Archiv für den Autor: palandurwen

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Eine schwere Geburt – #7t7s Tag fünf

Ihr Lieben!

Zur Abwechslung zu den bisher eigentlich recht gelungenen Layout-Geschichten während der Sieben Tage, Sieben Sketche Challenge hab ich heute mal eine, mit der ich noch immer nicht ganz glücklich bin. Ich habe Dank der Hilfe von Jen definitiv das Beste rausgeholt, was noch ging – aber meine Vorstellung konnte ich irgendwie nicht so ganz umsetzen…

Vom Sonnenschein zur Gewitterwolke

Die Ganze Sache ist wohl die: Ich wollte zu viel. Der Sketch war prinzipiell total klasse und auch wirklich schön umzusetzen. Aber angesicht der dezenten Euphorie, die sich hier nach Layout 1 bis 4 eingestellt hatte, wollte ich Tag fünf auch zu irgendwas fancy-verwegenem machen. Tja – und dann saß ich in einer Sackgasse.

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Die Ursprüngliche Idee war – ausgehend vom Fotomotiv – dass ich die Streifen zu einer Art Strahlen arrangiere, auf deren Zentrum dann auch das Foto platziert werden sollte. Aber irgendwie wollte das nicht gut aussehen. Entweder war oben oder unten immer ein Ungleichgewicht. Es war zum Haare raufen. Irgendwann bat ich darum völlig frustriert Jenni um Hilfe und sie konnte mich beruhigen und ein paar gute Tipps zu geben.

Der beste war wohl: Nimm ein Doily. Im Zweifel hilft das immer! Ergänzt um ein paar kleine Wood Veneer Vögelchen und dem Titel samt etwas Journaling kam endlich Balance rein und ich konnte meinen Frieden mit dem Layout machen. So einigermaßen…

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Wenn ich nicht wüsste, wie die Vorgeschichte hierzu aussieht, könnte ich mich wohl noch etwas mehr über das fertige Ergebnis freuen. So grummel ich unterschwellig immer noch ein wenig… Aber gleichzeit bin ich auch etwas stolz auf mich: Ich habe (wieder!) gelb verwendet. So langsam gewöhne ich mich echt an die Farbe ^^

Verlinkt beim Creadienstag.

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Leipziger Buchmesse 2017 – eine Rückschau.

Ihr Lieben!

Schon etwa eine ganze Woche lang bin ich nach der Leipziger Buchmesse 2017 wieder zuhause und muss aber gestehen: Ich werde wohl echt zu alt für solche Aktionen. Diese drei Messetage haben so einen hohen Energieaufwand von mir gefordert, dass ich in den vergangenen Tagen jede freie Minute nur eins gemacht habe: so weit es ging ausgeruht.

Immerhin habe ich schon einen allgemeinen Messerückblick für das Deep Ground Magazin verfasst und veröffentlicht. Außerdem ist dort auch eine kleine Abhandlung über Cosplayer auf Buchmessen erschienen – wen das interessiert, der schaue doch bitte gerne vorbei! Hier möchte ich jedoch auf die kreative Seite der Messe eingehen. Los geht’s also…

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Was ist 2017 kreativer Buchtrend?

Um es gleich vorab zu sagen: So eine richtige Neuigkeit im Kreativ-Sektor habe ich nicht ausmachen können. In Anbetracht meiner eigenen „Trend-Recherche“ der letzten Monate hätte ich ja auf Aquarell als „das neue Ding“ getippt. Tatsächlich gab es zu dem Thema natürlich auch einige Bücher. Jedoch längst nicht so gehypet, wie ich erwartet hätte. Und auch ansonsten war die Bücherschau durchwachsen und recht bekannt.

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Die Dauerbrenner

Die Regale der Messestände sind beispielsweise noch immer gut mit dem Dauerbrenner der letzten zwei Jahren gefüllt: Ausmalbücher. Diese gab es sowohl bei den Kreativ-Verlagen wie TOPP, EMF oder Ars Edition, aber auch bei zahlreichen anderen. Der vorhergehende Spitzenreiter Zentangle ist zwar auch noch ab und an zu finden, hat aber seinen Peak in der deutschen Buchlandschaft wohl so langsam hinter sich.

Der neue Stern am Himmel

Der (eigentlich nicht ganz so) neue „Shit“ ist wohl Hand Lettering. Inzwischen findet sich bei nahezu jedem Verlag ein (oder auch 5) Werk(e) dazu. Mal mehr, mal weniger gut. Vieles gleicht sich beim Durchblättern sehr. Darum ist es nicht ganz einfach für jemanden, der bereits ein, zwei Bücher dazu besitzt, noch etwas wirklich gutes, neues zu finden.

Allerdings konnte ich beim TOPP Verlag in ein ergänzendes Buch zu dem von mir vorgestellten „Hand Lettering“ von Frau Annika reinschauen: „Handlettering. Das Buch der Schmuckelemente“ ist eigentlich nur eine große Sammlung an – wie der Titel schon sagt – Vorlagen und Inspirationen für schmückendes Beiwerk beim Hand Lettering. Für mich also durchaus ganz reizvoll. Ich überlege ernsthaft, mir dieses Buch noch zuzulegen.

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Der Rest vom Schützenfest

Natürlich habe ich mich auch bei den „normalen“ Verlagen umgesehen. Da ich in literarischer Sicht schon recht gut via Email von meinen Lieblingsverlagen auf dem Laufenden gehalten werde, habe ich mich vor allem bei kleineren Verlagen umgeschaut. Angezogen haben mich etwa viele, wunderschön illustrierte Bücher. Wenn ich könnte, wie ich wöllte, ich würde mir meine ganze Wohnung damit vollstellen *hihi

Ein kleines Schmankerl habe ich dabei für euch auch mitgebracht in Form eines wunderschönen Rezensionsexemplares. Denn bei diesen Streifzügen begegnete mir ein toller Verlag: Kleine Gestalten. So ein feines Programm, so viel Liebe für Details! Ich bin ganz begeistert und freue mich schon sehr darauf, euch das etwas genauer vorzustellen.

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Soweit mein Bericht zur LBM 2017. Natürlich folgen traditioneller Weise auch noch ein paar Cosplayer-Fotos (wenn auch wirklich nur ein paar – es war einfach zu voll zum Fotografieren!). Diese gibt es dann nächste Woche, versprochen! Denn noch ist das Energielevel nicht ganz wieder aufgeladen – dabei stehen die nächsten 2 Wochen nochmal zwei Reisen an. Hier ist grad jede Menge Trubel… Darum: Macht es euch schön!

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Weihnachten braucht Sterne! – #7t7s Tag drei

Ihr Lieben!

Na? Könnt ihr noch? Ich versuche die Ergebnis-Schau der Sieben Tage, Sieben Sketche Challenge von Mel ein bisschen zu straffen, versprochen. Heute gibt es den 3. Tag zu sehen. Da ich die Aktion ja für das Beenden meines Project Life Albums 2016 genutzt habe, gab es natürlich auch ein Weihnachtslayout.

Ich seh den Sternenhimmel…

Der Sketch für den 3. Tag war eigentlich recht einfach. Fast schon schlicht. Vielleicht ein bisschen zu einfach und schlicht, wenn man es nur mit Papier löst? Ich hatte Blut geleckt und wollte mich Herausforderungen stellen. Und anstatt das Ganze schnell und gut zu lösen, machte ich daraus mal wieder eine Wissenschaft…

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Aber – so viel möchte ich schon jetzt betonen – ich würde dieses Experiment als überwiegend erfolgreich bezeichnen. Überwiegend deswegen, weil ich mir wohl das Mixed Media mit einigen Heidi Swapp Color Shine Sprays auch hätte sparen können. Es schafft zwar Verbindung, geht aber irgendwie unter. Dafür machen sich die ausgestanzten Sterne – es ist immerhin ein Layout für den 24.12. – eigentlich ganz hübsch, oder?

Partner in Crime waren hier zum einen meine Big Shot und einige Sterne-Thinlits in verschiedenen Größen, dazu auch noch eine kleine Handstanze. Ergänzt habe ich das mit ein paar Wood Veneer Sternchen sowie – als kleiner Kontrast – farblich passenden Enamel Dots. Das Bild selbst wurde mit etwas Papier (Snow and Cocoa Collection von Crate Paper) und einem kleinen Doilie hinterlegt – dann noch schnell der Titel und das Journaling; fertig. Also irgendwie doch schnell und einfach. ^^

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Natürlich doch nicht, denn ich habe mich ewig beim Arrangieren aufgehalten und hatte zwischendrin Sorge, dass ich die Sache zu frei interpretiere – aber im Nachhinein zeigte sich: Das war noch recht nah am Sketch dran im Vergleich zu dem einen oder anderen noch kommenden Layout von mir. Dazu aber später mehr… 😉

Verlinkt beim Creadienstag.

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Sieben Tage, Sieben Sketche – Tag zwei!

Ihr Lieben!

Und weiter geht’s im bunten Reigen! Heute zeige ich euch das Layout für Tag zwei der #7t7s-Challenge von der wunderbaren Mel. Es ähnelt dem ersten Tag ein bisschen – aber ist dann irgendwie doch wieder ganz anders. Und trotz einiger Schwierigkeiten und Probleme mag ich das Ergebnis doch am Ende sehr.

Nähmaschinen und ich – keine gute Mischung!

Der Sketch für den Tag zwei gefiel mir von Beginn an sehr gut. Kreise mag ich eh sehr und ich hatte direkt die Überlegung, ob man hier was mit Vellum zaubern kann. Da ich ja aber auf einem rechteckigen Format arbeite, musste das Ganze wieder etwas anders arrangiert werden. Dass am Ende alles noch ein bisschen mehr anders aussehen sollte, als ich mir das erst vorgestellt hatte, war aber irgendwie klar, oder?

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Also Vellum. Ich schnappte mir meine Bigshot und überlegte, welche Größe Kreise für ein 6×8 Layout passen könnte. Im Endeffekt denke ich mir jetzt im Nachhinein, hätte es gern noch eine Nummer größer sein dürfen – aber so ist es auch ganz nett. Die Vellum-Kreise musste aber, damit sie wirken konnten, noch eine Bühne im Hintergrund bekommen.

Ich war ja ohnehin gerade so schön dabei – also habe ich spontan drei verschiedene Farben (passend zu den Tönen auf dem Foto) Heidi Swapp Color Shine geschnappt und wieder munter losgematscht. Das Ganze wurde richtig knallig – und dann aber um das Foto herum schön vom Vellum abgemildert. Dabei stachen die runden Formen leider nicht ganz so sehr heraus, aber nun gut.

Um dem Ganzen noch einen Rahmen zu verpassen, wollte ich gerne etwas Papier oben und unten aufnähen. Ein Zickzackstich war in meinem Kopf ideal. Doch meine Maschine hat daraus irgendwas anderes gemacht. Ich habe nicht rausbekommen, woran das lag, aber ich bin seitdem wieder sehr schmollig mit ihr. Dabei gefällt mir die Optik des Genähten eigentlich wirklich gut.

Der letzte Schliff war dann mit ein bisschen grauen Faden, dem Title, etwas Journaling und schwarzen Enameldots schnell verliehen. Et voila.

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Das war also mein Ergebnis zu Tag zwei. Ich mag es ganz gerne – auch wenn ich die Farben eigentlich unwinterlich finde. (Zur Erklärung: Das Foto wurde am 18.12.2016 aufgenommen und wir trinken weißen Glühwein bzw. Kinderpunsch.) Aber wenn die Optik stimmt, ne? ^^

Verlinkt beim Creadienstag.

Marie-Sabine Roger – Ein Himmel voller Sterne

Ihr Lieben!

Juchu! Ein neuer französicher Roman aus dem Atlantik Verlag! Und dann auch noch von Marie-Sabine Roger! Den *musste* ich einfach haben. Und just als ich „Ein Himmel voller Sterne“ endlich zwischen den Fingern hatte, konnte ich es auch fast nicht mehr weglegen. So viel sei schon jetzt verraten: Ein tolles Stückchen Literatur!

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Der Inhalt.

Jeder Autor hat seine Muse. Das ist nicht immer ein hübsches, junges Mädchen oder eine sinnlich-geheimnisvoll Frau. Manchmal ist es auch ein über Siebzig Jahre alter, grummeliger Nachbar, der einen mit Whisky vollpumpt und immer einen bissigen Spruch auf Lager hat. So zumindest erging es Merlin, seines Zeichens Illustrator und Autor. Sein Freund Laurent bildet die Vorlage für seinen Comic-Helden Wild Oregon. Doch was tut man, wenn die Muse stirbt?

Und was, wenn diese einem dann auch noch ein Testament hinterlässt, indem der letzte Wunsch lautet: Lass mich die Liebe meines Lebens finden! Nun sitzt Merlin da und weiß nicht weiter. Verzweifelt über den Tod des besten Freundes und völlig überfordert von dieser Verantwortung droht Wild Oregon für immer zu scheitern. Doch dann findet der 94-jährige Onkel von Laurent seine Liebe und plötzlich scheint alles möglich…

Die Kritik.

Allein die Handlung. Es ist ein Genuss. So herrlich bizarr, so wundervoll verschroben. Das musste aus einer französischen Feder fließen. Schon der Klappentext klang in meinen Ohren sehr viel versprechend. Und ich muss sagen – auf den knapp 300 Seiten wurde ich nicht enttäuscht.

Zum einen ist das Charakterdesign einfach nur liebevoll und detailreich. Die Figuren haben Ecken und Kanten, sind schrullig und einfach echte Typen. Doch dabei verlieren sie nie den Boden unter den Füßen. Sie sind greifbar und real – und eigentlich wünscht man, es wären die eigenen Nachbarn. Aber nein, sie leben in einem kleinen abgelegenen Ort, irgendwo in der französischen Pampa. Trotzdem scheinen sie einem direkt, nah und unfassbar sympathisch zu sein. Marie-Sabine Roger versteht es, Menschen zu formen!

Und sie versteht es, diesen Steine in den Weg zu legen, sie darüber stolpern zu lassen und ihre inneren Vorgänge mit wenig Tamtam und auf den Punkt gebracht zu vermitteln. So leidet man mit Merlin. Erst wegen des Verlustes, dann wegen der schweren Bürde. Man durchlebt all die Phasen eines Künstlerdaseins: Die Selbstzweifel, die Verzweiflung, der plötzliche Geistesblitz, die pure Euphorie und das wohlige Zurücklehen am Ende. Doch bis dahin ist es ein weiter Weg.

Diesen hat die Autorin aber auf ganz besondere Weise gestaltet. Denn da man stets aus Merlins Perspektive erzählt bekommt und dieser nun mal ein Illustrator ist, werden zwischendurch viele Gedankenspiele, emotionale Situationen und auch einfach witzige Ideen des Malers in einer Art kleinen Bildbeschreibung fast skizzenhaft eingefangen. Diese Erzählweise ist neu und ungewohnt, aber nicht sperrig. Im Gegenteil – sie verleiht dem Ganzen einen noch persönlicheren Touch und bringt die Künstlerseele wundervoll zum Ausdruck.

Das Fazit.

„Ein Himmel voller Sterne“ ist ein wirklich schönes Stück Literatur. Kurzweilig, unterhaltsam, dabei aber nicht unbedeutend, denn die Emotionen der Figuren vermögen es, den Weg vom Papier direkt in das eigene Herz zu finden. Aber keine Sorge, der Roman ist keine Kitschschlacht, sondern ein typischer Roger – also mit viel Wortwitz und Ironie gewürzt. Wahrscheinlich berührt er vor allem, weil er so echt ist. Somit bleibt mir an dieser Stelle nur zu sagen, dass ich dem Buch auf jeden Fall eine uneingeschränkte Kaufempfehlung ausspreche!

Die harten Fakten:

Marie-Sabine Roger – Ein Himmel voller Sterne
20,00 €
erschienen im Atlantik Verlag
ISBN: 978-3-455-60057-5

Ich bedanke mich beim Atlantik Verlag für die kosten- und bedingungslose Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!

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Sieben Tage, sieben Sketche: Tag eins – von Anfang an!

Ihr Lieben!

Inzwischen ist die Sieben Tage, Sieben Sketche Challenge von der lieben Mel ja schon längst wieder vorbei. Ich habe übrigens durchgehalten und tatsächlich alle Sketche umgesetzt. Entsprechend liegen hier gerade so einige Dinge herum, die ich euch gerne noch zeigen würde. Aber der Reihe nach. Beginnen wir doch mit Tag eins!

Mel kann Gedanken lesen!

Das dachte ich mir wirklich, als sie den ersten Sketch der Challenge veröffentlicht hatte. Denn ich hatte darauf gehofft, dass irgendwann einer mit 3 Bildoptionen kommt. Und siehe da – gleich der erste ein Treffer! Entsprechend wusste ich auch ziemlich schnell, welche Fotos und wie ich das Ganze anpacken wollte.

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Da ich zudem mir auch extra Mixed Media Papier gekauft hatte, war ich wild entschlossen, die sogenannte Packaging Technik endlich einmal auszuprobieren. Da ich das Oktober-Kit der Scrapbook-Werkstatt nutzen wollte, suchte ich mir dort Papier aus einer Farbfamilie aus – blau – und wählte dann dementsprechend die Heidi Swapp Color Shine Farb-Sprays in 2 Blautönen aus.

Das Ganze nun also nur noch auf ein Stück Folie sprühen und dann nach Herzenslust auf das Papier matschen, schieben, drücken, stupsen, patschen – oder wie Adele immer so hübsch sagt: „smuuuuuush!“ Das habe ich an allen drei prominenten Stellen, wo später die Fotos hinkommen sollten getan. Danach drei Streifen zugeschnitten, die Fotos mit etwas Vellum hinterlegt und dann noch hell- und dunkelblauen Faden geknüddelt hinter die Fotos gepackt – da war die eine Seite auch schon fertig.

Der Rest wurde nur noch mit dem Title, etwas Journaling und noch ein wenig Verzierung in Form eines Chip Board Stickers und einiger Enamel Dots ausbalanciert – und zack, da war das erste Layout fertig. Inspiriert wurde das Ganze übrigens von Missy Whidden, die diesen Stil perfektioniert hat.

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Insgesamt mag ich das Gematsche im Hintergrund total gerne und bin somit mit dem Erstlingswerk der Challenge auch wirklich zufrieden. Das hat sich denk ich positiv auch auf den Rest ausgewirkt. Dazu aber demnächst mehr.

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Verlinkt bei Creadienstag.

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Meine Top 3: Wenn der Film das Buch schlägt…

Ihr Lieben!

Ganz ehrlich? Ich bin ja eigentlich ein Mensch, der es nicht hören kann, wenn immer gesagt wird: „Im Buch war das aber anders!“ Leute! Filme und Bücher sind unterschiedliche Medien mit unterschiedlichen Möglichkeiten, Vorteilen und Nachteilen. Was in einem Buch ausufernd und detailliert auf acht Seiten beschrieben werden kann, muss zu Gunsten der Dynamik in einem Film vielleicht in wenigen Sekunden eingefangen oder ganz weggelassen werden. Es sind beides eigene Kunstwerke. Und somit bin ich eigentlich ein Freund davon zu sagen: „Der Film war anders, aber dennoch gut.“

Manchmal muss aber auch ich einräumen, dass die Kluft zwischen Buch und Film einfach zu groß ist und die Interpretationen doch ein bisschen sehr seltsam sind. Aber – und nun kommen wir zum Kern dieses Posts – ab und an verhält es sich auch umgedreht und die Verfilmungen sind für mich einfach stimmiger, runder, spannender. Diesem Phänomen bin ich einmal nachgegangen und zeige euch heute meine Top 3: Wenn der Film das Buch schlägt!

Top3-Film-vor-Buch-ChocolatPlatz 3 – „Chocolat“

Kennt ihr den Film? Es geht um die alleinerziehende Vianne, die mit ihrer Tochter Anouk in ein kleines verschlafenes französisches Nest zieht und dort eine Schokolaterie eröffnet. Damit fällt sie insbesondere dem Bürgermeister unangenehm auf, beginnt doch die christliche Fastenzeit. Es entbrennt ein unterschwelliger Machtkampf zwischen ihm und Vianne, der das Dorf immer mehr zu spalten scheint. Als auch noch Fluss-Vagabunden auftauchen und sie sich mit diesen zu verbrüdern scheint, reißt dem Stadtoberhaupt der Geduldsfaden.

Ich habe zuerst den Film gesehen, in welchem Vianne von Juliette Binoche gespielt wird, die sich natürlich in den Flusspiraten Roux vergucken muss – wie kann sie auch nicht, wird er doch von Johnny Depp gespielt. Die ganze Szenerie, die Atmosphäre und Erzählweise des Films sowie auch die Musik dazu strahlen diese unglaublich schöne, vielleicht ein wenig melancholische Leichtigkeit aus. Ich hatte gehofft, dass das Buch von Joanne Harris diesen Zug ebenfalls in sich trägt. Aber ich muss sagen – so sehr ich es auch mochte, an den Film kommt es leider nicht ganz heran. Selten bevorzuge ich bewusst eines der Medien vor dem anderen – hier war es aber der Fall. 

Es gibt inzwischen sogar eine Fortsetzung, welche mir vom Klappentext her schon etwas wirr erscheint, weswegen ich sie noch nicht gelesen habe. Lieber greife ich dann doch zur DVD und schwelge nochmal mit den Akteuren im Schokoladenfieber.  

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Platz 2 – „Harry Potter und der Phoenixorden“

Den Jungen, der überlebt hat, kennen wohl inzwischen alle. Wenn schon nicht aus den Büchern, dann ist er doch wohl durch die Verfilmungen schon den meisten begegnet. Ich bin, wie wohl die meisten meiner Generation, mit dieser Geschichte aufgewachsen und so wie ich reifer wurde, wurde
auch Harry … naja, er kam in die Pubertät. Zumindest ist das immer so mein Eindruck, den ich von Band 5 habe.

Denn innerlich rebelliert in mir alles, wenn ich an das Leseerlebnis von damals zurückdenke. Irgendwie habe ich nur im Gefühl, dass er ständig am Rumheulen und Jammern war und allen vor den Kopf gestoßen hat, die ihm helfen oder ihn verstehen wollten. Nerviger Junge (oder besser: armer, hormongeplagter Junge?) Wie auch immer. Dieser Teil hat mir Harry Potter auf jeden Fall lange Zeit mies gemacht und ich habe mich tatsächlich mehrere Jahre geweigert, Band 6 und 7 zu lesen, geschweige denn die Filme zu schauen. (Inzwischen bin ich damit wieder versöhnt, keine Sorge ^^) 

Mit sehr gemischten Gefühlen habe ich mir also noch den fünften Teil im Kino angesehen und meine Reaktion danach war tatsächlich ein völlig irritierter und gleichzeitig erleichterter Aufschrei, dass dieser Film ja so viel besser war, als das Buch. Und sowas aus meinem Munde! Ich war selbst ein bisschen erschüttert. Aber er hatte für meinen Geschmack längst nicht all diese nervigen und zähen Züge, die mir das Buch irgendwie verleidet haben. Er war flotter, direkter und ohne zu viel emotionalen Balast (und sowas auch aus meinem Mund – wo ich doch sonst die emotionale Obernudel schlechthin bin… ^^).

Während ich also die Bücher 1-4 alle etwa drei bis fünf Mal gelesen habe und Teil 5-7 nur einmal, habe ich die Filme hingegen wohl insgesamt schon sehr sehr häufig gesehen und muss eben sagen, dass mir „Harry Potter und der Phoenixorden“ immer besser gefallen wird, als die Vorlage. Ähnliches hat sich ja auch bei Band 7 wiederholt, da allerdings nicht ganz so drastisch. ^^

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Platz 1 – „Der Teufel trägt Prada“

Also selbst, wenn man keine Fashionikone ist, kam man wohl an diesem Film nicht vorbei. Die Besetzung ist mit Merryl Streep und Anne Hathaway ohnehin schon einfach grandios, die Story macht ihn umso besser. Der Plot ist schnell erzählt: Junges Mädchen will Journalistin werden und landet als Assistentin des größten Drachens in der Medienbranche bei einer Modezeitschrift, wo sie eine harte Schule durchlaufen muss, sich fast selbst verliert und zum Schluss aber doch die Notbremse zieht und eine lebensumstellende Entscheidung trifft. Doch auch schon das Tempo, die Musik und dazu die – seien wir ehrlich – zum Großteil einfach echt tollen Klamotten machen diesen Film sehenswert und amüsant!

Sehr begeistert nahm ich also eines Tages die Romanvorlage von Lauren Weisberger von einem Buchausverkauft mit und begann zu lesen. Und quälte mich von da an durch die Seiten des Romans. Wo war der Witz, die Leichtigkeit und der Charme der Geschichte hin – oder besser noch: Wo war die Geschichte hin? Denn hier verlief alles ganz anders. Andy war nicht in einer Wohnung mit ihrem Freund, sondern in einer winzigen WG mit ihrer Freundin Lilly, die nebenbei bemerkt ein Alkoholproblem hat und zum Ende hin noch einen Unfall baut, der Andy erst zum Schluss in das Bewusstsein holt, dass menschliche Beziehungen wichtiger als die Karriere sind. 

Der Roman ist sicherlich nicht schlecht, aber der Film ist in meinen Augen spezieller und bissiger. Leute, die zu erst das Buch in den Händen hielten, werden wohl die gleichen Gefühle nur umgekehrt verspüren, wenn sie sehen, was aus der Vorlage gemacht wurde. Ich hingegen bin mit diesem Werk wesentlich glücklicher als mit dem Buch.  

Kennt ihr dieses Problem auch? Was sind denn für euch solche Fälle? Schreibt mir gerne ein Kommentar und berichtet mir von euren schockierenden Film-schlägt-Buch-Momenten 🙂