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Schritte ins neue Leben – Tag 2 Nachbetrachtung

Ihr Lieben!
Kinder, Kinder, ich muss sagen, ich bin echt fertig! Wie ein Zombie schleiche ich durch meine Wohnung, bemüht, mich so wenig zu bewegen wie irgendwie möglich. Jeder Schritt tut weh und wird erst wenn überhaupt wohl überlegt und mit viel Kalkül ausgeführt. Ein Tag Messe ist ja schon anstrengend – zwei Tage sind aber echt heftig! Meine Gedanken sind bei allen, die noch den dritten und vierten Tag mitnehmen müssen – ich bin ehrlich gesagt körperlich und mental ganz glücklich, mich heute hauptsächlich auf meiner Couch verweilend ausruhen zu dürfen und all die Eindrücke der vergangenen zwei Tage sortieren zu können. 
Denn auch wenn wir es gestern eigentlich ruhig angehen lassen wollten, so war bereits meine Anreise ein Stressfaktor, auf den ich herzlich gern verzichtet hatte. Eigentlich pünktlich stand ich auf dem Gleis, wo die S-Bahn um 9:14 Uhr Richtung Messe starten sollte – und bin nicht mehr in den Zug gekommen. Er war einfach so voll, es war unglaublich. Kennt ihr so Trickfilmszenen, in denen die Menschen total gequetscht an die Scheiben gepresst werden in grotesken Formen? Ich weiß jetzt, wie das in echt aussieht… 
Über einige Um- und Schleichwege (ich hab mich in dem Moment gefreut, dass ich 5 Jahre in der Gegend gewohnt habe und somit nicht nur auf die touri-typischen Verkehrsstrecken angewiesen war) bin ich dann irgendwann doch bei der Messe angekommen – völlig abgehetzt und eine Stunde zu spät. Die liebe Nicky hat wirklich viel Verständnis gehabt, aber mir war das wahnsinnig unangenehm. Ich komme so ungern zu spät ^^;
Wir haben uns in Halle 2 getroffen, um ein Donnerstag nicht mehr beendetes Unterfangen abzuschließen: Klein-Palan auf Jobsuche. Das Ziel war der Machandel Verlag, ein kleines One-Women-Unternehmen, welches sich auf Kinder- und Fantasyliteratur spezialisiert hat und mir u. a. bereits durch Märchen für Erwachsene im Kopf geblieben ist. Wenn das nicht für mich gemacht ist? Leider springt dabei finanziell quasi nichts raus, maximal ein Taschengeld. Aber dennoch wollen wir in Kontakt bleiben. Es wäre immerhin eine Referenz und ein Anfang – und ein Taschengeld ist besser als nichts ^^
Danach ging es weiter durch die Messehallen. Habe ich euch schon davon erzählt? Ich glaube nicht. Also ganz kurz – vielleicht für die, die noch heute oder morgen hinfahren möchten: 

Halle 2: Kinderliteratur, Schulbücher, Lehrbücher (Verlage wie Cornelsen, Langenscheidt, Hueber zB.) Die wahrscheinlich eher weniger interessante Halle für mich – abgesehen von den Deutsch-als-Fremdsprache-Abteilungen.
Halle 3: Belletristik, Sachbuch, Zeitungen & Zeitschriften. Hier sind viele große Verlage wie zB. die Randomhouse GmbH (dazu gehört u.a. Knaus, Heyne, carl’s books, Blanvelet, Goldman, Bertelsmann), aber auch Hörbücher, Reise- und Religionsliteratur haben hier ihren Platz gefunden.
Halle 4: Belletristik, Sachbücher und Zeitschriften. Auch die Musikverlage und alle teilnehmenden internationalen Aussteller findet ihr hier. Das Partnerland dieses Jahr ist übrigens die Schweiz. Die Messebuchhandlung hat ebenfalls ihren Standort in dieser Halle.
Halle 5: Belletristik, Sachbuch, Zeitschriften. Hier eher die kleinen und jungen Verlage, dazu auch die Abteilung für die Aus- und Fortbildung im Bereich der Buchbranche. 
Glashalle: Hier sind die üblichen Verdächtigen ansässig – die großen Medien, ARD, ZDF, Arte, Phoenix, MDR-Figaro, Deutschlandradio usw. usf.
Halle 1: Wenn ihr euch bis jetzt gewundert habt, wo denn die Mangas und Comics abgeblieben sind – dieses Jahr haben sie eine ganz eigene Messehalle nur für sich bekommen. 
Das hat Vor- aber auch Nachteile, wie ich finde. Eindeutiger Vorteil: Es ist weniger Gedränge in Halle 2 und insgesamt einfach etwas entspannter und ruhiger (so ruhig es eben in einer Messe zugeht). Zudem gafft keiner mehr doof die Leute an, wenn sie in voller Cosplayermontur durch die engen Röhren gehen müssen und die Gänge usw. werden auch nicht mehr so sehr blockiert durch Fotoshootings oder ähnliches. Dann wären wir aber auch schon bei dem Nachteil: Ohne die Cosplayer, Comicfans, Lolitas usw. ist das Bild der Messe ein Stückchen weniger bunt. Klar, man hat dadurch mehr Ruhe, aber es ist auch einfach ein bisschen weniger zum Gucken da. Ich habe mich darum bewusst gestern auch noch mal in Halle 1 begeben, um dort die Atmosphäre aufzutanken. Und glücklicher Weise sind mir ein paar zauberhafte Lolitas entgegen gekommen, die das wirklich schlechte Sailor Moon und Kamikaze Kaito Jeanne-Cosplay, das ich davor entdecken musste wieder wett gemacht haben. ^^ (aber es gab auch wirklich gute Cosplays, von Charakteren, die ich leider gar nicht kannte ^^; )
Soweit zu den Hallen. Wesentlich mehr habe ich gestern auch nicht mehr gemacht, als mir die Hallen mit den Verlagen anzuschauen. Ich habe längst nicht alle von mir zuvor ausgeguckten Verlage abgeklappert und leider auch nur noch Absagen bekommen – entweder sind die Verlage zu klein oder eben bereits ausgelastet mit Personal. Schade. Junges Blut scheint unerwünscht, mit freien Lektoren arbeitet man wohl nicht so gerne. Ein bisschen demotivierend war das schon. Aber mir bleiben immer noch – dank Nicky – die beiden Verlage, bei denen ich positive Rückmeldung erhalten konnte. Das ist schön. 🙂
Schön war übrigens auch, dass ich bei calr’s books tatsächlich auf meinen Pressekontakt gestoßen bin und nun sagen kann, dass die Frau nicht nur in den Emails total lieb ist, sondern auch live. Und noch viel mehr habe ich mich gefreut, dass sie sogar wusste, wer ich bin (nachdem sie meinen Namen gesehen hat ^^). Das war wirklich ein schönes Erlebnis, da fühlt man sich irgendwie geschätzt und ernst genommen. (Schade, dass ich es zeitlich nicht mehr geschafft habe, auf das von ihnen organisierte Blogger-Treffen zu gehen 🙁 )
Das Highlight des Tages war dann noch das Autorengespräch mit Stefan Bachmann, der „Die Seltsamen“ geschrieben hat. Er ist noch total jung (was ich erst auf der Messe erfahren habe und ihn darum noch um so lieber sehen wollte) und spricht eine so niedliche Mischung aus Deutsch mit schweizer und amerikanischem Akzent. Dafür hat er sich ständig entschuldigt. Echt niedlich und sympathisch. Dazu aber in einem späteren Post mehr, denn ich darf das Buch sogar noch rezensieren. Darüber habe ich mich auch sehr gefreut! 🙂
Insgesamt denke ich also, war diese Messe voller neuer Erfahrungen und Eindrücke. Es war sehr spannend, das ganze mal länger als nur für ein paar Stunden beobachten zu können – und irgendwie auch dank Pressestatus eine Art Teil von der Sache zu sein. 
Vom Kopf her würde ich eigentlich gerne noch ein bisschen länger da sein – einige Lesungen noch mitnehmen und einige Gespräche und Diskussionen mir anhören. Die tollen Stände mir anschauen und diese ganze Atmosphäre noch etwas mehr einsaugen … aber meine Füße fühlen sich hochgelegt auf der Couch gerade verdammt wohl und mein Kopf ist dann irgendwie doch auch froh, heute nicht noch mal so viel buntes Gewimmel sehen zu müssen.
Für den Blog werde ich aus diesen Erlebnissen übrigens wahrscheinlich bald noch die eine oder andere Konsequenz ziehen. Es wird wohl bald eine Veränderung ins Haus stehen – nicht nur weil Frühjahr ist, sondern auch weil ein neuer Abschnitt in meinem Leben beginnt. 
Darauf freue ich mich schon – genauso wie auf die nächste Leipziger Buchmesse! 🙂
Bleibt gespannt auf die nächsten Posts! 😉

Schritte ins neue Leben – Abendbetrachtungen

Ihr Lieben!
Jetzt sitz ich satt, müde, aber sehr zufrieden auf dem Sofa meiner lieben Iv, bei der ich heute Nacht schlafen darf, und wollte mich doch noch mal kurz melden, um eine kleine Zwischenbericht abzugeben. 

Der erste Messetag war insgesamt sehr spannend, voller Eindrücke, aber auch anstrengend. Ich konnte bereits einige interessante Kontakte knüpfen (u.a. könnte es sein, dass ich tatsächlich für den einen Verlag als Lektorin anfangen darf – Vitamin B ist einfach grandios!) und habe auch bereits ein Rezensionsexemplar ergattern können (die zuvor erwähnte Graphic Novel, die eine autobiographische Aufarbeitung der Kindheit der Autorin als Aspergerin ist). Darauf freue ich mich schon sehr! 

Die Verleihung des Preises der Buchmesse haben wir uns auch noch angeschaut, wenn gleich ich ehrlich sagen muss, dass mich eigentlich nur die Belletristiksparte so richtig interessiert hat. Wer gewonnen hat, kommt noch mal in einem Extrapost, dann auch mit Fotos. 
Morgen wollen Nicky und ich vor allem die Stände abbummeln. Das Programm wird wohl nicht ganz so intensiv beachtet. Dadurch ist der Stressfaktor nicht ganz so hoch, das ist auch ganz nett. Ich hoffe auch, dass ich genug Zeit finden werde, um einige schöne Impressionen für euch noch einzufangen. Vielleicht finde ich ja sogar ein paar hübsch Cosplayer 😉 
Jetzt werde ich aber erstmal mich mit Iv & Liebsten auf der Couch einrollen und meine Beine hochlegen. Aua aua, das Laufen war echt anstrengend. ^^; 
Gute Nacht wünsch ich 😉

Schritte ins neue Leben – Die Nominierten Belletristik.

Ihr Lieben!

Nun habe ich einen Sitzplatz ergattert und warte gerade auf die Vorstellung der Graphic Novel „Schattenspringer“ von Daniela Schreiter. Bis dahin hier mal eine kurze Übersicht über die Nominierten für den Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Belletristik. 

Aus über 150 deutschsprachigen Büchern wurden die – laut einer Fachjury – besten fünf Titel und deren Autoren ausgesucht, welche sich insgesamt betrachtet sehr stark mit der Vergangenheit, auch mit der persönlichen Geschichte auseinander setzen. Zwei Titel beschäftigen sich insbesondere mit der Zeit des Nationalsozialismus – allerdings auf eine sehr persönliche Art und Weise. Es wirkt eher wie eine Aufarbeitung der eigenen Geschichten, als wie eine Anklage oder ein Bericht über die Gräueltaten jener Tage. Spannend. 
Hier ein paar Infos und Eindrücke. 

Fabian Hischmann – Am Ende schmeißen wir mit Gold.

Ich habe den jungen Autor im Gespräch als recht humorvoll und entspannt erlebt. Er sagt selbst über sich, erwidernd auf die Frage der Moderatorin, ob die Hauptfigur Max nicht jener Typ Mensch ist, der ewig 29 Jahre bleibt, dass er selbst ja leider inzwischen doch 30 geworden ist. Das war ein sehr sympathischer Moment. Das Buch handelt insgesamt nach seiner eigenen Einschätzung vor allem davon, am Ende nicht allein zu sein.
Auf den ersten Eindruck klingt es auf jeden Fall ganz nett.

Per Leo – Flut und Boden. Ein Roman einer Familie.

Sein Roman ist zum stark autobiographisch geprägt und ist der erste der beiden Titel, welche sich mit dem Nationalsozialismus auseinander setzen. Für ihn stellt seine – unsere – Perspektive der sogenannten 3. Generation jenen Vorteil dar, dass wir ein ausreichend distanziertes Verhältnis zum NS-Zeitalter haben, dass wir relativ affektfrei darüber reflektieren können. Dadurch zeigt er auf, dass man als heutiger Mensch doch erstaunlich – oder erschreckender Weise – mehr mit dem Nazi-Großvater gemein hat, als man es gerne hätte. Eine interessante Perspektive, aber insgesamt nicht mein Roman, denk ich.

Martin Mosebach – Das Blutbuchenfest.

Die Moderatorin fragt den Autor zu Beginn, ob Frauen nicht doch das tüchtigere Geschlecht seien (seine Protagonistin ist eine aus Bosnien stammende Putzfrau) und setzt noch nach, er müsse jetzt nur mit ‚Ja‘ antworten. Er erwidert: „Na ja, sie stellen sich mir zumindestens so dar.“ Das gab einen netten Einstieg ins Gespräch über seinen Roman, der sich um diese Putzfrau dreht, die eigentlich als individuelle Seele gezeichnet wird, aber ab und an zu einer weltlichen wird und von Dingen berichtet, die sie nicht gesehen haben kann. Der bisher wohl politischste Roman des Autors, laut eigenen Angaben, klingt recht interessant, allerdings erschloss sich mir im Gespräch nicht völlig, woraufhin das Buch hinaus will. Schade.

Katja Petrowskaja – Vielleicht Esther.

Für mich ehrlich gesagt die eindrucksvollste Autorin als Person. Ihr Buch selbst entspricht zwar ebenfalls wieder weniger meinem Beuteschema (die zweite Veröffentlichung, die sich mit der Zeit des Nationalsozialismus beschäftigt, allerdings in Form von einzelnen Geschichten, als eine Spurensuche) – aber sie sagte so wahnsinnig kluge Dinge, dass ich von ihr doch sehr positiv überrascht bin. Das schönste Zitat dabei war wohl jenes: „Geschichte ist, wenn man keinen mehr persönlich fragen kann, sondern nur noch Quellen hat.“ Wenn sie gewinnen würde, fände ich das menschlich sehr schön. 
Sasa Stanisic – Vor dem Fest.
Für mich der heißeste Anwerter auf den Preis, da mich dieser Roman wohl am meisten angesprochen hat. der noch recht junge Autor hat hier ein Dorf in der Uckermark selbst erschaffen, mit herrlich skurilen Charakteren, die alle in einer Nacht vor dem Fest noch etwas zuende bringen wollen. Dabei waren ihm nicht nur die Menschen, sondern auch die Geschichten dieses Dorfes, seine Mythologie sehr wichtig, um ein überzeugendes Bild zeichnen zu können. Er selbst stammt aus Bosnien und sagt über die Uckermark, dass diese Landschaft erstaunlicher Weise viel mehr mit seiner Heimat gemein hat, als er erst erwartet hätte. Sehr sympathisch irgendwie. Dieses Buch würde ich wahrscheinlich auch tatsächlich lesen. 
Um 16 Uhr wird der Preis verliehen – ich bin schon sehr gespannt, wer ihn bekommen wird 🙂 

Schritte ins neue Leben – Willkommen auf der LBM!

Ihr Lieben!
Der Moment, wenn man 20 Minuten zu früh aufsteht, nachdem man schon über eine Stunde ungeduldig darauf gewartet hat, dass der Wecker endlich klingelt und er einen doch nicht erlöst. Heute ist der Tag, heute fahre ich zur Buchmesse nach Leipzig. Meine Güte, bin ich aufgeregt!
Wie gut, dass meine Freundin & Kollegin Nicky sich meiner angenommen hat, denn ohne sie hätte ich wohl nicht mal das Pressezentrum gefunden – ganz geschweige denn von den unglaublichen Annehmbarkeiten, die man als Pressemensch so hat.
Mal abgesehen vom kostenfreien Eintritt für alle 4 Tage ist nämlich beispielsweise auch das Parken grandios luxeriös. 1. Reihe, auf einem extra ausgewiesenen Presseparkplatz – kostenfrei! So entspannt bin ich noch nie angekommen. Kein Ellenbogenkampf im RE nach Leipzig, kein Zwangskuscheln mit Unbekannten, wo man unfreiwillig sich einfach mal näher kommt, als es einem lieb ist. Denn ganz ehrlich, vor solchen Tuchfühlungsgänge würde ich wenigstens gerne den Namen meines Schmusepartners wissen. Aber nichts da – ich bin Pressemensch, ich habe Platz und kann atmen. 
Gleiches gilt für den Eintritt an und für sich: Das Pressezentrum verfügt über den Luxus eines eigenen Eingangs in die Messehallen. Kein stundenlanges anstehen, kein Drängeln und Schubsen. Ich bin hoch erfreut. Könnte man sich dran gewöhnen.
Genauso übrigens an das Pressecafé, in welchem der Kaffee und Tee den gesamten Tag gratis fließt und die Preise für jegliche Nahrungsmittel im Vergleich zu den Presseangeboten unschlagbar günstig sind. Herrlich, hier bleib ich!
So laufe ich also sehr entspannt nun schon seit etwa 2 Stunden durch die Messehallen und bin erstaunt, was bereits heute für ein Trubel hier los ist. Ich dachte, die ganzen Cosplayer würden erst am WE hier auftauchen, aber offensichtlich geht das auch schon Donnerstags. Aber sie zentrieren sich doch stark auf die entsprechende Halle und so ist der Rest relativ frei. Frei für mich. *muhaha
Vorhin habe ich mir bereits die Nominierten für den Preis der Leipziger Buchmesse im Bereich Belletristik angeschaut. Sehr spannend! Dazu schreibe ich gleich noch etwas mehr. Aber jetzt suche ich mir erstmal einen Sitzplatz. Stehen schlaucht. 
🙂 
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Schritte ins neue Leben – mobile Ausweismöglichkeit

Ihr Lieben!
Egal, was aus mir beruflich wird – ich wollte schon immer Visitenkarten haben. Das hat doch irgendwie was professionelles, oder? Man zückt ein hübsches Etui, zieht lässig ein kleines Stück Papier hervor, auf dem alle wichtigen Daten versammelt sind und nur darauf warten in die Hände von wichtigen oder interessierten Leute zu kommen. Super.
Aber dennoch schreckte ich bisher immer davor zurück, mir welche zu bestellen. Nie konnte ich mich so recht entscheiden, nie wusste ich so richtig, was ich drauf schreiben sollte, immer hatte ich ein schlechtes Gewissen, dass ich mehr posen würde als wirklich was vorweisen zu können. 
Nun hat sich die Lage aber geändert. Mein Bauchgefühl sagte mir, ich solle mir endlich welche anfertigen lassen – gerade auch in Sachen Buchmesse und Kundenaquise. Gesagt, getan. Meine Familie empfahl mir Vistaprint und somit sah ich mich dort um. Da gerade auch noch Rabatt-Aktion war und man auf alle Produkte noch 25% bekam, dachte ich mir „Jetzt oder nie!“
Ich habe mir zunächst nur welche für mich als Journalistin gemacht. Diese wollte ich relativ schlicht und seriös wirken lassen, aber ohne langweilig oder trist zu werden. Das war gar nicht so einfach. Ich habe einige Designs durchprobiert und letzten Endes bin ich doch tatsächlich immer wieder bei meinem ersten Favouriten rausgekommen. Gemeinschaftlich im Familienrat wurde dieser Eindruck bestätigt und zusammen mit einem hübschen Etui wanderten die Kärtchen in den digitalen Warenkorb. 
Und weil es gerade so günstig war … wanderte noch ein zweites Design für meine Fotografie hinterher. *hüstel – das war mehr ein Spontankauf, wo mein Hirn ausgesetzt hat … aber naja ^^; 
Bestellt habe ich Mittwoch – und heute klingelte der Postbote und überreichte mir ein Päckchen. Also ging das Ganze echt fix. Ich bin sehr begeistert!

Man entschuldige bitte das Weggestempelte – aber so lieb, wie ich meine Leser
auch alle habe – es gibt so gewisse Dinge, die muss nicht das ganze Internet wissen ^^

Die Karte selbst ist in Grau gehalten. Die hellen Stellen haben eine Art Mamorierung (sieht man auf dem oberen Bild einigermaßen), wodurch das Ganze für meinen Geschmack aussieht, wie ein Stück Papier. Dazu auch noch das Schräge – das alles zusammen hatte für mich spontan den Eindruck einer Fußzeile. Irgendwie mag ich das total ^^ Und dadurch, dass es nicht schwarz-weiß, sondern wirklich Grau ist, wirkt es auch nicht so hart und trist, wie ich zwischenzeitlich kurz befürchtet hatte *g. Ich bin mit diesen Karten also wirklich 100% zufrieden und denke, für den Anfang ist das schon in Ordnung. 
Ich habe zwar noch nicht meinen Abschluss darauf vermerkt und auch die Möglichkeit der Lektorentätigkeit ist da noch nicht untergekommen, aber ich denke, ich werde damit schon hoffentlich einigermaßen arbeiten können 🙂 
Das Etui finde ich übrigens auch sehr schön, wenn gleich es auch wirklich nervig ist, dass man wg. des Hochglanzes immer jeden Fingertapser sieht ^^; 
Die Karten waren ca. 6,00 € (250 Stück), das Etui ca. 4,00 €. Das finde ich seeeehr human. 

Die Visitenkarten für Palandurwens Imaginarium hätte ich eigentlich gerne komplett individuell gehabt mit meinem Logo und meinen Bildern – aber auf der anderen Seite wollte ich anhand meiner Bilder in keine Genre-Ecke sortiert werden und so ist es denk ich auch ganz typisch Ich. Schörkel. Lila. Palandurwen eben. ^^
Hier habe ich mir den Luxus einer Rückseite gegönnt. Insgesamt finde ich die Qualität genauso schön, wie bei den anderen. Die Farben sind getreu wiedergegeben, die Ornamente sind nicht verpixelt. Einzig etwas schade finde ich den kleinen Rand links (zu sehen auf dem 1. Bild) – aber damit kann ich denk ich gut leben, zumal diese wohl auch eher noch privat im Einsatz sein werden. 
Die nächsten sind dann individueller und wieder anders. Es ist ja nur ein Anfang. 🙂 Und bei dem Preis kann man eigentlich kaum meckern: Die Karten waren wg. der Rückseite etwas teurer, ich glaube ca. 9,00 € (wieder 250 Stück), das Etui kam mit der Gravur (damit ich sie nicht verwechsel) ca. 5,00 € meine ich. 
Dazu habe ich noch Adressaufkleber bestellt, damit ich über 25 Euro Kosten komme, um die doch recht happigen Versandgebühren von 5,99 € umgehen zu können (so war es immer noch günstiger und solche Aufkleber kann man immer gebrauchen ^^).
Also kann ich insgesamt sagen, dass ich recht zufrieden mit meiner Bestellung bin, Die Etuis kann ich immer wieder verwenden, die Karten sind qualitativ und im Preis-Leistungs-Verhältnis super und die Menge ist bewältigbar, so dass ich auch in nicht all zu ferner Zukunft mal neue, bessere, persönlichere machen kann. 
Jetzt fühle ich mich wichtig. *muhahahar ^^
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Der erste Schritt ins neue Leben?

Ihr Lieben!
Auch wenn ich es eigentlich niemals vor hatte, so scheint es mir momentan doch immer öfter unausweichlich: die Selbstständigkeit. 
Als was? Vollzeit oder nur nebenberuflich? Woher die Aufträge nehmen? – Das sind alles nur einige wenige Fragen, die sich mir stellen. Dazu kommen auch jede Menge Unsicherheiten in Sachen Versicherungen, Steuern, Rente, Finanzen allgemein. Es ist wirklich ein schwieriges Thema. Aber gleichzeitig wäre das der Schritt in eine Tätigkeit, in der Ich bestimme. Ich sage, was ich tun will. Ich bin eigenverantwortlich und selbstständig. Kein nerviges Pflichtprogramm in dem Sinne, dass man sich mit Dingen rumärgert, die einem nicht liegen und die man nicht will. Das bedeutet aber auch selbst – also alleine – und das ständig, also immer. Ich bin noch immer sehr unentschieden. 
Was mir aber dabei helfen könnte, die richtige Entscheidung zu treffen, ist mich in meiner Branche einmal genau umzusehen. Und wo wäre das nun besser möglich, als auf der Leipziger Buchmesse?
Nach langem Zögern habe ich den Versuch gewagt und mich noch wirklich 2 Minuten vor der Angst für eine Akkreditierung beworben. Und auch wenn ich mir nicht viel davon versprochen habe, so hatte der Büchergott doch ein Erbarmen und ich konnte in dieser Woche nun meine erste offizielle Akkreditierung, d. h. den Presseausweis aus dem Postkasten fischen.

Das hübsche Bändchen zum um-den Hals-hängen gibts erst vor Ort. ^^

Oh welch Freude! Ich bin hin und weg! Ich habe schon zu meiner Familie gesagt, dass das viel zu viel Spaß macht, um wirklich Arbeit zu sein. Es ist der Hammer! 
Ich habe mir sogar extra Visitenkarten drucken lassen, damit ich bei Bedarf ganz lässig-professionell die entsprechenden Kontaktmöglichkeiten parat habe. Hoffentlich kommen sie noch rechtzeitig … 

Hiermit kündige ich euch also an, dass die nächste Woche ganz im Zeichen der Buchmesse stehen wird. Ich möchte euch an meinem Glück ganz eng teilhaben lassen und werde für meine Verhältnisse vielleicht ungewöhnlich oft posten, aber ich hoffe auch, dass ihr daran Spaß haben werdet. Wer noch nie auf der/einer Buchmesse war – ändert das! Natürlich ist es stressig, aber es lohnt sich! Die ganzen Eindrücke, die teilweise echt sehr hübsche Gestaltung der Stände, die vielen Bücher…. Für mich ist das neben so riesigen Bibliotheken wie der SLUB oder Buchantiquariate der Himmel auf Erden. ^^
Ich hoffe, dass ich die Preisverleihungen auf jeden Fall mitnehmen und auch viele Bilder und Impressionen für euch einfangen kann. Wenn ich einige Lesungen schaffe, wäre das natürlich noch toller. Geplant sind zwar nur zwei Tage, aber wir werden sehen … ^^
Ich hoffe, ich langweile euch damit nicht – aber dieser Teil gehört einfach zu mir. Es tut mir leid 😉 Die Woche danach wird ganz sicher wieder mit anderen Themen bestückt, versprochen.

Jetzt werde ich meine Nase aber erstmal tiiiief tief in das Programm und den Katalog stecken, um mich optimal vorzubereiten und bereits potentielle „Opfer“ ausfindig zu machen. 
^^