Wolverine – Der Weg des Kriegers

Ihr Lieben!
Vergangenen Samstag waren Iv, ihr Liebster, dessen Bruder, mein Mann und ich zusammen verabredet, um unserer geballten Nerdigkeit zu fröhnen und ganz klassisch den neuen X-Men im Kino zu begutachten: „Wolverine – der Weg des Kriegers“.
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Die Story spielt einige Zeit nach X-Men: Der letzte Widerstand. 
Logan hat sich in die Wildnis zurückgezogen, um dort in Einsamkeit den Tod Jeans zu verkraften, was ihm allerdings nur minder gut gelingt. Als er einen von Jägern vergifteten Bären findet, flammt sein altes Wesen in ihm auf und er sucht den Schuldigen. Als es in der naheliegenden Stadt zu einem Kampf zwischen den beiden kommt, tritt Yukio in das Geschehen ein und hält ihn von seinem Wunsch, dem verantwortlichen Jäger ein ganz ähnlich grausames Schicksal zukommen zu lassen, wie es dem Tier widerfahren ist, ab. Sie gibt sich als Angestellte des japanischen Firmenmogul Yashida zu erkennen, welchen Logan einst im zweiten Weltkrieg das Leben gerettet hat. Die beiden verbindet seither eine Art Freundschaft. Doch nun liegt der alte Mann im Sterben und bittet darum, sich von Logan verabschieden zu können. Etwas widerwillig reist dieser nun also nach Japan, wo ihm Yashida ein unglaubliches Angebot macht: Sterblichkeit. Logan lehnt jedoch ab, worauf hin sein Freund kurz danach stirbt. 
Bei der Beerdigung will Logan ihm die letzte Ehre erweisen – und wird stattdessen in die Entführung Marikos, Yashidas Enkelin – die Erbin des Firmenkonzerns und somit inzwischen mächtigste Person Japans – verwickelt. Bei dem Versuch sie zu retten und mit ihr zu flüchten, wird er mehrmals verwundet – doch heilen die Verletzungen nicht mehr. Was ist geschehen?

*** Achtung Spoiler***
Dass Wolverine mal in Japan landet wusste ich bereits, allderings ist es natürlich etwas seltsam. Seine gewohnt knurrige Coolness wird ab und an durch die nachdenklichen und stark asiatisch-tapfer-kriegerisch anmutenden Einschübe etwas unterlaufen. Nichtsdestotrotz empfand ich das als eine Art Entwicklung des Charakters. Er findet dadurch endlich Ruhe und kann sich innerlich von Jean lösen. 
Dass ihm seine Adamantiumklingen abgehauen wurden, fand ich aber scheiße! Die sollten sie ihm wieder neu überziehen – so ist er doch nicht Wolverine!! oO
***Spoiler Ende***
Der Film hat ziemlich viele schlechte Kritiken abbekommen. Ich fand ihn aber gar nicht sooo übel. Er wartet insgesamt mit reichlich Action, Humor, Romantik und Spannung auf, womit er für mich in sich stimmig war. Der Anfang ist etwas irritierend, da dort wild zwischen Vergangenheit, Traum und Realität gewechselt wird, allerdings erklärt sich das alles schnell und man kommt doch gut in die Geschichte rein. Die Optik finde ich schick, es ist ein Mix aus asiatisch-freundlich hellem Tag (Kirschblüten, Kimono, schönes Wetter, heile Welt, jaja) und düster-brutaler Nacht (Hinterhöfe, Gassen, Regen, Dreck, yeah Baby!). Die Figuren sind ähnlich abwechslungsreich und gut ausgeformt. Ich hätte mir allerdings noch ein paar neue Mutanten gewünscht. Die zwei, die vorkamen, waren zwar interessant, aber irgendwie etwas wenig. 
Das offene Ende lässt Raum für eine Fortsetzung – was mich glücklich machen würde, denn die Andeutung, die in einer längeren Szene nach dem Abspann noch gemacht wird (bleibt also bloß sitzen!!), ist sooo cool und vielversprechend! Hoffentlich wird das umgesetzt ^^
Mein Fazit: 
Ich bereue den Film nicht – es war X-Men, um genau zu sein Wolverine und Hugh Jackman XD – das ist doch schon genug, oder? ^^
Es war witzig, spannend und eine Weiterentwicklung des Hauptcharakteres. Und die paar Schwächen, die der Film hatte, verzeihe ich ihm. Einzig richtig ätzend fand ich, dass es ihn nur in 3D gab – mich nervt 3D so dermaßen!!! -.-
Schaut ihn euch aber ruhig (trotz 3D) mal an! 
ps.: Und wenn ihr das tut, wünsche ich euch, dass ihr nicht so nervige Deppen hinter euch sitzen habt. Die haben ihre Schuhe ausgezogen – es roch die ganze Zeit nach Fuß! – und dazu noch lauthals dumme Pseudo-Kenner-Kommentare abgegeben. Wie im Kindergarten! Solche Vollpfosten! Ich hasse Leute, die immer lauthals schreiend fragen „Oh mein Gott! Das ist doch xxx! Aber wie geht das denn? Das ist doch damals so und so gewesen!“ Und dabei so laut brüllen, dass sie selbst – und ich – die gerade im Film gegebene Antwort nicht verstehen. Da will ich mich immer umdrehen und zurückschnauzen: „Ja, wenn ihr mal die Fresse haltet und den Film guckt, dann würdet ihr auch mehr wissen!“
Aber wir sind ja ruhig und damenhaft. *räusper ^^  

6 Gedanken zu „Wolverine – Der Weg des Kriegers

  1. Goldkind

    Mir gings im Ergebnis so wie dir – ich fühlte mich gut Unterhalten. 🙂
    Aber: "worauf hin der alte Mann zügig stirbt" ist wohl keine besonders pietätvolle Formulierung. *g*

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    1. palandurwen Artikelautor

      *gacker jaaa – da hast du recht – mir lag die ganze Zeit eine Formulierung auf der zunge, die mir aber nicht eingefallen ist – jetzt hab ich's aber nochmal geändert, ich denke, so ist es besser XD

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  2. Centi

    Hach, ich hab keine Ahnung, ob ich die Story mögen oder auch nur kapieren würde, aber Hugh Jackman und dann auch noch mit Backenbart…!
    *hach*
    *herzchenaugen*

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    1. palandurwen Artikelautor

      ach, wenn du ein bisschen eine Idee von X-Men hast, dann verstehst du das eigentlich auch. Ich persönlich finde ja diese Sperhelden immer noch am nachvollziehbarsten ^^

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  3. Mii

    Ich hab den Film in 2D gesehen 😀 Das war in einem Dorfkino das nur diese Variante anbot und ich war sehr sehr froh darüber. Von 3D wird mir nämlich schlecht und ich bekomme Kopfschmerzen -.- Mir hat der Film sehr gut gefallen, auch wenn ich keine Ahnung von der Story hatte. Ich dachte nur: Hugh Jackman? Rein ins Kino! ^^

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    1. palandurwen Artikelautor

      Oh ja! Übelkeit und Kopfschmerzen sind bei mir auch bekannte Symptome! Echt ätzend! Das geht doch sicher noch mehr Leuten so – wieso stellen die dann immer mehr auf den Kram um?! *narf

      Aber gut, Hugh Jackman bzw. X-Men – da mach ich auch so nen Scheiß mit XD

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