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Meh-Tage.

Ihr Lieben!

Es gibt so Tage, da ist einfach alles meh. Egal woran ich denke, was ich überlege oder anfasse – alles ist meh. Zu langweilig. Zu oft schon getan. Zu uninspiriert. Zu anstrengend. Zu was-auch-immer-auf-jeden-Fall-zu-sehr! Und eigentlich – eigentlich liegt es gar nicht an dem Tag, sondern an mir selbst. Und das ist erst recht zu – nämlich zu ärgerlich!

Vor mir liegen alle Möglichkeiten. Das Internet ist groß und voller Inspirationen, kreativer Menschen und lustiger Challenges. Der Materialfundus ist eigentlich gar nicht so klein, tut nur immer so und bietet theoretisch viel Auswahl. Und ich – Eigenlob stinkt ja bekanntlich, aber Selbstbewusstsein soll man ja üben – bin auch eigentlich nicht total unbegabt. Also, woran hapert es nun bitte sehr?!

Denn trotz all dieser Tatsachen ist und bleibt so ein Tag einfach – meh. Und ich hasse es. Dieser seichte gen Null tendierende Elan. Dieser träge einen nach unten ziehende Kloß im Bauch, der jede aufkeimende Begeisterung noch im Moment des Registrierens wieder erstickt. Was aber tun – denn auch wenn es immer so schön heißt: Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung – was ist dann der zweite? Oder der dritte?

Schritt 1: Beweg deinen Hintern!

Damit meine ich nicht Sport – obwohl das theoretisch auch hilft. Aber seinen wir mal ehrlich: Wenn ich mich schon nicht zum Kreativsein aufraffen kann, wie hoch ist dann bitte schön die Wahrscheinlichkeit, dass ich Sport mache?! Genau. Verschwindend! Ich meine damit tatsächlich eine lokale Veränderung. Ich siedel je nach Intensität meiner Meh-Stimmung dann manchmal vom Schreibtisch auf die Couch über, da ich diese weniger mit diesem frustrierenden Meh-Gefühl verbinde. Das hilft oft schon.

Schritt 2: Abwarten und Teetrinken!

Okay, bei mir ist es selten ein Tee, sondern meist doch ein Cappuccino. Aber so ein Heißgetränk hilft manchmal schon Wunder, um dieses Grübeln und Schmollen in Kopf und Herz einfach wegzuspülen. Ich meine – es ist warm und lecker und… verdammt, jetzt hab ich mir die Zunge verbrannt! Aber genau das ist es: Es lenkt ab! Du konzentrierst dich plötzlich auf etwas ganz anderes und lässt den Rest des Hirns wieder unbeaufsichtigt spielen.

Schritt 3: Geteiltes Leid…

…ist halbes Leid, heißt es doch so schön. Und genau diesem Rat folge ich aktuell. Denn wenn meine sonstigen Vermeidungstechniken wirklich nicht mehr greifen, dann hilft dem geneigten Blogger nur eins: Der Welt erzählen, wie schwer er’s hat. Nein, im Ernst – ein bisschen darüber schimpfen und meckern schadet nie, solange man sich nicht vollends im Selbstmitleid aalt. Im idealsten Falle erhält man so vielleicht sogar neue Anregungen, wie man mit Meh-Tagen umgehen kann. Oder man hört einfach, dass man damit nicht allein dasteht.

Also… hoffentlich 😉

8 Gedanken zu „Meh-Tage.

  1. Centi

    Ganz genau. Ein bisschen schimpfen und/oder jammern muss einfach auch mal sein!
    Und immer dran denken: Man muss sein Leben nicht optimieren. Rumhängtage und schlechte Laune gehören ganz einfach mal dazu. =)

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    1. palandurwen Artikelautor

      Thihi das stimmt!
      Und es ist auch gar kein Optimierungsverlangen – sondern eher ein Versuch, sich nicht zu sehr in dieser Stimmung zu verlieren 😉 Manche Menschen *räusper* ich *räusper* neigen ja dazu … ^^

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  2. Jen

    I feel you. You know, I feel you.
    Ich lasse Meh-Tage dann ganz oft Meh-Tage sein und verzieh mich auf die Couch mit Netflix & Co. Und wenn das drei Wochenenden in Folge passiert – egal. Sich selbst unter Druck zu setzen, weil „eigentlich solltest du und wolltest du“, hilft da nicht. Dafür packt mich dann manchmal unter der Woche der kreative Rappel und ich setz mich an den Schreibtisch und losgeht’s. Was mir erstaunlich gut hilft: dabei nebenbei was laufen zu lassen, auf dass ich mich zwischendrin mal konzentrieren kann. Ich habe schon diverse Serien beim Scrappen gemarathont, weil das „Geplätscher“ nebenbei gut abkann. Wenn man mit den Händen arbeitet, boykottiert einen oft der Kopf mit seinen doofen Gedanken a la „Willst du das wirklich so machen, das passt doch gar nicht, komm, lass das mal“. Aber mit Scrappen *und* Serie/Film/Hörbuch, hat der Kopf genug mit sich selbst zu tun und lässt dich in Ruhe. Zumindest bei mir klappt das gut. Vielleicht probierst du das auch mal aus?

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    1. palandurwen Artikelautor

      Du hast natürlich vollkommen Recht! Es ist nicht gut sich zu zwingen – das will ich auch gar nicht (mehr) tun! Versprochen 😉
      Aber manchmal muss man sich selbst auch mal ein bisschen in den Hintern treten ^^;

      Serien bzw. Filme schaue ich beim basteln tatsächlich in letzter Zeit öfter (siehe Gilmore Girls) – aber die sind auch bald alle… muss ich mir mal Nachschub organisieren XD

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  3. Goldkind

    Wer kennt sie nicht, diese Tage, an dem einem nix gefällt und nix gelingt.
    Ich lese dann meistens. Oder gucke Serien oder so.
    Was nich gemacht werden will, guckt eben in die Röhre.

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    1. palandurwen Artikelautor

      Hihihi dein letzter Satz ist genial! ^^
      Serien schaue ich aktuell ja ohnehin schon recht viel – aber lesen wäre natürlich auch was … werde ich bei nächster Gelegenheit mal austesten, wie sich das mit meiner Meh-Stimmung verträgt ^^ Danke :*

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  4. Jasmin

    Oooohh das kenne ich nur zu gut.
    Bei mir hilft dann oft laute Musik anmachen und dazu zu singen und zu tanzen. Also, wenn ich allein bin. Versteht sich. 😀

    Aber den Hintern vom Schreibtisch zum nächsten Polstermöbel zu bewegen ist auch gut. *kicher*

    „(…) lässt den Rest des Hirns wieder unbeaufsichtigt spielen.“ – das ist zu geil. 😀 Meins macht sich leider immer unbeaufsichtigt zu viele Gedanken. Das ist dann auch Meeh. Und da kommt wieder die Musik ins Spiel.^^

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    1. palandurwen Artikelautor

      nun ja, da ich generell in ich würde sagen 80% der Schreibtischfälle Musik laufen habe, ist das wohl schon zu sehr als „normal“ eingestuft ^^;;
      Aber auf der anderen Seite – ohne Mucke würde es alles wohl *noch* schlechter gehen – sprach’s und machte sich im Büro erstmal lala an 😉

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