Archiv für den Autor: palandurwen

Kerstin Gier – Die Edelstein-Trilogie

Ihr Lieben!

Eigentlich schon vor über einem halben Jahr ausgelesen habe ich die Jugendbuch-Reihe einer deutsche Autorin, die mir immer sympatischer wird. Irgendwie bin ich bisher aber noch nie dazu gekommen darüber zu bloggen und finde – da ich ja gerade so gut dabei bin – das sollte ich jetzt mal schleunigst ändern. Darum hier meine Meinung zu Kerstin Giers Edelstein-Trilogie.

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„Wieder schnaubte das Mädchen verächtlich durch die Nase und wieder hatte ich das Gefühl seltsamer Vertrautheit. „Ich muss gar nichts“, sagte sie und drehte sich abrupt zum Fenster. Das heißt, sie drehte sich zu mir. Ich wollte  hinter den Vorhang abtauchen, aber ich erstarrte mitten in der Bewegung. Das war nicht möglich! Das Mädchen  hatte mein Gesicht. Ich schaute in meine eigenen erschrockenen Augen! Das Mädchen schien genauso verblüfft wie  ich, aber sie erholte sich schneller von ihrem Schreck. Sie machte eine eindeutige Handbewegung. Versteck dich! Verschwinde! 
(…)
Und dann stand ich auf einmal im Klassenzimmer der Sechsten und war mit den Nerven völlig am Ende. Alles blieb still. Ich hatte wegen meines plötzlichen Auftauchens mit einem Aufschrei aus vielerlei Schülerkehlen  gerechnet und damit, dass möglicherweise jemand – Mrs Counter? – vor Schreck in Ohnmacht fallen würde. Aber das Klassenzimmer war leer. Ich stöhnte vor Erleichterung. Wenigstens hatte ich dieses eine Mal Glück gehabt. Ich ließ mich auf einen Stuhl sinken und legte meinen Kopf auf das Pult. Was geschehen war, überschritt für den  Moment mein Fassungsvermögen.“ 

Gwendolyns Leben dreht sich um nichts weiter, als um den normalen Alltag, den ein 16-jähriges Mädchen in England so hat. Neben Schulstress, Familienstreitigkeiten und dem ganz normalen Wahnsinn der Pubertät tritt jedoch noch das sagenhafte Geheimnis ihrer Familie, welches sie strengstens zu hüten hat hinzu. Denn ihre gleichaltrige Cousine Charlotte ist Trägerin eines einzigartigen Gens, welches ihr ermöglicht, in der Zeit zu reisen. Seit ihrer frühesten Kindheit wird das Mädchen auf den Moment ihres ersten Sprungs vorbereitet – Menuett tanzen, fechten lernen, Zeitgeschichte pauken. Nur ärgerlich, dass plötzlich Gwen ins England des 18. Jahrhundert springt. 
Als ob die dadurch entstandenen Schwierigkeiten nicht schon groß genug wären, muss sie sich nun auch noch mit dem zwar gutaussehenden aber distanzierten Gideon, welcher ebenfalls das Zeitreisegen trägt, herumschlagen. Wie soll sie nur völlig unvorbereitet und mit diesem eingebildeten Jungen an ihrer Seite all die Aufgaben, welche ihr von der geheimen Loge rund um die Zeitreisenden gestellt werden, bewerkstelligen? Und zu allem Übel scheint bald keiner mehr der zu sein, den Gwen zunächst erwartet hatte. Eine abenteuerliche Reise durch die Zeit beginnt…
Die drei Romane „Rubinrot“, „Saphirblau“ und „Smaragdgrün“ umfassen eine herrlich witzige und fantasievolle Geschichte, welche sicherlich als Zielpublikum Jugendliche (und insbesondere angesichts der Liebesgeschichte wohl Mädchen) ansprechen soll. Allerdings bin ich der Meinung, dass auch ich mit meinen 24 Jahren sehr gut auf meine Kosten gekommen bin. Die Bücher sind amüsant, spannend und gut geschrieben. Sie lesen sich in einem Rutsch gut weg und bieten dabei großartige Unterhaltung! Eine hübsche Mischung aus „Twilight“, „Harry Potter“ und „Der goldene Kompass“, gekoppelt an ein neuinterpretiertes Konzept der Zeitreise, zusammen mit der herrlichen Schreibe von Kerstin Gier, welche wohl letzten Endes ausschlaggebend dafür ist, dass auch Erwachsene die Bücher problemlos lesen können. Denn irgendwie schafft die Autorin es, dass man sich beim Lesen wie ein 14-jähriges Mädchen fühlt, welches kaum etwas aufregenderes kennt, als einen Kuss und somit ordentlich mit Gwen mitfiebern kann. 
Mein Fazit: Absolute Kaufempfehlung für alle, die damit leben können, dass es eben ein Jugendbuch ist und sich eben um eine Liebesgeschichte dreht. Denn selbst wenn ich einige Wendungen bereits kommen gesehen habe, so waren sie dennoch stilistisch gut gemacht und haben zudem das Ende nicht verdorben, welches wirklich nochmal spannend wird! Ich wünsche euch allen also eine gute Reise mit einer Liebe, die durch alle Zeiten geht…
Die harten Fakten:
Kerstin Gier – Edelstein-Trilogie (Rubinrot, Saphirblau, Smaragdgrün)
einzeln 15,99 €, 16,99 € und 18,99 € – im Sammelschuber für 39,99 €
erschienen im Arena Verlag
ISBN (Sammelschuber): 978-3401067636
So nah und doch so fern

Ann Brashares – So nah und doch so fern

Ihr Lieben!
Vor etwa zwei Wochen erreichte mich eine sehr interessante Email. Der Verlag carl’s books bot mir an, eines seiner neuesten Werke zu lesen und zu rezensieren. Die Beschreibung klang vielversprechend und interessant und somit nahm ich dieses Angebot dankbar an. Bereits heute kann ich euch meine Besprechung dieses 368-seitigen Romans vorstellen, womit deutlich werden dürfte, dass ich es wirklich verschlungen habe: Ann Brashares‘ „So nah und doch so fern“.
„Ich lebe seit mehr als tausend Jahren. Ich bin oft gestorben. Wie oft, habe ich vergessen. (…) Ich hatte niemals ein Kind und bin niemals alt geworden. Ich weiß nicht, warum. Ich habe meine große Liebe gefunden, und nur sie bleibt. Ich habe sie einmal getötet und bin viele Male für sie gestorben, und doch habe ich nichts erreicht. Immer suche ich sie, und immer erinnere ich mich an sie. Und ich hoffe, dass auch sie sich eines Tages an mich erinnert.“
Obwohl doch so still und darauf bedacht, nirgends aufzufallen, kann Lucy sich seiner Gegenwart nicht erwehren: Daniel Grey. Zwar kennt sie ihn nicht, wird aber von ihm angezogen, wie die Motte vom Licht. Die in seiner Gegenwart aufflammenden Gefühle erschrecken sie zutiefst, da sie zu intensiv, zu groß für eine bloße Schwärmerei sind. Sie kann sich nicht erklären, woher sie kommen. Und als Daniel sich ihr eines Tages als ihr Geliebter und Beschützer aus zahlreichen früheren Leben zu offenbaren versucht, ergreift sie die Flucht, kann nicht glauben, kann nicht begreifen, kann die in ihr plötzlich wieder aufsteigenden Erinnerungen und Visionen nicht als die ihren fassen und glaubt schier verrückt zu werden. 
Dass der junge Mann tatsächlich einer der wenigen Menschen auf der Erde ist, der sich an seine Vorleben erinnert und ihm bekannte Seelen wiedererkennt, scheint irrwitzig und absurd. Doch es ist die Wahrheit. 
Völlig verzweifelt über ihre ablehnende Reaktion, welche er aus den früheren Leben bereits zu gut kennt, zieht Daniel sich zurück – eine Entscheidung, die allerdings seinem ehemaligen Bruder und ewigen Rivalen den Weg ebenet, um den beiden erneut ein Leben miteinander zu zerstören. Darum fasst Daniel endlich Mut und startet wie in einem seiner ersten Inkarnationen eine Rettungsaktion für die Frau die er liebt, bei der er alles riskiert und alles verlieren kann – und doch sie am Ende als möglicher Lohn auf ihn wartet. 
Zu Beginn des Romans sich in einer Highschool wiederzufinden und davon zu lesen, wie sich ein Mädchen wie magisch von einem andersartigen Jungen angezogen fühlt, ließ mich zeitweise an die Twilight-Saga denken und ich rollte innerlich schon etwas enttäuscht mit den Augen. Nach den ersten Kapiteln jedoch entwickelte sich die Geschichte in eine andere Richtung, was wohl auch dank der immer wieder eingeschobenen Erzählungen von Daniels ehemaligen Leben der Fall war. Die Highschool ist bald vergessen und das College bzw. das Erwachsenenleben tritt in den Fokus. Und während man auf der einen Seite Lucy in der Gegenwart begleitet, verläuft man im Schnelldurchlauf mit Daniels Seele etwa 1500 Jahre Menschheitsgeschichte, um schließlich ebenfalls in der Jetztzeit anzukommen. Dieser Kniff der Autorin hat mich über die anfänglichen Schwächen des Buches schnell hinweggetröstet. Und auch wenn Brachares sich ab und an in Sachen Formulierung und Handlungsgeschehen ein wenig im alteingestaubten Kitsch-Repertoire vergreift, so formt sie ingesamt doch eine faszinierende Geschichte, die ein Leben beschreibt, welches zwar nicht anders ist, als andere – dafür aber etwas länger …
Allerdings muss ich ehrlich anmerken: Die schicksalshafte Liebe der beiden – find ich klasse, ich bin eben hoffnungslos romantisch. Die wahnsinnige, schon fast weltfremde Rettungsaktion – geschenkt, kann ich gut mit leben. Aber das Ende?! Liebe Frau Brashares, was ist das denn? Bin ich zu unverständig, dass ich es nicht begreife, was Sie mir damit sagen wollen? Ist das ein Open End oder ein Cliffhanger? Ich war wirklich ein bisschen enttäuscht von diesem Schluss.
Mein Fazit: Alles zusammen betrachtet, finde ich das Buch soweit in Ordnung, auch wenn es mir die letzten zwei Seiten ein wenig verdorben haben. Dennoch habe ich es binnen eines Wochenendes durchgelesen, was immer ein gutes Zeichen ist. Es ist spannend, es ist an den richtigen Stellen auch amüsant und hat mich schließlich sogar zu Tränen gerührt. Zudem greift es eine Thematik auf, die ich wahnsinnig interessant finde und stellt diese in einer Art und Weise dar, die ich erstaunlich nachvollziehbar finde. Schaut es also ruhig mal an, wenn ihr den Zugang zu dieser Art Stoff finden könnt.
Die harten Fakten:
Ann Brashares – So nah und doch so fern
14,99 €
erschienen bei carl’s books
ISBN 978-3-570-58517-7
Ich bedanke mich an diese Stelle bei der PR-Stelle des carl’s books Verlags für das kosten- und bedingungslose Rezensionsexemplar!

Das Letzte Wort – Juni.

Qualitätszeit.
Ein bisschen verträumt habe ich meinen Liebsten gestern gefragt, was mich diesen Monat denn so beschäftigt hätte, in Gedanken auf der Suche nach einem schönen Thema für mein letztes Wort. Nach einem kurzen, nachdenklichen Blick gen Zimmerdecke fing mein Mann an zu grinsen und deutete auf sich. „Ich. Ich hab dich beschäftigt. Wir hatten diesen Monat ganz viel Qualitätszeit!“
Ich musste lachen, denn das stimmte, aber gleichzeitig dachte ich mir: Qualitätszeit. Was ist das nur für ein furchtbares Wort für so eine schöne Sache?! Qualitätszeit. Das klingt nach Rechnungen schreiben, Büroarbeit, Wirtschaftsunternehmen, Marketingstrategien. Business as usual? – No way!
Diese Zeit ist genau das Gegenteil. Sie rast nicht mit dir davon wie ein Schnellzug, der dich mit dem gleichförmigen Rattern der Schienen einlullt und bei dem dein Körper schon intuitiv die zu nehmenden Kurven und Linien der Gleise vorausahnt, um mitzuschwingen. Nein. Das ist die Zeit, in der man die Notbremse zieht, das Fenster einschlägt, an der nächsten Station aussteigt und sich die Beine vertritt, endlich bewusst anhält und wahrnimmt.
Diesen Ausstieg habe ich nun also wirklich die letzten Wochen betrieben und gemerkt, wie gut mir, ihm und uns das getan hat. Es waren kleine Momente, nichts weltbewegendes – aber insgesamt ging alles so viel leichter und entspannter von der Hand. Ein schönes Gefühl. 
Daran muss ich festhalten und davon zehren für die nächsten Monate… denn mein Dusterklumpen erinnert mich ganz begierig daran, dass ich im kommenden halben Jahr wohl keine solche Zeit verleben werde – wenn es nach ihm geht, wohl sowie nie mehr – da der Abschluss bevorsteht, der Umzug, die Bewerbung,… 
Oh, da wird gar keine Zeit mehr für so einen Schnulz bleiben, freut er sich und reibt sich seine dicken Patschehände. Hat er recht? War es das jetzt mit der trauten Zweisamkeit für demnächst? Wird die kommende Zeit wieder so schlimm, wie beim letzten Mal? Mute ich ihm nicht zu viel zu? Meine Launen, meine Abgelenktheit, meine Müdigkeit … 
Ich schüttel einmal heftig mit dem Kopf, wie um mir selbst, der Welt und vor allem meinem Dursterklumpen zu bekunden: Nein! Das wird nicht passieren! Ich werde Wege finden – er auch. Und unsere Qualitätszeit – brrr! ich brauche dringend ein anderes Wort dafür – wird siegen! 
Mein Dusterklumpen ist bei der heftigen Bewegung umgefallen und in seine Ecke gekullert. Von da hör ich ihn nur noch grummeln und verächtlich schnauben. Wir werden ja sehen!, blökt er mir noch entgegen. 
Ja, das werden wir!, griene ich angriffslustig in mich hinein …

 

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Willkommen im Sündenpfuhl!

Ihr Lieben!

Endlich kann und möchte ich euch die Ausbeute des jüngsten Shootings zeigen – doch der Reihe nach, die Geschichte geht so … 
 
Vor etwas mehr als einem Monat war ja nun schon das WGT und ganz untypisch für mich habe ich bisher noch gar keine fotografischen Ergebnisse davon gezeigt. Das liegt daran, dass ich dieses Jahr auf keinem Event war – weder dem NuS-CT noch dem Viktorianischen Picknick – sondern nur ganz exklusiv sozusagen ein großes Shooting organisiert hatte mit ein paar NuSchen, die ein großartiges Projekt geplant hatten: Sie wollten die 7 Todsünden in aufwendig selbstkreierten und -genähten Roben interpretieren. 
Um diese Arbeit gebührend zu würdigen, wurden Fotografen gesucht und ich hatte die große Ehre – zusammen mit der lieben Kiyhuri – als ein solcher fungieren zu dürfen. Oh, was hab ich mich gefreut. Und ich war so aufgeregt!
Am Shootingtag selber hatte uns allerdings das Wetter unglaublich geärgert. Es goss die ganze Zeit, war kalt, trüb, dunkel. Verdammt noch mal, ich hatte wirklich Angst, dass das ganze buchstäblich ins Wasser fällt. Kiyhuri, mein Liebster und ich sind dann etwas eher zur Location gefahren und haben uns da umgesehen, den Eingang aber nicht gefunden und – ach, es war alles so nervenaufreibend. Kleine Frau – ebenfalls ein NuSchen, die den Location-Scout für uns gemiemt hat – hat die ganze Situation aber gerettet und uns den Einstieg gezeigt, wo auch alle NuSchen mit ihren Roben durchkamen. Und dank des uneingestürtzten Dachteils konnten wir sogar trotz Regen shooten. 
Am Ende kam sogar die Sonne noch raus – etwas verarscht kamen wir uns ja schon vor. *lach Aber insgesamt war es dennoch ein richtig tolles Erlebnis, wenn auch sehr anstrengend und fordernd – denn 7 Models gleichzeitig zu shooten ist nicht ganz einfach. Ich hoffe, die Mädels haben sich nicht zu sehr in den Pausen gelangweilt und nicht zu arg gefroren. Gott sei Dank waren wir zu zweit als Fotografen da, sonst wäre das noch fieser geworden… 
Fies war übrigens auch das Licht – ich habe so viele Bilder wieder verwackelt, es ist zum Heulen gewesen. Ich hoffe, die Ergebnisse sind nicht zu grottig geworden, bisher habe ich noch nichts negatives gehört und die Models waren soweit zufrieden. 
Ich bin es eigentlich auch – dafür, wie die Lage war und was in meinen Möglichkeiten stand, denke ich, habe ich doch das Optimale herausgeholt. Oder was meint ihr? 🙂 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Die schönen Modelle und ihre Sünden der Reihe nach:
Habgier – johanna
Völlerei – lenelein
Hochmut – *wollmaus*
Neid – Meara
Trägheit – karisma
Wollust – nyoba
Zorn – Neisella

Danke für euer Vertrauen und für die tollen Outfits, das Styling. Danke für’s Warten, Frieren, Verbiegen. Es war klasse! 🙂 
(und wer noch verlinkt werden möchte, soll bitte Bescheid geben – das sind die, die ich bis jetzt gefunden hab ^^)

Banana Yoshimoto – Ihre Nacht

Ihr Lieben!
Heute ist offiziell Sommeranfang und nach den gestrigen Gewittern ist es auch wieder etwas erträglicher vom Wetter her. Was gibt es da also schöneres, als sich mit einem Buch gepflegt bei offenem Fenster hinzusetzen, die leichte Brise zu genießen und dieses endlich fertig zu lesen? Genau das habe ich darum heute gemacht – wenn auch hauptsächlich auf der Zugfahrt in die Heimat ^^ – mit Banana Yoshimotos „Ihre Nacht“.
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„Also, ich bin Yumiko Konami. Ich möchte mich für die schreckliche Tat meiner Muttzer entschuldigen und um Vergebung bitten.“ 
„Ich heiße Shoichi Takahashi und bin der Cousin von Yumiko. Der letzte Wunsch meiner Mutter war, dass ich Yumiko helfe, wenn sie Hilfe braucht.“

Ein ungewöhnliches Gespann, welches da auf dem Sofa einer völlig unbekannten Frau sitzt und so das Gespräch beginnt. Aber eine andere Art scheint es nicht zu geben, denn während Shoichi in seiner Kindheit ein geborgenes Heim erleben durfte, durchlitt Yumiko eine vom okkulten Wahnsinn ihrer Mutter geprägte Tortur, die im Tod einer ganzen Séancegesellschaft inklusive ihrer Eltern gipfelte. Seit diesem schicksalshaften Tag ist Yumikos Leben verschleiert und lückenhaft, seltsam teilnahmslos. Sie kann sich an kaum etwas erinnern. Als ihr Cousin – in Kindertagen ihr liebster Gefährte – schließlich auf dem Sterbebett seiner Mutter, der Zwillingsschwester von Yumikos Mutter – ihren letzten Wunsch vernimmt, ihr beizustehen, nimmt er sich ein Herz und sucht die inzwischen erwachsene Frau auf, um gemeinsam die Dunkelheit in ihrer Kindheit besiegen zu können. Die Reise, die die beiden dabei antreten führt sie an viele Orte aus ihrer Vergangenheit, die immer mehr Puzzelstücke zu Tage fördern, wodurch deutlich wird, dass damals nicht alles so geschehen sein kann, wie Yumiko sich zu erinnern glaubt…
Nachdem ich als eingefleischter Yoshimoto-Fan mit dem vorherigen Schriftstück „Mein Körper weiß alles“ so meine Probleme hatte, fürchtete ich bei diesem Roman zunächst ähnliches. In ihrem neuen Buch kehrt die Autorin allerdings zu ihrer alten Form zurück. Um nicht zu sagen, dass sie sich selbst übertrifft. Ich zähle es inzwischen mit zu einem meiner liebsten Werke von ihr. 
Die anfangs schwermütige Grundstimmung wird immer wieder durch für die Autorin typische, poetisch leichte Gedankenspiele und Randkommentare aufgelockert, die erlauben, über den gewohnten Tellerrand hinauszuschauen. Wie selbstverständlich holt sie auf den Seiten von „Ihre Nacht“ das Übernatürliche in die Wirklichkeit und verstrickt die Geschichte zu einem großartigem Ende, voll Liebe und Erlösung von irdischem Schmerz. 
Als einzigen Kritikpunkt hätte ich während des Lesens wohl die zwischenzeitlich sehr förmlich, fast schon banal anmutenden Dialoge der beiden Hauptfiguren anführen können – allerdings werden diese angesichts des Endes zu logischen, wenn nicht sogar wertvollen Bausteinen dieses Gebildes.
Mein Fazit: Lesenswert hoch drei! Und auch auf die Gefahr hin, als kitschig abgestempelt zu werden, möchte ich voller Inbrunst verkünden, dass dieser Roman mich einfach tief bewegt hat. So verzaubern können nur wenige und Banana Yoshimoto ist es hier mal wieder gelungen – ohne Pathos, ohne Appell, dafür aber mit einer imensen Gefühlsspanne und der Abbildung des Lebens, wie es ist und wie es sein könnte. 
Die harten Fakten:
Banana Yoshimoto: Ihre Nacht
18,90 €
erschienen bei Diogenes
ISBN 978-3-257-06816-0 
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Blauhimmelchen

Ihr Lieben!
Ich warte weiterhin gespannt auf die Zu- oder Absage meines Masterarbeitthemas, ich arbeite wie verrückt an einer großen Aufgabe für meinen Chef und werkel nebenher noch eifrig an den 7 Todsünden herum, damit die Fotos endlich vorzeigbar sind. 
Darum ist es momentan hier mal wieder eher ruhig und ich vernachlässige euch sträflich :/ ein großes Sorry erstmal dafür! 
Als Entschädigung möchte ich euch an dieser Stelle wenigstens noch eine optische Impression eines meiner Lieblingsmotive bieten: blauer Himmel und dicke weiße Wattewolken. Diese Bilder sind im Rahmen des 13 aus 13-Projektes entstanden und ich fand sie als Ausschuss einfach zu schade! Darum bekommt ihr sie noch nachgereicht.
 
 
 
 
Freiheit, Atmen, Luft, Licht, Sonne, Wind. Ich liebe es. Kennt ihr übrigens diese Gratispostkarten, die man überall in Lokalen usw. einstecken kann? Da gibt es auch eine Serie mit Wolken und Himmel – die sammel ich logischer Weise auch ^^ Irgendwann kann ich meine eigene herausgeben *lach
 
Ich hoffe, ihr habt momentan auch so bombiges Wetterchen ^^
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13 aus 13 – Juni

Ihr Lieben!
Am 13. Juni war richtig tolles Wetter! Mit Sonnenschein, mit dicken Flauschwolkenschäfchen und mit noch wärmeren Temperaturen. Wirklich angenehm und irgendwie passend zur Grundstimmung, denn nachdem ich an diesem Tag den gesamten Vormittag wie irre von A nach B gerannt bin, um meinen Antrag für die Masterarbeit noch rechtzeitig abgeben zu können, verspürte ich nach einigermaßen erfolgreicher Bewältigung dieser Aufgabe eine gewisse Erleichterung und gleichzeitig das nervöse, angespannte Gefühl, wenn man auf eine Bestätigung wartet. Aber insgesamt konnte ich einen Haken dran machen und freute mich. 
Im anschluss an meine Vorlesung schlenderte ich noch mit der Absicht zur Feier des Tages mir einen großen Pott Eis im Edeka zu kaufen durch die Gänge, als ich meine liebe Iv traf und sie mir berichtete, dass ihr Prüfungstermin jetzt wohl feststünde und zudem ihr eine wirklich gute Note wahrscheinlich blüht. Total happy darüber beschlossen wir beide keinen Pott eis, dafür einen Becher Eis zu futtern – und zwar herrlcih dekadent in einem richtigen Cafe! 
Solche Momente mag ich einfach am liebsten – man trifft jemand liebes, man freut sich miteinander und feiert das spontan einfach mit ein bisschen gemeinsam verbrachter Zeit. Schöne Minuten, an die ich gerne zurückdenke und mich glücklich machen ^^
Darum zeige ich euch heute zum einen Fotos von diesem genialen Eisbecher – danke an Iv und ihre Handy-Camera ^^ – und zudem noch eine Wetterimpression. Denn das hat wie gesagt auch einiges zu meier guten Laune an diesem Tag beigetragen 🙂 
Viel Spaß damit ^^