein Herz bewegt hat. In dieser einzigartigen Art und Weise, wie eigentlich fast nur Franzosen schreiben können – so detailliert, so kleinteilig, so berührend, sanft, ohne erdrückend zu sein, mehr ein Streifen, ein beiläufiger Kontakt, der noch lange nachklingt – so schreibt auch die Autorin über diese ungewöhnliche Zusammenkunft. Mal aus der Perspektive des Armands, mal aus der Sicht der Pauline, so dass sich ein interessantes und einfühlsames Puzzel aus deren Beziehung ergibt. Was ihn kränkt, nimmt sie gar nicht wahr; was ihm unangenehm ist, wirkt auf sie normal. Doch nicht nur diese beiden sind gut ausgeformt – jeder Charakter hat so seine Züge bekommen und komplementiert ihre Welt. 
Die Sprache ist typisch französischer Stil, in dem ich mich ja doch immer gerne verliere. Und auch wenn das Ende überraschend kommt und ich mir hier wieder mal verstohlen eine kleine Träne aus dem Augenwinkel wischen musste, denke ich, dass es gut so ist, wie es gekommen ist. 
Mein Fazit: Eine Geschichte, die jenseits von Begierde oder gezwungenen familiären Zusammenhalt von einer Beziehung, ja einer Liebe berichtet, die tiefer geht, als das normale zwischenmenschliche Miteinander. Ein sehr hübscher und lesenswerter Roman, der übrigens auch verfilmt wurde („Mr. Morgan’s Last Love“ – mit Michael Caine!!) und den ich mir sicher anschauen werde.
Die harten Fakten:
Francoise Dorner – Die letzte Liebe des Monsieur Armand.
7,90 €
erschienen im Diogenes Verlag
ISBN: 978-3-257-23903-4

ps.: das ist übrigens mein 400. Post!!! *yay ^^

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Ich will Meer – Haithabu…

Ihr Lieben!
Der nächste Teil meiner kleinen Urlaubsrückschau steht an. Heute zeige ich euch ein paar Eindrücke aus dem Wikingerdorf Haithabu, welches vor den Toren der Stadt Schleswig liegt.
Im frühen Mittelalter (ca. 9. – 11. Jahrhundert) war Haithabu eine der wichtigsten Handelsstädte in Nordeuropa und gleichzeitig der wohl südlichste Siedlungspunkt der Wikinger. Hier hatte man den bedeutsamsten Umschlagplatz für jegliche Waren unter Kontrolle, da der Landweg zwischen Ost- und Nordsee an dieser Stelle nur sehr schmal war und von nahezu allen Händlern genutzt wurde.
Ich war sehr gespannt, habe ich doch an verschiedenen Stellen gelesen, dass dieses Dorf sehr interessant sein soll und sich der Besuch wirklich lohnen würde. Also habe ich meine Lieben dazu überredet (sonst hatte ich mir im Urlaub ja nichts gewünscht ^^) und wir fuhren also hin. 
Wenn man in Hathabu ankommt, stellt man das Auto auf einem Parkplatz ab und muss noch eine Weile durch den Wald laufen, bevor man überhaupt erstmal das Museum erreicht. Das Dorf selbst steht noch ein gutes Stück weiter weg. Man ist bestimmt nochmal 20 Minuten unterwegs. Dabei durchquert man den alten Wald und läuft kreuz und quer über Wiesen und Felder (wo freilaufende Schafe und Rinder rumlaufen und sich von nichts stören lassen ^^). Der Blick, der sich einem dabei auf das Flussdelta – so möchte ich es jetzt mal optimistisch nennen – bietet, ist wirklich schön. Die ollen Wikinger hatten auf jeden Fall Geschmack, dachten wir uns. 
Etwas geschmacklos fanden wir allerdings die Eintrittspreise: 7 Euro regulär, Ermäßigt 5 Euro. Das war eine ganz schöne Hausnummer. Eigentlich wollten wir das Museum uns gar nicht anschauen – für den Preis beschlossen wir aber, auf dem Rückweg das auch noch mitzunehmen. Denn das Dorf selbst war zwar ganz hübsch aufbereitet, aber irgendwie nicht halb so informativ, wie erhofft. Es gab einen Prospekt und man konnte – gegen Gebühr – einen Audioguide ausleihen. Haben wir beides nicht gemacht und so nur im Dorf rumstromern war irgendwie auch nicht so wahnsinnig interessant. Fotografisch gab es auch nicht so viel zu holen, da die Hütten eben sehr duster waren (klar, sonst wäre es ja auch kalt mit Fenstern ohne Glas … aber schade war es trotzdem). Der kleine Hafen hat mir zwar gefallen, aber ich hätte ihn eher als „Steg“ bezeichnet …

Das Museum war ähnlich ernüchternd. Die Exponate waren zwar sehr chic – immer wieder finde ich es beeindruckend, dass zu dieser frühen Zeit bereits so filigrane Schmuckstücke hergestellt werden konnten – aber das Licht war mal wieder nur sehr sparsam vorhanden, wodurch ich erneut kaum etwas gelesen habe, da das meine Augen zu sehr angestrengt hat. Schade.
Ziemlich cool (aber eher aus linguistischer Sicht), fand ich die Aufarbeitung eines Steins mit Runen, welcher die Inschrift einmal auf Deutsch, auf Englisch und ich denke auf einer alten Form des Dänischen/ der Wikingersprache/ Germanisch(?) vorgelesen wurde und dabei die entsprechenden Runen aufleuchteten. Echt spannend – und man verstand auch einiges (also ich hatte ja mal Althochdeutsch – wenn man da mit den Lautverschiebungen usw. ein bisschen sich auskennt, konnte man einige Wortstämme ausmachen ^^).
Das angepriesene Wikingerschiff, welches bei einer Ausgrabung gefunden wurde, war übrigens auch eher enttäuschend. Ich hatte ein wirklich großes Schiff erwartet – aber es war irgendwie doch eher ein Boot. Natürlich dennoch beeindruckend. Aber das kann man irgendwie in meinen Augen nicht Schiff nennen … 
 
Nun ja, insgesamt bereue ich den Besuch nicht, aber einmal reicht, denke ich. ^^;
Schleswig selbst
ist übrigens auch ganz niedlich, besonders das alte Fischerviertel
Holm. Davon habe ich nicht ganz so viele Bilder gemacht, mein Liebster
aber ein paar – wenn er sein okay gibt, reiche ich diese noch nach. ^^
 
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Ich will Meer – Eckernförde…

Ihr Lieben!
Peu-a-peu arbeite ich nebenbei die Bilder aus dem Urlaub durch. Irgendwie bin ich etwas irritiert – dafür, dass die Kamera immer mit dabei war und auch eigentlich recht häufig in der Hand lag, sind es doch weniger Fotos geworden, als erwartet. Aber ich war ja auch nicht allein, ich kann also nicht ständig irgendwo stehen bleiben und ein Detail 500 Mal aus allen Winkeln ablichten. Und zudem soll man im Urlaub ja auch genießen – und das habe ich ausgiebig (zumindest bis meine Zahnschmerzen dazwischen kamen) getan. 
Wir – das heißt mein Liebster, seine Eltern und später dann auch die Schwester mit ihrem Mann – waren in einem süßen kleinen Ferienhaus in Langholz bei Waabs untergekommen. Das Häuschen war mal eine alte Schmiede, die ganz entzückend umgebaut worden ist – alles sehr hell, sehr sauber und total urig und hübsch eingerichtet. Leider habe ich davon natürlich keine Bilder gemacht, aber es gibt eine Internetseite
Der Strand war wirklich nicht weit entfernt und das Dorf war total klein und niedlich, mit vielen Ferienwohnungen und direkt am Strand noch ein Campingplatz. Wir waren also jeden Tag immer mindestens eine halbe Stunde am Strand spazieren – das war herrlich. Davon gibt es auch noch ein paar Impressionen. Heute soll es aber erstmal um Eckernförde, die nächstgrößere Stadt, gehen. Dort waren wir mehrere Male – auch, um mich notfallbedingt zu einem Zahnarzt zu bringen, weil ich es vor Schmerzen nicht mehr ausgehalten habe. ^^;
Die Stadt gibt es wohl schon seit dem 12. Jahrhundert und entsprechend niedliche Häuser gibt es auch in der Altstadt zu sehen. Wirklich süß. Etwas mehr begeistert hat mich jedoch die Strandpromenade und der kleine Hafen. Es lagen sehr viele Segelboote an den Stegen, große und kleine und man hatte einen wunderbaren Blick auf die Kieler Bucht und das offene Meer. Da wird Klein-Palan glücklich.  Denn ehrlich – wie kann man dabei nicht glücklich werden?!
 
 

Ich rieche noch den Geruch des Meeres und höre gleich wieder das Rauschen und die Möwenschreie … hach. 
Ich glaub, ich muss nächstes Jahr wieder an die Ostsee. ^^
Unbedingt. Ich will Meer. 🙂